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Südliche Chiemgauer Alpen und Kammerköhrgebiet

Dietrichshorn
Eggenalmgebiet
Fellhorn

Ganiskopf
Gföllhörnl
Grubhörnl
Lachfeldkopf
Lofereralm
Schönbichl
Schwarzeck
Steinplatte
 

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Wer in Gstadt am Chiemsee steht, sieht, zwischen Hochgern und Hochplatte, weit in der Ferne das Fellhorn als Zeichen der südlichsten Chiemgauer Alpen. Wer im Tal von Waidring nach Lofer reist, der fährt unter der Sonnenwand, das sind hell leuchtende Steilwände, mit denen von 1600 bis 1800 Meter die Höhenzüge abbrechen. Das ist die andere Seite der südlichen Chiemgauer Alpen. Zwischen dem mächtigen Bergzug der Sonntagshorngruppe, dem Dürrnbachhorn und dem Saalachtal bei Lofer dehnt sich ein mildgeformtes Bergland mit Weiden und Wäldern — 18 Kilometer breit und 10 Kilometer tief. Es beginnt im Osten bei Unken und geht im Westen bis Reit im Winkl und schwingt und wogt und wechselt aus Talschluchten und satten Almgründen hinauf zur Loferer Alm, dem Kammerköhr und den Bergen ums Fellhorn.

Diese südlichsten Berge der Chiemgauer Alpen kann man touristisch einteilen in
1. die Berge um die Loferer Alm (Ausgangspunkt Lofer),
2. das Kammerköhr (vor allem von Waidring erschlossen),
3. die Fellhorn-Gruppe (über Erpfendorf und Waidring). Diese drei Gebiete bilden zusammen ein weithin gebreitetes Hochland und schließen touristisch aneinander an. Man kann sie kreuz und quer durchwandern.

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Loferer Alm

800 Meter nordwestlich oberhalb Lofer breitet sich eine einst gewiss idyllische Almlandschaft aus, die seit 50 Jahren durch den Tourismus mehr und mehr verdorben wurde:
Die Loferer Alm. Das weitläufige Almgebiet wird von einem Kranz meist grüner Berge umstanden: Dietrichshorn (1542 m), Schwarzeck (1561 m), Ganiskopf (1610 m). Aukogel (1489 m), Schönbühel (1623 m). Grubhörnl (1747 m), Lachfeldkopf (1680 m), Gföllhörnl. 1627 m.

Zugang zur Loferer Alm
Von der Ortsmitte Lofer mit Auto auf der asphaltierte Mautstraße (7km), oder mit Sessellift.
Von Lofer über Braugföllalm, Wanderweg. 2 Stunden. Vom Postamt in Lofer über den Bürgerberg zur Braugföllalm und entweder über die Postalm oder kürzer direkt hinauf zum Soderkaser. Damit hat man den unteren Rand der Hochfläche Loferer Alm erreicht.
Von der Wirmbachbrücke (B 312) über die Birnalm. 2 Stunden.
3 km östlich der Ortsmitte von Lofer kommt der Wirmbach links herunter. Entweder unmittelbar vor der Brücke oder ein kurzes Stück danach beim Soder führen Wege in knapp 2 Stunden hinauf zur Birnalm und in ¼ Stunde nach Südwesten mitten ins Gebiet der Loferer Alm weiter.
Von Unken über den Unkenberg und Schwarzeckalm. 2¼ Stunden.
Von Unken führt ein Fahrsträßchen zum Daxhof. (Zu Fuß 3/4 Stunde), Parkplatz. Nun auf der Forststraße durch Lärchenwald in großen Kehren auf den breiten Wiesenrücken (Unkenberg-Mähder). 2km nach Südwesten. Die Straße führt am Dietrichshorn vorbei und endet an der untersten Schwarzeckalm. ¼ Stunde den Rücken hinauf. und man sieht ins Becken der Loferer Alm.

 

Gipfel im Kammerköhrgebiet

Kammerköhr Steinplatte

Der lange Bergzug der Sonnenwendwand, der von Lofer westnordwestlich in Richtung Reit im Winkl verläuft, bildet von Lofer bis Waidring steile Wände. Im Westen, bei Waidring, ist die höchste Erhebung dieses Kammes die Steinplatte (1869 m). Nach Osten zeichnen sich einige Gipfelpunkte ab: Plattenjoch (1860 m); Waidringer Joch (1727 m); Tanzboden (1568 m); Hiefelstein (1623 m); Urlkopf (1563 m); beim Lachfeldkopf (1680 m), direkt über dem Pass Strub, wendet sich der Kamm nach Norden zur Loferer Alm. Alle Erhebungen zwischen Plattenjoch und Lachfeldkopf sind nicht durch Wege oder Steige erschlossen, und alle bilden nach Süden steile, teils lotrechte Felswände. Nach Norden neigt sich die Steinplatte in flachen Hängen, die als Skigebiet Kammerköhr mit Liften genutzt werden.

Wege auf das Kammerköhr
Von Waidring über die Mautstraße zum Gasthof Steinplatte (1374 m). Zu Fuß 1½ Stunden.
Von Waidring über Grünwaldalm zum Gasthaus Steinplatte. 2 1/2 Stunden.
Von Winklmoosalm über Möseralm zum Gasthaus Steinplatte, 1½ Stunden.

 

Eggenalmgebiet

Von Reit im Winkl und Seegatterl steigt nach Süden ein grünes Bergland hinauf zu Gipfeln, die dann schon in Tirol sind. Jenseits unter steileren Hängen liegen Erpfendorf und Waidring im Tal. Die Weideflächen rund um die Eggenalm, an der das Berghaus der DAV-Sektion Straubing steht, gaben dem Gebiet den Namen.

Vom Tal, das zwischen Erpfendorf und Waidring läuft, steigt als dominanter Berg der Gruppe das Fellhorn auf, mächtig ausgedehnt und mit immer wieder neuen Schauseiten. Alle anderen Gipfel des Gebietes bieten keine großen bergsteigerischen Ziele, aber doch hübsche Höhepunkte auf weitläufigen Hochwanderungen, zum Beispiel:
Der Gipfelsammler kommt schnell zu Erfolg: Eggenalmkogel (1686 m); Lahnerkogel (1595 m): Markkogel (1599 m). Überdies gaben »Die Freunde des Straubinger Hauses« noch einigen Kuppen bei den Hütten eigene Gipfelnamen: Enziankogel (1587 m), etwa 500 Meter südlich des Hauses gelegen, ein schöner Aussichtspunkt zum Wilden Kaiser: Gernkogel, das ist der Felskopf südlich des Hauses am Weg nach Erpfendorf; Brunellenkogel, auch Hauskogel genannt (1529 m), ca. 500 Meter südöstlich des Hauses; Rabenkopf (1595 m), dem Brunellenkogel flach vorgelagerter Gipfel mit Steilabbruch ins Moratal; Steinwurfkogel (Schaarwandkogel) (1587 m), eine unauffällige Erhebung, etwa 500 Meter nördlich des Hauses, über den die deutsch-österreichische Staatsgrenze läuft. Richtige Gipfel sind das natürlich nicht. Aber die Stocknagelmentalität der Bergwanderer mit den karierten Hemden und farbigen Strümpfen hat hier eine Menge Tourenbuchfutter.

Wege zum Straubinger Haus auf der Eggenalm
Von Reit im Winkl — Blindau über Hindenburghütte. 20 Minuten Fahrzeit mit Kleinbus zur Hindenburghütte und 1¼ Stunden Gehzeit zum Straubinger Haus.
Von Reit im Winkl (Blindau) über Steinbachweg und Hindenburghütte, über Filzenweg im Rührkübeltal 3½ Stunden.
Von Reit im Winkl (Blindau) über Klausenbergalm. Weißensteinalm und Neualm, 3½ Stunden.
Von Seegatterl über Nattersbergalm und Obere Hemmersuppenalm, 3 Stunden.
Von Seegatterl durch den Schwarzlofergraben und über Eibenstockhütte, Gasthaus Steinplatte und Durchkaseralm, 2½ Stunden.
Von Winklmoosalm über Roßhütte, Zigeunermarterl. Eibenstockhütte und Pflegereckdiensthütte, 3½ Stunden.
Vom Gasthaus Steinplatte (Kammerköhr) über Durchkaseralm zum Straubinger Haus, 2 Stunden.
Von Erpfendorf über Kreuzangerstraße, Holzfällerhütte und Kreuzangeralm, 3½ Stunden.
Von der Hagerbrücke (Tiroler Achen) auf der Fahrstraße von Erpfendorf nach Kössen über die Hasenaueralm und Kreuzangeralm, 2¼ Stunden.
Ausgangspunkt ist die über die Tiroler Achen führende Hagerbrücke.
Von Froid über Gernsattel und Kreuzangeralm zum Straubinger Haus, 3 Stunden.
Von Erpfendorf (Krammathof) über Gernalm und Kreuzangeralm zum Straubinger Haus, 3—3½ Stunden.
Von Kössen (Ortsteil Loferberg) über Weißensteinalm und Neualm, 4 Stunden.

Berggipfel des Eggenalmgebietes

Eggenalrnkogel (1686 m)Eggenalrnkogel (1686 m)
Neben dem Fellhorn die bedeutendste Erhebung auf der Eggenalm. 20 Minuten nördlich des Straubinger Hauses. Grenzberg. Am Wanderweg, der vom Straubinger Haus zum Kammerköhr führt.

Lahnerkogel (1595 m)
Grenzberg, nordöstlich des Eggenalmkogel, etwa 40 Minuten vom Straubinger Haus, am Weg zum Kammerköhr.

Markkogel (1599 m)
Grenzberg,
Neben dem Fellhorn die bedeutendste Erhebung auf der Eggenalm. 20 Minuten nördlich des Straubinger Hauses. Grenzberg. Am Wanderweg, der vom Straubinger Haus zum Kammerköhr führt.

Lahnerkogel (1595 m)
Grenzberg, nordöstlich des Eggenalmkogel, etwa 40 Minuten vom Straubinger Haus, am Weg zum Kammerköhr.

Markkogel (1599 m)
Grenzberg, 1/4 Stunde nordöstlich des Lahnerkogels, etwas abseits des Weges.

Windbühel (1513 m)
Kleine hübsche Kuppe bei der Durchkaseralm mit schönem Blick über das grüne Hochland der südlichen Chiemgauer Alpen. 20 Minuten vom Gasthof Steinplatte auf \Wanderweg.

Bethenbühel (1468 m)Bethenbühel (1468 m)
Hügelpunkt nördlich abseits des Weges, der vom Gasthof Steinplatte zum Straubinger Haus führt, 1/4 Stunde nach Durchkaseralm.

Bernfarchtkogel (1537 m)
Bewaldete Kuppe, 20 Minuten westlich des Gasthofs Steinplatte

Hochgrieß (1507 m)
Kein selbständiger Gipfel, nur Zwischenpunkt beim Anstieg auf das Fellhorn über dem Südgrat.

 

Übergang Fellhorn Steinplatte Beispiel 1 Steinplatte Beispiel 1 Steinplatte Beispiel 1 Steinplatte Beispiel 1 Steinplatte Beispiel 1 Steinplatte Beispiel 1 Steinplatte Beispiel 1 Steinplatte Beispiel 1 Steinplatte Beispiel 1 Steinplatte Beispiel 1 Steinplatte Beispiel 1 Steinplatte Beispiel 1

Straubinger Haus — Durchkaseralmen — Gasthof Steinplatte (Kammerköhr), gute 2 Stunden.

Beim Straubinger Haus auf dem gut markierten Weg in östlicher Richtung und zunächst zur Hochtrittalm. Am Fuß des Eggenalmkogels entlang — der Pfad ist teilweise etwas luftig — abwechselnd über Almwiesen und Latschenhänge, nun fast unmittelbar an Lahnerkogel (1595 m) und Markkogel (1498 m) an der hier verlaufenden Grenze entlang, dann weiter nach Osten bis zu den Durchkaseralmen (1480m), 1 1/2 Stunden, einer reizvollen Siedlung von verstreut liegenden alten und neuen Almhütten, heute überwiegend zu Wochenendbleiben umfunktioniert. Auf bequemem Fahrweg 1/2 Stunde weiter zum Gasthof Steinplatte (1374 m).

 

Übergang Steinplatte Fellhorn Beispiel 2

Gasthof Steinplatte (Kammerköhr) — Schwarzloferalm — Eibenstockhütte — Pflegereckdiensthütte — Obere Hemmersuppenalm — Straubinger Haus.
2 1/2 — 3 Stunden.

Den großen Parkplatz beim Gasthof Steinplatte in nördlicher Richtung querend (man folge zunächst der Markierung »Winklmoosalm«), auf einem breiten Fahrweg bis zur Talstation des Schwarzloferliftes. Hier verlässt man den Almweg und folgt nach links einem Waldweg über ein Viehgatter bis zur Grenze nach Bayern, markiert durch die Grenztafeln. Die Grenze überschreitend, an einem Bach entlang bis zur Eibenstockhütte, 1200 m (1 Stunde) am Waldrand. Hier zweigt der Weg links (Westen) ab. Leicht ansteigend, lichtet sich der Wald und gibt den Blick frei auf Winklmoosalm, Dürrnbachhorn und Sonntagshorn. Nach einer weiteren Stunde ist die Pflegereckdiensthütte (1346m) erreicht.

In südwestlicher Richtung weiter immer an einem steilen Berghang entlang, dann aus dem Hochwald heraus über abfallende Grashänge zur Oberen Hemmersuppenalm (1/2 Stunde). Nun stetig ansteigend südlich, bis zum Straubinger Haus (1 Stunde).

 

Dietrichshorn (1542 m)

Das Dietrichshorn (auch Dietrichstein) ist von Süden. z B von Loderbichl an der Mautstraße, ein bewaldeter Schrofenrücken von wenig Reiz, von Westen und Norden aber ein mächtiger, 150 Meter hoher steilwandiger Felsklotz, und von Südosten ragt er, schon von Melleck aus wuchtig anzuschauen, als ungetümer, nach rechts hängender, dunkler Kloben aus den Waldhöhen.

Wege auf das Dietrichshorn
Von Unken über Thälernalm. Wanderweg. Bergsteig. Knapp 2 Stunden vom Parkplatz.
Abstieg auf demselben Weg.
Von Unken über den Unkenberg. Wanderweg. Bergsteig und eine kurze Kletterstelle. 1 1/2 Stunden.
Von der Loferer Alm über Schwarzeck und Hornwiesalm. Wanderweg. Bergsteig und Kletterstelle. I 1 Stunde.
Von Lofer über Vockenalm und Thälernalm. Wanderweg und Bergsteig. 1 1/2 Stunden.

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Schwarzeck (1561 m) und Ganiskopf (1510 m)

Der große Grasberg auf der Loferer Alm im Norden der Berggasthäuser wird mit zwei Gipfeln benannt, dem südlichen Schwarzeck und dem nördlichen Ganiskopf. Beide trennt nur ein kaum ausgeprägte Einsattelung.

Von der Loferer Alm (Parkplatz bei Haus Schönblick) auf einem Weg oder über Wiesen in 20 Minuten mühelos ersteigbar.
Von Unken über den Unkenberg (Parkplatz bei Daxhof) und die Schwarzeckalmen in 1½ Stunden.

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Schönbichl (Schönbühel) (1623 m)

Eine ebenmäßige Erhebung im Westen der Berggasthäuser der Loferer Alm mit großem Richtfunkturm. Hässlich verbaut. Vom Parkplatz beim Haus Schönblick führt ein Asphaltsträßchen hinauf. 20 Minuten. Schöne Aussicht.

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Grubhörnl (1747 m)

Die Sonnenwendwand zieht 7km lang von Waidring bis Lofer und macht dort einen Knick nach Norden. Hier bilden sich drei Gipfel aus: im Knick der Lachfeldkopf (1680 m), von ihm aufsteigend als höchster Punkt das Grubhörnl (1747 m) und durch eine Einsenkung abgesetzt ein schroffer, felsiger Abschlusspfeiler, das Gföllhörnl (1627 m). Östlich des Kammes zwischen Grubhörnl und Gföllhörnl steht noch das touristisch unbedeutende Lärchenberghörnl (1535 m).

Wege aufs Grubhörnl
Von Lofer über Braugföllalm. Wanderweg und Bergsteig, 3 Stunden.
Von der Loferer Alm. Wanderweg, 1 Stunde.

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Lachfeldkopf (1680 m)

Vom Tal bei Lofer eine eindrucksvolle Felswand mit einer gewaltigen Einbuchtung. Oben nur eine südliche Rückfallkuppe des Grubhörnls. Vorzügliche Aussichtskanzel für den Blick in die Loferer Steinberge. Anstiege wie Grubhörnl, nur am Kamm anstatt nach Norden, nach Süden weglos durch Latschen, Zwergstrauchheiden und über Felsen.

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Gföllhörnl (1617 m)

Das Gföllhörnl schwingt sich steil und rauh von den Waldhängen oberhalb Loderbichl auf. Oben ein imposanter, steiler Felsgipfel mit einem zerklüfteten östlichen Vorgipfel. mit blanken Nord- und Südwänden und einem mehrtürmigen Westgrat. Es ist der nordöstliche Eckpfeiler des Bergkammes, dessen höchste Erhebung das Grubhörnl ist, und durch eine breite Scharte von diesem abgesetzt.

Wege auf das Gföllhörnl
Von der Mautstraße Lofer — Loferer Alm bei der Abzweigung einer Almstraße (beschildert nach Braugföllalm und Grubhörnl) ungefähr 1150m ü. NN.

Kletterführen am Gföllhörnl
Normalanstieg: II (20 Meter), sonst Gehgelände.
Abstieg: 20 Meter II, kann abgeseilt werden, sonst Gehgelände.
Westgrat: IV+, meist leichter, teilweise brüchig.
Weitere Klettermöglichkeiten: Südkamin, Südverschneidung, Südwand, Südkante.

Gföllhörnl

 

Steinplatte (1859 m)

Vom Berghaus Kammerköhr auf breitem Weg zum Parkplatz Steinplatte. Steinplatte von Südosten über den Wieslochsteig. Bergsteig und Klettersteig, stellenweise mit Drahtseilen. 2½ Stunden.

Kletterführen an der Steinplatte
Zugang zu den Einstiegen: Von Waidring auf einer Mautstraße zum Gasthof Steinplatte, Parkplatz. Auf der Straße Richtung Steinplatte. Nach ¼ Stunde bei der Stallenalm rechts ab zur Grünwaldalm (½ Stunde). Kurz danach verlässt man den Steig, der zur Wemeteigenalm führt und steigt durch den Wald hinauf zu den Einstiegen. Oder kurz vor der Grünwaldalm links auf dem abzweigenden Steig Richtung Kammerköhrhaus ein Stück hinauf und dann rechts ab zu den Einstiegen.
Abstieg: Von der Steinplatte entweder rechts der Südwestkante über eine Abseilpiste zu den Einstiegen oder nach links über den breiten Touristenweg direkt zum Parkplatz.
Die Kletterrouten an der Steinplatte sind von Westen nach Osten aufgezählt.
Jännerriß (P. Koller, T Niedermühlbichler), schwerste Stelle VI-.
Westverschneidung (P. Brandstätter, H. Hölzl), eine Stelle VI, VI-, V+ und V, nur im oberen Teil auch IV und III. Bei ausreichendem Klemmkeilsortiment ohne Haken möglich.
Neuer Waidringer Weg bis zu VI.
Vagabundenweg (J. Vogt, M. Leinauer), VI (Stelle), VI-, V
Bayerländerweg (Brandt, Seifert), V+, naß, moosig, nicht zu empfehlen.
Wagrainer Riß (Erstbegeher nicht bekannt), V+, A1.
Direkter Südwestriß (J. Vogt, W Hummel), VI-, A0.
Südwestkante (J. Vogt, P. Bednar), VI-, A1.
Südpfeilerriß, Elend (P. Koller, L. Rieser, P Schäffler), VII (drei Stellen), sonst V bis VI+. Kletterlänge 170 Meter.
Südschlucht (Steinplattenkamin) (Erstbegeher und Wortbeschreibung unbekannt).
Südostpfeiler, Habakuk (R. Sulbacher, P. Koller, L. Rieser), VII (eine SL), sonst VII- und VI.
Hand- und Faustrißkletterei, im oberen Teil Körperrißkletterei. Sehr guter Fels, optimale Sicherungsmöglichkeiten. Die Führe verfolgt die auffallenden Rißsysteme in der östlichen Wandrundung des Südostpfeilers.

Steinplatte

Die Steinplatte vom Süden

 

Steinplatte

Gipfelkreuz der Steinplatte

 

Fellhorn (1765 m)

Das Fellhorn ist der höchste Gipfel im Bereich des Eggenalmgebietes, zugleich auch die südlichste herausragende Erhebung. Vom Straubinger Haus ist der Gipfel hinter dem Brunellenkogel versteckt. Von den südlichen Tälern aber zieht er mit Flanken aus drei Richtungen hoch hinauf. Von Erpfendorf und auch vom schon etwas fernen Waidring wirkt das Fellhorn ausgedehnt und zuweilen talbeherrschend. Seine Kämme, Hänge und Fluchten wechseln von mildansteigend im Norden und Westen zu wild, zerfurcht und auch felsig im Süden.

Wege auf das Fellhorn
Fellhorn vom Straubinger Haus, vielbegangener Wanderweg, 3/4 Stunde.
Fellhorn von Reiterdörfl über den Fellhorn-Südgrat, 2 1/2 Stunden. Schwierigster und interessantester Aufstieg zum Fellhorn. Bergsteig nur für Geübte.

Gipfelkamm des Fellhorns

 

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Stand: 26. September 2002