Kurznachrichten 2002/4

Was ein Mark-Hunderter im Euro-Zeitalter noch für Vergnügen anrichten kann – von der Premiere des Priener Bauerntheaters: Prien (hö) 26.12.02 – Auch ein Jahr nach Einführung des Euro kann ein Hundert-Mark-Schein für humorvolle und kurzweilige Spannung sorgen. Als „Hunderter im Westentaschl“ war der viel bestaunte blaue Geldschein immer wieder im Mittelpunkt des gleichnamigen ländlichen Schwankes in drei Akten von Max Neal und von Max Ferner. Das Ensemble des Priener Bauerntheaters suchte sich den Dreiakter für die heurigen Festtagsaufführungen zum Jahreswechsel aus und traf damit eine gute Wahl. Die Lach- und Beifalls-Bekundungen im voll besetzten Kleinen Kursaal im Haus des Gastes waren bester Beweis und Lohn bei der Premiere.

Die gesamte Handlung spielte sich in der Schneiderei von Sebastian Gaißreiter ab. Sepp Furtner als Schneidermeister und sein pfiffiger Lehrbub Girgl (Klaus Kollmannsberger) eröffneten das Theater mit Musik- und Gstanzlweisen sowie mit unnachahmlichen Versuchen, die viel zu dicken Fäden durch die viel zu kleinen Nadeln zu bringen. Auch wenn dies letztlich gelang: an Arbeit fehlte es im Hause des Schneidermeisters, seiner Frau Barbara (Christine Perl) und seiner Tochter Evi (Johanna Stockinger-Mayer) ebenso wie an Geld. Als der reiche Großbauer Xaver Gössenberger (Christian Lackerschmid) auch noch die Schuld in Höhe von 100 Mark mittels einer Versteigerung des Hauses einzutreiben versuchte, waren die Schneidersleute fast am Ende. Doch im Tascherl der reinigungsbedürftigen Weste des Großbauern fand der Schneidermeister einen Hunderter. Dem langen und schauspielerisch hervorragend gezeigtem Staunen folgte ein Wirtshausgang und diesem das ehrliche Zurückstecken des Geldes in die Weste – aber in die falsche...! Alsdann machten das Geld und das Schicksal ihren Lauf. Zur Vollendung der heiteren Verwirrung kam noch hinzu, dass Anderl als der Sohn des reichen Gössenberger (Christian Wimmer) um die Hochzeit mit der „armen“ Schneiderstocher Evi buhlte und dass der Brunnen, der zum Anwesen der Gaißreiter gehörte, vermeintlich jodhaltig und damit gewinnbringend sein könnte. Letztlich halfen der Holzknecht Paulus Fallbacher (Max Ziegmann) mit seinem vorübergehend in seiner Weste „gefundenen“ Hunderter und ein Wasseruntersuchungs-Arbeiter (Andreas Obermüller) mit, dass die Armen zu Reichen wurden und der Gössenberger zurückstecken musste. Und die Liebenden bekamen auch ihre allseitige Zustimmung. Der starke Schlussapplaus galt dem durchwegs gekonnten schauspielerischen Können mit vielen Lachszenen.

Feine bayerische Blasmusik und Wiederholungen bis zum 4. Januar

Vor Beginn und nach dem ersten Akt unterhielten neun Mitglieder der Trautersdorfer Musi mit schönen bayerischen Blasmusikweisen. Irmi Furtner als Regieführende dankte dem Publikum für ihr Kommen und lud noch für die weiteren Aufführungen am heutigen Samstag, 28. Dezember, am Montag, 30. Dezember, am Freitag, 3. Januar und am Samstag, 4. Januar jeweils ab 20 Uhr im Haus des Gastes ein. Dank und Anerkennung galt neben den Spielern auf der Bühne auch noch die unbemerkt gebliebene Annemarie Thaurer als Souffleuse sowie das Bühnengestaltungsteam mit viel Liebe zum Detail. Karten für die weiteren Aufführungen gibt es bei der Tourist-Info im Haus des Gastes, Telefon 08051-69050 sowie an den Veranstaltungstagen ab 19 Uhr an der Abendkasse.


Großer Zuspruch bei Hoagart und Versteigerung der Hufeisenfreunde: Atzing (hö) 21.12.02 – Wie sehr sich der Verein „Hufeisenfreunde Kaltenbach“ in den gut zehn Jahren seines Bestehens im positiven Sinne entwickelt hat, zeigte der heurige Advent-Hoagart mit Versteigerungsfeier im bis auf den letzten Platz besetzten Wirtssaal vom Gasthof Stocker in Atzing. Vorstand Peter Freund freute sich über den vereinsinternen Zusammenhalt und über den Besuch von Mitglied und Bürgermeister Christian Fichtl. Dieser gratulierte dem Verein zu seiner Entwicklung und erfreute sich eines abwechslungsreichen Programms. Im ersten, besinnlichen Teil gab es weihnachtliche, zuweilen auch heitere Geschichten, die von Robert Gmeiner vorgelesen wurden. Sabine Schwaiger aus Brannenburg mit feinen Harfenweisen sowie Walter Gerlmayer und Ekkehard Schwimmbeck als stimmstarkes Gesangs-Duo ergänzten die Texte. Im zweiten Teil verstand es Robert Gmeiner als routinierter Versteigerer sein stimmgewaltiges Talent zum Wohle des Vereins  einzusetzen. Unterhaltsam und mit viel Humor gewürzt brachte er die von den Mitgliedern spendierten Gegenstände an den Mann. Gemalene Bilder, handgearbeitete Spiegelrahmen,  hölzerne Vogelhäuschen, begehrter Schmuck sowie kulinarische Köstlichkeiten und  weitere Raritäten ergaben letztendlich einen warmen Segen für die Vereinskasse. Die nächsten öffentlichen Versteigerungsfeiern innerhalb der ehemaligen Gemeinde Wildenwart mit volks- beziehungsweise blasmusikalischer Umrahmung finden am zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember beim Trachtenverein „Die lustigen Wildenwarter“ in der Schlosswirtschaft und am Sonntag, 5. Januar beim Trachtenverein „Daxenwinkler“ in Atzing statt.


Bulldogfreunde Prien-Atzing wollen sich noch mehr um bäuerliche Gerätschaften bemühen – Erste Jahresversammlung: Atzing (hö) 17.12.02 – Ihre erste ordentliche Jahresversammlung hatte der Verein „Bulldogfreunde Prien-Atzing“ im Wirtssaal des Gasthofes Stocker in Atzing. Nach der Gründung im Vorjahr konnten die Vereinsverantwortlichen mit Zufriedenheit über die bisherige Entwicklung des Vereins berichten.

Erster Vorstand Josef Bauer aus Bachham erinnerte beim Totengedenken vor allem an Mitglied Karl Friedrich. Derzeit hat der junge Verein 30 Mitglieder, deren Hauptanliegen der Erhalt und die Pflege von bäuerlichen Maschinen, Gerätschaften und Traditionen ist. Kassier Leo Bartl konnte von soliden Zahlen informieren. Zu Kassenprüfern wurden Swen Darger aus Vachendorf und Georg Hötzelsperger aus Prutdorf gewählt. Einen umfassenden Abriss über die Entstehung des Vereins gab Schriftführer Franz Fischer. Seine Chronik reichte zurück bis zu den Wurzeln der Vereinsgründung. Vor fünf Jahren gab es erste Überlegungen, wie vielfältig vorhandene, aber nicht mehr genutzte landwirtschaftliche Maschinen ebenso wie die Geselligkeit gefördert werden könnten. Nach der Gründung einer Interessensgemeinschaft kam es am 2. April des Vorjahres zur Vereinsgründung. Höhepunkte in all den Jahren waren bislang drei in Atzing durchgeführte Bulldogtreffen auf dem Sportplatz neben der Ballfabrik Obermaier. „Diese gelungenen Großveranstaltungen haben wir nur geschafft, weil wir von den Ortsvereinen wie Feuerwehr und Trachtenverein so großzügig unterstützt worden sind“, so Vorstand Bauer in seinen Dankesworten. Chronist Fischer ergänzte die Aufgaben und Ziele des Vereins noch damit: „Vordergründig ist bei uns, was hinten dranhängt“. Damit wies er darauf hin, dass es dem Verein nicht nur um Traktoren, sondern in ganz besonderer Weise auch um die damit verbundenen Gerätschaften geht. Zum Dank für das ganzjährige Bemühen um den Erhalt landwirtschaftlicher Maschinen gab es im Anschluss an die Jahresversammlung ein Abendessen. Vereinbart wurde in der offenen Aussprache noch, dass man die Zusammenarbeit mit den Bulldogvereinen von Aschau und Breitbrunn noch verstärken will. Geplant ist dabei, das Bulldog-Treffen im Drei-Jahres-Rhythmus zu veranstalten. Für das Jahr 2004 ist es geplant, wieder in Atzing ein solches Treffen zu organisieren. Im nächsten Jahr wird voraussichtlich in Aschau eine solche Großveranstaltung sein. Für Mitglieder und Interessierte gibt es jeden ersten Montag im Monat (bei Feiertagen eine Woche später) einen Informations-Stammtisch im Gasthaus Stocker in Atzing. Der nächste Bulldog-Stammtisch findet am Montag, 13. Januar ab 20 Uhr statt. Aktuelle Informationen zum Verein der Bulldogfreunde von Prien-Atzing gibt es auch im Internet unter himself@fischer-franz.de .


Neuer Vorstand beim Samerberger Künstlerkreis: Samerberg (hö) 14.12.02 – Seit zwei Jahren gibt es am Samerberg einen Künstlerkreis. Bei der heurigen Mitgliederversammlung berichtete Vorsitzender Hans Wegner vor allem über die Aktivitäten des letzten Jahres und äußerte sich sehr zufrieden über die Erfolge bei den Samerberger Künstlertagen 2002 mit großer Mitgliederausstellung, mit einem Kreativtag und mit einem musikalischem Gastspiel des bekannten „Zither Manä“. Auch das Sommerferienprogramm mit über 60 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen war gut besucht und bestückt. Respektable Ergebnisse der kulturellen Kinderaktivitäten in den Ferien konnten in einer eigenen Ausstellung bei einem überaus stark besuchten Jazz-Frühschoppen mit Joe Kienemann der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Sommerausstellung mit Bildern und Skulpturen von Hans Stuffer und Regina Schmidt wurde von über 700 interessierten Gästen betrachtet. So viele Eintragungen hatte das Gästebuch. Vorsitzender Wegner bedankte sich bei allen Mitgliedern, die mit Fleiß und Tatkraft zu den enormen Erfolgen beigetragen haben. Nach der Entlastung des Vorstandes durch die Revisoren Michael Astner und Rainer Obertshauser ging die erste Wahlperiode zu Ende. Bei den erfolgten Neuwahlen wurde Hans Wegner in seinem Amt als erster Vorsitzender bestätigt; ebenso wie Michael Sommer als Schatzmeister. Neu gewählt wurde die Bildhauerin Angelika Zimmermann aus Dorfen am Samerberg zur stellvertretenden Vorsitzenden und der Literat Jürgen Lux aus Aschau als Schriftführer. Das Amt des Beisitzers nahmen Christine Mayer, Waltraud Sechser, Hendrik Müller, Michael Keul, Gudrun Wegner und Luise Straub an. Ein besonderer Dank für die Mitarbeit  in den ersten beiden Aufbaujahren galt dem bisherigen stellvertretendem Vorsitzenden Heinz Ivers und der Schriftführerin Jutta Mayr. Wie Wegner abschließend informierte, soll auch im kommenden Jahr 2003 mit künstlerisch kreativen Aktionen dem Auftrag des Samerberger Künstlerkreises entsprochen werden.  


Offenes Preisplatteln über Gau-Grenzen hinaus am 15. Juni in Reit im Winkl – Trachtler verständigen sich im Priener Trachtenheim: Prien/Reit im Winkl (hö) 10.12.02 – Am Sonntag, 15. Juni 2003, wird es im Festsaal von Reit im Winkl zu einer außergewöhnlichen Plattler- und Brauchtumsveranstaltung kommen. Wie sich bei einer Besprechung im Priener Trachtenheim die Verantwortlichen des Chiemgau-Alpenverbandes, des Bayerischen Inngaues und des Gauverbandes I verständigten, wird es an diesem Tag ein gau-offenes Preisplatteln der drei Gauverbände mit über 210 Meldungen bei Buam, Dirndl und Gruppen geben. Unter der Leitung von Gauvorplattler Albert Rauch aus Atzing (Chiemgau-Alpenverband), Jürgen Wiedl (Gauverband I)  und Sepp Lausch (Bayerischer Inngau) einigten sich die Dirndl und Buam, die Großveranstaltung ab 9 Uhr morgens im Festsaal von Reit im Winkl durchzuführen. Nähere und weitere Abstimmungen erfolgen am 14. Januar 2003 mit einem ersten Probenabend in der Lamstoahalle von Frasdorf.


Aschauer präsentieren Musik und Literatur in voll besetzter Festhalle-jetzt schon 20 Bände für Aschauer Chronik fertig: Aschau (hö) 09.12.02 – Unaufhaltsam steuert die Gemeinde Aschau einem seit 1996 ins Auge gefassten Ziel zu: die Geschichte des Prientales mit all seinen Bereichen soll bereits im nächsten Jahr mit der Fertigstellung von zwei weiteren Quellenbänden und mit einer Gesamt-Chronik in außergewöhnlich umfassender Weise abschließend festgehalten sein. Mit der Präsentation der Bände Nummer 19 und Nummer 20 kamen die Aschauer ihrem hoch gesteckten Ziel einen schönen Schritt näher. Themen der beiden neuen Bände sind „Dörfliches Leben“ sowie „Musikleben im Priental“. Die Vorstellung fand in der voll besetzten Festhalle von Hohenaschau im Rahmen einer musikalischen Matinee überaus großes Interesse.

571 Seiten stark ist allein der Band „Dörfliches Leben“, der zudem einen Vierfarb-Bilderblock beinhaltet. Als Sponsor-Partner für dieses Buch stellte sich die Familie Sander aus Sachrang zur Verfügung. Dr. Stefan Breit, bereits mehrfach bei Aschauer Quellenbänden aktiv gewesen, schildert im ersten Teil das Thema „Materielle Kultur: Wohnung, Kleidung und Ernährung“. Für den zweiten Abschnitt mit dem interessanten Aspekt „Medizinische Versorgung im Priental einst und jetzt“ sorgte Ingrid Stegherr. Ebenfalls an die 500 Seiten weist der Quellenband „Musikleben im Priental“ auf. Die verschiedenen Dokumente regionaler Musikkultur erarbeiteten unter der Federführung von Bernadette Osterhammer aus Bernau ihre Helfer Christl Diwischek, Stefanie Kink, Thomas Muttray-Kraus (Klassik), Siegfried Gattinger (Chöre) und Tanzforscher Wolfgang A. Mayer. Ergänzend wurde mit 25 Einspielungen eine Musik-CD mit dem Titel „Musikleben im Oberen Priental“ herausgegeben. Ernst Schusser vom Volksmusikarchiv des Bezirkes Oberbayern sorgte für die fachliche Begleitung bei der Buch- und CD-Zusammenstellung.

Bereits 250.000 Euro ohne Gemeinde-Haushalt investiert

Bürgermeister Kaspar Öttl freute sich zu Beginn riesig, dass die Aschauer für ihre Heimatgeschichte und Musikkultur an einem Sonntagvormittag so zahlreiches Interesse aufbringen. Die letzten Stühle wurden hervorgeholt, um der Präsentation zu lauschen. Unter den vielen Ehrengästen waren auch Landtagsabgeordneter Adolf Dinglreiter, Bezirksrat Hans Stöttner, Kreisheimatpfleger Karl J. Aß, die Nachbarbürgermeister Klaus Daiber aus Bernau und Wolfgang Maurer vom Samerberg sowie Pfarrer Josef Winkler und Stefan Semnow vom Bayerischen Rundfunk. „Bisher haben wir für die Erstellung der ersten zwanzig von insgesamt 22 Quellenbänden 250.000 Euro ausgegeben und dabei den gemeindlichen Haushalt nicht belasten müssen“, so der Bürgermeister, der damit ein hohes Lob allen Sponsoren, dem Heimat- und Geschichtsverein sowie den kauffreudigen Aschauern zollte. Ein besonderer Dank galt Wolfgang Bude und seinem Team einschließlich dem Atelier Gloggnitzer. Auch bei dieser Präsentation hatten die Damen der Tourist-Info alle Hände voll zu tun, um die frisch aus der Laufener Druckerei Oberholzner gelieferten Werke an den Mann und an die Frau zu bringen.

„Eine außergewöhnliche Musik- und Literaturarbeit erfordert eine außerordentlichen Präsentation“ – in diesem Sinne führte Wolfgang Bude in die neuen Werke ein. Die einzelnen Autoren-Beiträge wechselten dabei mit musikalischen Beiträgen einander ab. Für die Musik in der Festhalle zur Sonntagsmittagszeit sorgten die Laubensteiner Bläser, die Kroaßer Buam, die Hohenaschauer Musikanten, die Schwarzenstoana Sängerinnen, der Kinderchor Aschau und die Stubenmusi des Heimat- und Geschichtsvereins. Die beiden neuen Chronik-Bände sowie die bisher erschienenen Quellbände (soweit nicht schon vergriffen) sind mit der Musik-CD ab sofort bei der Tourist-Info in Aschau, Telefon 08052-904937 erhältlich.

Freie Wähler legten bei Steg-Baustelle selbst Hand an: Aschau (hö) 09.12.02 –Von den erfolgreichen Bemühungen des Gemeinderates Werner Weyerer und seiner vielen Helferinnen und Helfer bei der Wiedererrichtung des Dr.-Hayler-Steges machten sich die Mitglieder und Freunde der Freien Wahlgemeinschaft einen Eindruck. Im Rahmen eines informativen Wandertages legten die Teilnehmer auch gleich noch richtig Hand an. Nach der Fertigstellung des Bauwerkes starteten die Freien Wähler eine Säuberungsaktion für das nähere Umfeld und halfen bei der Aufräumung der Baustelle. „Das Projekt Dr.-Hayler-Steg zeigt, dass mit dem privaten Engagement in der Dorfgemeinschaft wichtige Einrichtungen realisiert werden können, die in den aktuell schweren wirtschaftlichen Zeiten von der Gemeinde nicht finanziert werden könnten“, so Lenz Ablinger als Sprecher der Gemeinschaft. Der Hauptteil der großen Baumaßnahme konnte inzwischen aus privaten Mitteln, dank persönlicher Arbeits- und Eigenleistungen und aufgrund von Spenden aufgebracht werden.


Atzinger Trachtenjugend prüft sich in Kletterwand: Atzing (hö) 08.12.02 – Gleich hoch hinaus wollten insgesamt 17 Jugendliche vom Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing, um sich während der Winterszeit nicht aus den Augen zu verlieren. Während es vom Frühjahr bis zum Herbst wöchentliche Proben und damit ein regelmäßiges Zusammentreffen gibt, so traf man sich auf Initiative von Vereinsmitglied Paul Roeger einmal bei der Alpenvereins-Kletterwand in Bernau. Einen anstrengenden halben Tag lang prüften sich die Dirndl und Buam unter gekonnter Aufsicht an den Prüfungen einer Kletterwand. Nach der körperlichen Anstrengungen gab es vom Jugendleiterteam des Trachtenvereins noch eine Erfrischung und Stärkung mit dem Versprechen, sich wieder einmal einer entsprechenden Herausforderung zu stellen.


Versteigerungsfeier mit Ehrung vom Veteranenverein Wildenwart in Atzing: Atzing (hö) 08.12.02 – Den Auftakt der Vereins-Versteigerungsfeierlichkeiten im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wildenwart bildete traditionell die Veranstaltung des Veteranen- und Kriegervereins von Wildenwart im Gasthof Stocker zu Atzing. Heuer konnte Richard Zettl als frisch gewählter Vorstand eine große Anzahl an Ehrengästen und Vereinsmitgliedern im voll besetzten Wirtssaal willkommen heißen. Eine besondere Ehrung gab es für Versteigerer Robert Gmeiner, der bereits seit 25 Jahren dem Verein angehört und schon viele Jahre die Versteigerung übernimmt. Gmeiner bekam das Ehrenzeichen des Veteranenvereins. Auch heuer hatte er trotz erstmaliger Euro-Währung wieder für ein Lächeln des Vereinskassiers sorgen können. Schließlich brachten die Mitglieder schöne und wertvolle Präsente mit, die dann dem Meistbietenden ausgehändigt wurden. Zwischendurch ließen sich die Steinbeißer-Dirndl aus dem Priental mit zünftiger Ziach- und Gitarrenmusi sowie mit frischem Gesang hören. Die nächsten Versteigerungsfeiern sind am Freitag, 20.12. für die Mitglieder des Hufeisenvereins in Atzing, am 26. Dezember bei den Wildenwarter Trachtlern und am Sonntag, 5. Januar beim Trachtenverein von Atzing. Unsere Aufnahme zeigt Versteigerer Robert Gmeiner beim Feilbieten eines Schaffelles.


Priener Wirte-Elf spendierte für Hochwasser-Opfer von Prien und von Unterwössen: Prien (hö) 07.12.02 – Die Priener Wirte-Elf, ein kulinarischer Zusammenschluss der Marktgemeinde Prien am Chiemsee war seit dem August-Hochwasser fleißig am Sammeln. Von allen Gerichten des gemeinsamen „Preaner Teller“ führten sie seither einen Euro ab, um in der Region hochwassergeschädigten Familien helfen zu können. Im Beisein von Dritter Bürgermeisterin Renate Hof aus Prien und von Bürgermeister Hans Haslreiter von der Achental-Gemeinde Unterwössen kam es inzwischen zu einer Weitergabe an besonders betroffene Familien. „Wir wollten nicht in irgendeinen Topf spenden, sondern gezielt helfen“, so Wirtesprecher Helmut Estermann vom Hotel Bayerischer Hof nach der Übergabe von insgesamt 2.000 Euro.


Harmonie mit der Jägerschaft in Atzing: Atzing (hö) 05.12.02 – Mit rund 100 Grundstücksbesitzern hat die Jagdgenossenschaft von Atzing einen recht starken Mitgliederstand. Einmal jährlich werden diese Jagdgenossen zu einer Versammlung zusammengeholt und dabei auch von der örtlichen Jägerschaft zu einem Jagdessen eingeladen. Damit kommt auf informative und schmackhafte Weise gleichermaßen das gute Miteinander von Bauern und Jägern zum Tragen.

Auch heuer brachten die Berichte der Jagdgenossenschaftsvorstand eine stimmige Bilanz. Jagdvorstand Hans Rauch freute sich eingangs, dass unter den vielen Besuchern auch Bauernobmann Anton Stein, die Frauen der Genossen sowie einige Altenteiler zugegen waren. Vorstand Rauch, Schriftführer Josef Gelder und Kassier Franz Zierer erinnerten an die jährlichen Aufgaben, die zumeist im Stillen passieren. Keinen Grund zur Beanstandung hatten die Kassenprüfer Josef Bauer und Franz Perko. „Der Zustand des Waldes ist gut, mit der Bejagung sind wir sehr zufrieden“, so eine Bilanz von Vorstand Rauch nach einer Waldbegehung mit einem Forstamtsvertreter. Das Angebot der Waldbegehung soll auch im kommenden Jahr für alle Interessierten wieder gemacht werden. Viel im Einsatz war den Berichten zufolge der genossenschaftseigene Holzspalter, der bei Zweitem Vorstand Albert Niedermayer untergebracht ist und dort auch geordert werden kann. Erfreulich ist nach den Ausführungen der Vorstandschaft, dass sich der Wildschaden im Atzinger Bereich in Grenzen gehalten hat. Befürchtungen hingegeben gibt es bei der beabsichtigten Erneuerung des Jagdgesetzes. „Da kann uns in Bezug auf Jagdzeiten oder zu den Trophäenschauen etwas blühen“, so Vorstand Rauch. Für die Jägerschaft informierte Michael Schlosser senior, dass der bis zum nächsten Jahr gültige Abschussplan wohl erfüllt werden kann. Problematisch für Jäger und Wild ist das Freizeitverhalten der Bürger. „Jogger ab 5 Uhr in der Früh bis hinein in die abendliche Dunkelheit schrecken immer wieder das Wild auf“, so Schlosser. Sein Bruder und weiterer Jagdpächter Leopold Schlosser berichtete von Beobachtungen einer in das Revier eingedrungenen Wildsau an der Ache. „Nahe von Mupferting haben wir Spuren und Schäden entdeckt. Aber schon nach kurzer Zeit wanderte das Wildschwein in das Samerberg-Gebiet weiter, wo es dann auch einmal gesichtet worden ist“, so die Beobachtungen von Leopold Schlosser. Dass das Schwarzwild ein Sorgenkind ist oder noch werden kann, verdeutlichten in diesem Zusammenhang die Zahlen von Vorstand Rauch. Waren es 1980 noch 9.000 Stück Wildsäue, die in Bayern erlegt wurden, waren es im Jahr 2000 bereits 48.000 Stück. Zweiter Vorstand Albert Niedermayer dankte in seinem Schlusswort noch Mitglied Peter Huber von Siegharting für die Unterstellung des Klauenstandes und den Wirtsleuten von Atzing für die gute Zubereitung des von den Jägern spendierten Rehfleisches. Die Jägers-Frauen sorgten zudem mit Kaffee und Kuchen für eine wohltuende Zusammenkunft von Grundstücks- und Waldbesitzern mit den Jagdverantwortlichen vom Revier Atzing.


Vorbildliche Unfall-Hilfe bei Sicherheitsgemeinschaft gewürdigt: Prien (hö) 05.12.02 – „Hinschauen und Helfen sind Tugenden, die vielfach vergessen sind. Im Gegenteil: die Entwicklung zum Wegschauen in Situationen der Not ist enorm stark“ – nach dieser Erkenntnis von Beamten der Polizei-Inspektion Prien gibt es allerdings auch Ausnahmen. Zu diesen zählt die Familie Hauser aus Aschau. Wie Lorenz Kollmannsberger als Vorsitzender der Sicherheitsgemeinschaft Bürger und Polizei bei der Jahresversammlung in der Gaststätte Alpenblick (wir berichteten) und Polizei-Chef Peter Wendl informierten, hat sich die Familie Hauser nahe der Staatsstraße zwischen Hohenaschau und Sachrang gleich zweimal bei Verkehrsunfällen als wertvoller Helfer erwiesen.

Polizist Sandro Sedlmeier, der beide Male bei der Unfall-Aufnahme zugegen war, regte eine Auszeichnung für die Familie Hauser für deren Erstversorgungs-Hilfen an. „Außerdem stellten sie ihre Räumlichkeiten für die Aufnahme der Opfer und Betroffenen in großzügiger Weise zur Verfügung“, so die Laudatio. Ein Präsent der Sicherheitsgemeinschaft wurde im Beisein von Oberbayerns Vizepräsident Dieter Hillebrandt für die vorbildliche Erfüllung der Bürgerpflicht an Frau Beate Hause und an deren Tochter Michaela überreicht. „Das war doch selbstverständlich, dass wir geholfen haben“, so die bescheidene Reaktion der Geehrten aus Aschau.

Sicherheit an konkreten Beispielen erörtert

 „Sicherheit geht uns alle an“ – diesem Themenkomplex widmete die Sicherheitsgemeinschaft eine ganze Reihe an Vorträgen. Erster Polizei-Hauptkommissar Peter Wendl sprach zum Verhalten bei verdächtigen Wahrnehmungen. „Bürgerhinweise sind für die polizeiliche Arbeit unverzichtbar“, so Peter Wendl, der für den aus Krankheitsgründen verhinderten Amtsgerichter i.R. Jürgen Hornthal auch zu Fragen der Bürgerpflichten und zu unterlassener Hilfeleistung Stellung nahm. Gemeinsam referierten Christine Rosenke als Richterin am Landgericht Traunstein und Rechtsanwalt Walter Poppe zu Bürger- und Notrechten bei rechtswidrigen Angriffen. An konkreten Beispielen erläuterten die Fachleute die Begriffe Notwehr, Nothilfe und Selbsthilfe des Besitzers. Die Beachtung von höherwertigem Rechtsgut gegenüber minderwertigem Rechtsgut bei strittigen Fällen wurde ebenfalls anhand von Beispielen erläutert. Gerade die Notwehr bietet nach diesen Ausführungen für Angegriffene eine gute Rechtslage. Dennoch gilt es Vieles zu beachten, wenn man sich in schwierigen Situationen befindet und zu seinem Recht kommen möchte. Mit großem Beifall wurden die detaillierten Erläuterungen zum Thema „Recht und Sicherheit“ bedacht. Interessant waren auch die Ausführungen von Günter Krumrey. Der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Prien und Umgebung informierte von immer wieder erlebtem, unbewussten Anbau der verbotenen Pflanze Hanf. Auch heuer fand sich des öfteren diese Pflanze in heimischen Gärten. Das Aufkommen des Hanf hängt zum Teil von Vogelfutterresten zusammen. Damit sich die Mitglieder der Sicherheitsgemeinschaft ein Bild von der oftmals unbekannten Pflanze Hanf machen konnte, präsentierte Krumrey einige Fotos. Harmonisch klang die Zusammenkunft der Bürger und Polizisten aus. Bürgermeister Georg Huber von Frauenchiemsee übergab eine von der Inseltöpferei kunstvoll gestaltete Gemeindewappen-Tafel an Polizei-Chef Peter Wendl. Damit ist in der Priener Dienststelle die Sammlung der Gemeindewappen aus dem Dienstbereich komplett.


Sicherheit im Mittelpunkt von Bürgern und Polizei - Jahresversammlung mit ranghohen Präsidenten in Prien: Prien (hö) 03.12.02 – Die seit 1993 bestehende Sicherheitsgemeinschaft Bürger und Polizei im Dienstbereich der Polizeiinspektion Prien e.V. hat derzeit 354 Mitglieder in zwölf Gemeinden. Zudem genießt die Gemeinschaft hohes Ansehen bei übergeordneten Polizeidienststellen und von der Politik. Dies bezeugte der gute Besuch der Jahresmitgliederversammlung im Restaurant Alpenblick in Prien.

Zu den hohen Ehrengästen gehörten der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Dieter Hillebrandt und sein Vize-Präsident Wolf Kreienbaum, Polizeipräsident Karl-Heinz Spörl vom Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei, Leitender Polizeidirektor Franz Mayer von Rosenheim sowie ranghohe Vertreter der JVA Bernau, des Lions-Club sowie aller betroffenen Gemeinden. Priens Bürgermeister Christian Fichtl lobte in seinem Grußwort das ehrenamtliche Engagement von Bürgern und Polizisten und sagte: „In Prien wird Sicherheit groß geschrieben. So erinnere ich nur an die erst vor kurzem beschlossene Anlagen-Satzung und an den Erfolg der Sonder-Kommission im Mordfall Iwanow“. Wie Fichtl weiter sagte, habe Prien zwar eine überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquote, aber einen argen Personal-Engpass bei der Polizei-Inspektion. Vorsitzender Lorenz Kollmannsberger bezeichnete die Sicherheitsgemeinschaft als eine Bürgerbewegung mit großer Aufgaben-Bandbreite. „Die immer seltener werdende Tugend der Zivilcourage ist bei uns noch zu finden“, so der Vorsitzende, der von einer Vielfalt der Aktivitäten im abgelaufenen Jahr berichten konnte. Inhalt der Vereins- und Mitgliederarbeit waren ein Erster-Hilfe-Kurs, Informationsveranstaltungen für Jugendliche, Schulen, Senioren, Kindergarten, Landfrauen Feuerwehren und Trachtler, die Ehrung von Lebensrettern, eine Wallfahrt zum Petersberg, die Beteiligung an verschiedenen Kinderferienprogrammen und ein Partnerschaftsbesuch in Vohenstrauß. Herausragend waren ein Benefiz-Fußballspiel und ein Benefizkonzert für Hochwassergeschädigte im Osten Deutschlands. Über 3.000 Euro kamen direkt zu den Flutopfern. Dafür sagte Eberhard Pilz als Polizeipräsident von Sachsen mit einem Dankschreiben ein herzliches „Vergelt´s Gott“.

Selbstverteidigungskurs bringt 600 Euro für sozial Schwache

An einem Selbstverteidigungskurs mit dem TuS Prien nahmen 25 Frauen teil. Dabei gab es einen Überschuss von 600 Euro. Dieser Betrag wurde an Dritte Bürgermeisterin Renate Hof für soziale Zwecke überreicht. Frau Hof bedankte sich für das Geschenk und informierte, dass damit gerade zu Weihnachten Familien, die nicht auf der Sonnenseite leben, eine Freude gemacht werden kann. Weitere Themen von Vorsitzendem Lorenz Kollmannsberger waren der gemeindeübergreifende Schulterschluss zu Jugendthemen, eine eventuell zu verfassende Resolution der Vorstandschaft zu den geplanten Personaleinsparungen bei der Polizei sowie die Unterstützung der Partnerschaft vom Landkreis Rosenheim mit dem rumänischen Landkreis Temesch. Derzeit und bis zum Ende des Priener Christkindlmarktes bemühen sich fleißige Mitglieder der Sicherheitsgemeinschaft zusammen mit der örtlichen Feuerwehr, mit der Wasserwacht und mit dem Lions-Club mit einem Basar Geld zusammenzubringen.

Rest-Finanzierung des Eisrettungs-Bootes

Geld wird noch  benötigt, um für die Anschaffung eines Eis-Rettungs-Bootes die Restfinanzierung zu schaffen. Ingenieur Reinhold Ficht, der das 100-PS-Boot zusammen mit seinem Sohn entwarf, erläuterte das vor dem Lokal abgestellte Boot und seine Finanzierung. Nach Spenden und Zusagen von Ministerpräsidentengattin Karin Stoiber, den Firmen Feßler und  Eurocon, der Volksbank-Raiffeisenbank, der Sparkasse, der Gemeinden und des Landratsamtes ist die Hälfte der Finanzierung gesichert. „Die zweite Hälfte packen wir auch noch, zumal wir auch von Privatleuten Unterstützung erfahren haben“, so die Verantwortlichen mit dem Hinweis, dass das Eis-Rettungsboot am Basar der noch kommenden Weihnachtsmarkttage in der Priener Fußgängerzone zu besichtigen sein wird. Insgesamt zufrieden stellend mit den Finanzen des Vereins war Kassenprüfer Josef Ritzinger. Er lobte die Kassenführung von Schatzmeisterin Renate Modes. Deren Bericht sowie die Ausführungen von Schriftführer Peter Fenzl machten eine solide Vereinsarbeit deutlich. In der freien Aussprache informierte Günter Krumrey vom Obst- und Gartenbauverein Prien und Umgebung über den Anbau der verbotenen Pflanze Hanf. Thomas Kirchleitner als Dienststellenleiter der Polizei-Inspektion Fahndung Traunstein bedankte sich bei der Sicherheitsgemeinschaft für erfahrene Finanzhilfe als ein junger Kollege und Familienvater bei der Ausübung seines Dienstes um sein Leben kam. „Sicherheit geht uns alle an“ – nach diesem Motto referierten Erster Polizei-Hauptkommissar Peter Wendl sowie Richterin Christine Rosenke und Rechtsanwalt Walter Poppe zu aktuellen Fragen und Themen. Für ihre Vorträge bekamen die Referenten nach dem Beifall der Mitglieder ebenso wie die Polizeipräsidenten ein Kaffee-Haferl der Sicherheitsgemeinschaft zur Erinnerung (über eine Ehrung für couragierte und großzügige Unfall-Hilfe berichten wir noch gesondert).

Oberbaierischer Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender 2003 erschienen: Bayern/Samerberg (hö) 02.12.02 – Seit 16 Jahren gibt es für die Brauchtumsfreunde Bayerns den Oberbaierischen Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender. Die Ausgabe 2003 mit überaus zahlreichen Terminen, Themen und Rezepten wurde dieser Tage im Bratwurstherzl nahe des Münchner Viktualienmarktes vorgestellt. Die Familie Raab aus Iffeldorf legte auch bei dieser Ausgabe größten Wert auf die Darstellung echter und besonderer Bräuche und Besonderheiten aus Kirchenleben und aus den Reihen der verschiedenen Organisationen, die sich der Pflege überlieferter Bräuche annehmen. Auch aus dem Chiemgauer Land sowie von der Hochtalregion Samerberg sind wichtige und interessante Beiträge im neuen Kalender zu finden. Dieser ist ab sofort in den heimischen Buchhandlungen sowie beim Verkehrsamt in Törwang, Telefon 08032-8606 erhältlich.


Chiemseer Tauchverein wird am 18. Januar in Prien-Atzing gegründet : Prien (hö) 02.12.02 – Der Tauchverein „Chiemsee Diver e.V.“ wird am Samstag, 18. Januar ab 19.30 Uhr im Wirtssaal des Gasthofes Stocker in Prien-Atzing gegründet werden. Nach vielen Vorarbeiten und Nachfragen ist es endlich soweit. Wie Initiator Dieter Möcklinghoff aus Zacking mitteilt, ist das Erlernen des Tauchens bereits ab einem Alter von zehn Jahren möglich. Die Gründung eines Tauchvereins hat unter anderem zum Ziele, Hilfestellungen bei Ausbildungen und Ausrüstungen zu leisten sowie Tauchreisen zu organisieren. Auch das gemütliche Beisammensein mit Erfahrungsaustausch soll gepflegt werden. Nähere Informationen zur beabsichtigten Gründungsversammlung gibt es bei Dieter Möcklinghoff, Telefon 08051-4166 oder 0172-2361526.


Vielfältiges Angebot zum ersten Advent in Aschau und Sachrang: Aschau-Sachrang (hö) 29.11.02 – „Es weihnachtet sehr...“- nach diesem Motto sind in der Gemeinde Aschau am ersten Adventwochenende gleich mehrfache Kräfte und Veranstalter aktiv, um vorweihnachtliche Stimmung und Angebote zu vermitteln. Eine über die Gemeinde hinaus bekannte Aktivität ist der Sachranger Weichnachtsbasar zugunsten des Hilfsprogramms von Schwester Hedi in Brasilien und für örtliche Sozial-Einrichtungen. Der Verkauf von selbst gebastelten Adventskränzen, von Gestecken, Geschenken und Spezialitäten beginnt am Sonntag, 1. Dezember ab 10 Uhr in der Sachranger Schule. Besichtigungen sind vorab am Samstag, 30. November möglich. Am 1. Dezember kommt es abends in der Pfarrkirche zu einer volksmusikalischen Einkehr. Dabei wirken mit der Wildenwarter Dreigesang, das Rosenheimer Zithertrio, die Tölzer Sänger, die Priental-Geigenmusi und das Aschauer Klarinettenmusi. Der Eintritt zu diesem Angebot zum ersten Advent durch die Katholische Pfarrgemeinde Aschau ist frei. Ebenfalls am ersten Adventsonntag, 1. Dezember bietet die Kinderklinik Aschau ihren herkömmlichen Weihnachtsbasar an. Dieser ist von 10 Uhr bis 15 Uhr geöffnet.


Danke-Abend für Aschauer Ferienprogramm-Helfer: Aschau (hö) 29.11.02 – Um auf das 12. Aschauer Ferienprogramm Rückschau zu halten, kamen die Verantwortlichen vom Rathaus mit den zahlreichen Vereinsvertretern im Gasthaus Baumbach zusammen. 59 Personen waren eingeladen, denen für das ehrenamtliche Engagement zum Wohle der Kinder Dank gesagt werden konnte. „Ganze 39 Aktionen mit 676 Plätzen hatten wir angeboten. Insgesamt mit einer sehr guten Auslastung“, so Bürgermeister Kaspar Öttl. Sein besonderer Dank galt Elisabeth Linhuber für die Gesamtleitung sowie den engagierten Frauen Getto, Ramsauer und Goßner vom Rathaus für die organisatorischen Anmelde- und Abwicklungsleistungen. Unterstützung gab es darüberhhinaus vom Kreisjugendamt, von der großzügig spendenden Sparkasse und von der Kinderklinik Aschau. Auch 2003 soll wieder ein Ferienprogramm sein. Anregungen sowie Änderungs- und Verbesserungsvorschläge werden jederzeit und gerne im Rathaus entgegengenommen. Als Lohn für das Mitmachen im sommerlichen Ferienprogramm gab es n och eine Brotzeit und ein geselliges Beisammensein für die Mitglieder der Aschauer Ferienprogramm-Familie.


Ortsvereine von Atzing und Wildenwart stimmten sich für 2003 ab: Atzing (hö) 27.11.02 – In das Schützenstüberl der Wildenwarter Schlosswirtschaft hatte der Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing alle Vorstände der Ortsvereine aus dem Bereich der ehemaligen Gemeinde Wildenwart zu einer Aussprache eingeladen. Im Mittelpunkt standen die Terminabstimmungen für das Jahr 2003. Wie Vorstand Albert Rauch vom Atzinger Verein mitteilte, sollte die Tradition der Rücksichtnahme innerhalb eines dichten Vereinsgebietes auch zukünftig gewahrt bleiben. Nach diesem Gedanken war es nicht schwierig, für alle Vereine einen passenden Termin zu finden, ohne ein Vorhaben eines anderen Vereins zu stören. Das wohl größte Ereignis im nächsten Jahr wird das 100jährige Gründungsfest des Wildenwarter Trachtenvereins sein. „Die lustigen Wildenwarter“ feiern dieses vom 26. Juni bis 6. Juli in einem eigenen Festzelt. Der Veteranen- und Kriegerverein von Wildenwart wird im Frühjahr den 75. Geburtstag des Kriegerdenkmals in Prutdorf mit einer feierlichen Maiandacht feiern. Für den Trachtenverein Atzing sind die Waldfeste im Buchenwald von Munzing die bedeutendsten Ereignisse. Diese sind im kommenden Jahr am Samstag, 19. Juli und am Freitag, 25. Juli. Derzeit wird die gesamte Übersicht über alle Vereineveranstaltungen zusammengestellt. Der Terminkalender wird noch vor Weihnachten fertig und er wird dann dank der traditionellen Förderung der Volksbank-Raiffeisenbank Prien kostenlos zur Verfügung stehen.


Atzinger Trachtennachwuchs trifft sich zu Basteltag im Wildenwarter Pfarrheim: Atzing (hö) 25.11.02 – Damit zwischen den Jugendleitern und den Kindern des Trachtenvereins „Daxenwinkler“ Atzing in den Wintermonaten der Kontakt nicht abreisst, kommt es am Samstag, 30. November zu einem gemütlichen Bastelnachmittag im Pfarrheim „Christkönig“ von Wildenwart. Die Mitglieder der Kindergruppe treffen sich hierzu ab 13.30 Uhr und die Dirndl und Buam der Jugendgruppe kommen von 16.30 Uhr bis 19 Uhr zusammen. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Basteltages stehen die Herstellung von Weihnachtsdekorationen und das Vorbereiten von kleinen Geschenken. Für Kinderpunsch und Plätzchen wird ebenfalls gesorgt sein. Kinder und Jugendliche, die bislang noch nicht beim Atzinger Trachtenverein aktiv mit dabei sind, aber an einem Mitwirken Interesse haben, können sich mit ihren Eltern bei diesem zwanglosen Treffen im Pfarrheim mit den Mitgliedern des Jugendleiter-Teams vom Atzinger Trachtenverein abstimmen.


Schafkopfturnier im Wildenwarter Pfarrheim: Wildenwart (hö) 25.11.02 – Willi Osterhammer aus Prutdorf heißt der neue Schafkopfkönig in der Pfarrei „Christkönig“ von Wildenwart. Beim inzwischen 11. Turnier, das seinerseits von Pfarrer Josef Preis ins Leben gerufen wurde, beteiligten sich an vierzehn Tischen insgesamt 56 Kartenspieler aus Wildenwart und aus den angrenzenden Nachbar-Pfarreien. Nach zwei Runden und 60 Spielen siegte Osterhammer mit guten 109 Punkten vor Sepp Ramsauer und Richard Zettl. Als einzige weibliche Teilnehmerin musste sich Irmi Aicher mit nur 38 Punkten und mit dem Schneiderpreis zufrieden geben. Diesen Platz „errang“ sie ganz knapp vor Anton Harntasch aus Prien, der er es auf 39 Punkte brachte. Organisationsleiter Fritz Fuihl dankte bei der Preisverteilung der Metzgerei Bauer aus Frasdorf und der örtlichen Raiffeisenbank. Dank deren Unterstützung bleibt nach den Ausführungen von Pfarrgemeinderasvorsitzender Rosemarie Anner etwas an Geld über, um eine Anschaffung für die Pfarrheimküche zu tätigen. Alle Teilnehmer bekamen Preise in Form von Würsten, Schweinshaxen und Honig.


Auf Weihnachten zua...“ heuer am 22. Dezember mit Singen und Musizieren in der Kirche sowie mit Feier auf dem Dorfplatz von Törwang am Samerberg : Samerberg (hö) 22.11.02 – „Auf Weihnachten zua...“ – nach diesem Motto wird seit einigen Jahren auf dem malerischen Dorfplatz von Törwang in der Gemeinde Samerberg von verschiedenen Ortsvereinen und Kulturgruppierungen eine vorweihnachtliche Veranstaltungsform angeboten. Heuer einigten sich die Veranstalter, dass am vierten Adventsonntag, 22. Dezember bereits um 15 Uhr begonnen wird. Eine Stunde lang wird dann in der Törwanger Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ ein Singen, Musizieren und Rezitieren passend zu den bevorstehenden Festtagen geboten. Dabei wirken mit  der Kirchenchor Samerberg, die Samer Sänger, Bläser aus den Reihen der Samerberger Blaskapelle, die Steinkirchener Stubenmusi, die Bauer Dirndl und Pfarrer Georg Gilgenrainer mit einigen Lesungen. Anschließend wird die vorweihnachtliche Stimmung auf dem Dorfplatz gepflegt. Dabei sorgen die Veranstalter mit verschiedenen Verkaufs- und Verköstigungsständen, dass für Groß und Klein zusätzlich zum kulturellen Angebot auch eine kulinarische Vielfalt zu finden sein wird. Mit einer Lebende Krippe, mit Ständen der Imker, Schafhalter, des Kindergartens, des Obst- und Gartenbauvereins, des Verkehrsvereins und weiteren Aktiven wollen die Samerberger bei freiem Eintritt die wohlige Atmosphäre des Dorfplatzes zwei Tage vor Heilig Abend in den Mittelpunkt stellen. Nähere Informationen zum Ereignis „Auf Weihnachten zua...“ gibt es beim Verkehrsamt in Törwang, Telefon 08032-8606.


Gedenken und Danken bei Sachranger Trachtlern : Sachrang (hö) 21.11.02 – Mit einem Gedenk-Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder in der Ortskirche „St. Michael“ von Sachrang begann die heurige Jahresversammlung für den Trachtenverein „D´Geigelstoana“ von Sachrang. Dabei würdigte Pfarrer Josef Götz das ganzjährige Bemühen der Trachtler um saubere Auftritte und um aktive Integration in das Kirchenleben. Nach dem Gottesdienst traf man sich im Gasthaus „Sachranger Hof“.

Insgesamt 279 Frauen und Männer zählt derzeit der Sachranger Trachtenverein. Einen Teil dieser Mitglieder sowie Ehrenvorstand Simon Bauer und Dritten Bürgermeister Benno Pertl hieß Erster Vorstand Christoph Bauer herzlich willkommen. Eingangs seines Willkommensgrußes bat Vorstand Bauer vor allem dem im abgelaufenen Vereinsjahr verstorbenen Ehrenmitglied Peter Hacherer zu gedenken. Alsdann galt sein Dank allen Aktiven, die am gelungenen Jahresgeschehen beteiligt waren. So zum Beispiel beim Aufstellen eines neuen Maibaumes, bei den durchwachsen besuchten vier Almtänzen, bei der Patenweg-Begehung inklusive Säuberungs-Aktion mit insgesamt 13 Personen auf die Brandlberg-Alm oder beim eigenen großen Dorffest mit Vereinspreisplatteln. Besonders stolz zeigte sich Vorstand Bauer, dass das kleine Dorf Sachrang mit seinem rührigen Trachtenverein beim heurigen Gautrachtenfest in Schleching mit insgesamt 181 einen hervorragenden 12. Platz erreichen konnte. Recht erfolgreich waren auch Martina und Kathrin Bauer sowie Seppi und Andreas Hamberger. Sie schafften es aufgrund ihrer vorderen Ergebnisse beim Gaupreisplatteln bzw. beim Gaudirndldrahn, dass sie im nächsten Jahr der Gaugruppe des Chiemgau-Alpenverbandes angehören werden. Die Sachranger Trachtler sind im übrigen Ausrichter der nächstjährigen Gau-Herbstversammlung am 17. Oktober.  Bestens in Ordnung war der  Kassenbericht von Walter Franzke. Dies bescheinigten die Kassenprüfer Willi Singhartinger und Peter Bauer.

Im Rahmen der Trachtenversammlung kam es auch zu einigen Ehrungen. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden Georg Moser, Lothar Rabe und Sepp Hamberger senior geehrt. Bereits 40 Jahre gehören Christian Parigger und Franz Eder dem Trachtenverein Sachrang an. Und auf ganze 50 Jahre kann Luise Steinbeißer stolz sein. Für alle Geehrten gab es schöne Ehren- und Erinnerungsgaben.


Dirigenten-Wechsel bei Musikkapelle Samerberg anlässlich Herbstkonzert am Samstag, 23. November in der Samerberger Halle: Samerberg (hö) 18.11.02 – Ein besonderes Ereignis steht der Musikkapelle Samerberg sowie den Freunden von heimischer Blasmusik am Samstag, 23. November in der Samerberger Halle bevor. Der langjährige Dirigent der Samerberger Musikkapelle Xaver Stadler wird im Rahmen eines Festkonzertes den Taktstock an seinen Nachfolger Benedikt Paul übergeben. Das Programm des heurigen Herbstkonzertes ab 20 Uhr sieht unter anderem Marsch-, Opern- Polkas und verschiedene Arrangements vor. Eintrittskarten sind noch an der Abendkasse erhältlich.


Lob, Neuwahlen und Ehrungen bei Krieger- und Soldatenkameradschaft von Aschau i. Chiemgau: Aschau (hö) 18.11.02 – Beständigkeit in der Führung der Krieger- und Soldatenkameradschaft von Aschau zeigte sich bei den Neuwahlen im Rahmen der Jahresmitglieder-Versammlung im Katholischen Pfarrheim. Auf allen wichtigen Positionen wurden die bewährten Kräfte wiedergewählt. Im Pfarrheim fand man sich nach dem Gottesdienst und nach der gemeindlichen Heldenehrung am Niederaschauer Kriegerdenkmal ein.

Vorstand Hans Pellkofer freute sich, nach einem ereignisreichen Jahr viele Kameraden begrüßen und für ihr Kommen mit einem Weißwurstessen belohnen zu dürfen. In seinem ausführlichen Jahresbericht informierte Pellkofer unter anderem von der Teilnahme an der Gelöbnisfeier vom GebJgBattl. 231 aus Bad Reichenhall im Hohenaschauer Festhallengelände, von einem geselligen und gut angenommenen Preisschafkopfen, von einem Kameradschaftsabend mit Kesselfleischessen im Cafe Pauli in Höhenberg, von einem erfolgreichen Mitmachen an den Dorfmeisterschaften der Stockschützen sowie von einem Reservistenschießen bei der Bundeswehr in Brannenburg. Dem Kassenbericht von Kassier Bernt Reiter folgten ausschließlich lobende Worte der Revisoren Lorenz Ablinger und Karl Sollinger, die ihrerseits in ihren Ämtern bei den Neuwahlen bestätigt wurden. Die Wahlen ergaben folgende Ergebnisse: Erster Vorstand Hans Pellkofer, Zweiter Vorstand Anton Ablinger, Kassier Bernt Reiter, Schriftführer Rolf Danielowski, Fähnrich Werner Stuhlrainer, Fahnenbegleiter Franz Steinbeißer und Gerhard Pellkofer, Reservistensprecher Michael Wörndl senior, Beisitzer Paul Kink junior und Georg Mix. Die besten Grüße und auch die Glückwünsche für das intakte Vereinsleben überbrachte für die Gemeinde Aschau Dritter Bürgermeister Benno Pertl. Insgesamt 51 Kameraden konnten bei dieser Zusammenkunft für ihre inzwischen 25jährige Vereinszugehörigkeit geehrt werden. Eine besondere Auszeichnung galt noch drei Kameraden, die bereits 40 Jahren der Soldaten- und Krieger-Gemeinschaft von Aschau angehören. Es sind dies Michael Stuffer, Horst Schubert und Georg Zacher. Mit einem geselligen Beisammensein im gut bewirteten Pfarrheim endete das Programm des Volkstrauertages recht fröhlich.


Werner Simon für 25 Jahre Revisorentätigkeit geehrt: Bernau (hö) 18.11.02 – Die Ehrung von Werner Simon für seine insgesamt 25jährige Revisorentätigkeit stellte Schützenmeister Hans Schnaiter von der Schützengesellschaft „Edelweiß“ Bernau im Rahmen der Jahresversammlung im Cafe Rothenwallner in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Schnaiter bezeichnete Simon als wertvoller Beispiel für verlässliche Ehrenamtlichkeit innerhalb des Vereins und er überreichte ihm zum Abschied vom Amt des Revisors einen Geschenkkorb. Nachfolger wurde Fritz Altmann, der bereits früher lange Jahre als Kassier den Edelweiß-Schützen zur Verfügung stand.

Erfreut zeigte sich Schützenmeister Schnaiter bei seiner Begrüßung, dass unter den Ehrengästen auch Bürgermeister Klaus Daiber, Zweiter Bezirksschützenmeister Eberhard Schuhmann und einige Ehrenmitglieder des Vereins waren. Herzliche Glückwünsche galten Eberhard Schuhmann für seine jüngste Auszeichnung „Chiemgauadler am Band“ und Schützenkamerad Florian Fischer, der in der Gaumeisterschaft den ersten Platz errang. Die beiden Rundenwettkampfmannschaften erreichten in der Gau-Klasse sowie in der C-Klasse jeweils einen guten zweiten Platz. Schriftführer Willi Schellmoser erinnerte mit seinem detaillierten Bericht an die Vielfalt der Vereinsaufgaben im abgelaufenen Jahr. Dem fügte Zweiter Kassier Willi Schellmoser senior seinerseits einen zufrieden stellenden Finanzbericht hinzu. Im Rahmen der Neuwahlen kam es zu einigen Veränderungen. Zum neuen Kassier wählte die Versammlung Siegfried Kaufmann. Für die bisherigen Jugendleiter Florian Fischer und Hubert Haas übernahmen Markus Riedl und Markus Bauer die entsprechenden und für den Verein auch überaus wichtigen Aufgaben. Abschließend dankte Schützenmeister Hans Schnaiter allen ausgeschiedenen und auch den neu gewählten Vereinskameraden für die Bereitschaft zur Arbeit innerhalb des Vereins. Mit einem Ausblick auf die kommenden Termine und Aktivitäten endete der offizielle Teil der Zusammenkunft der Edelweiß-Schützen. Es schloss sich eine gesellige Unterhaltung an.

Lob für Jugendarbeit, Ehrungen und Heimatabend im Mittelpunkt der Hohenaschauer Trachtenversammlung: Hohenaschau (hö) 18.11.02 – In seiner inzwischen von ihm zum 21. Mal geleiteten Jahresversammlung konnte Erster Vorstand Schorsch Pfaffinger vom Trachtenverein „D´Griabinga“ Hohenaschau eine schöne Anzahl der insgesamt 508 Mitglieder im Alpengasthof Brucker willkommen heißen. Die Ehrung verdienter Mitglieder stand dabei ebenso im Blickfeld des Interesses wie die Bewertung der heurigen Aktivitäten und die Planung für die Zukunft. Zu den Ehrengästen gehörten Bürgermeister Kaspar Öttl und Ehrenbürger Baron Rasso von Cramer-Klett.

Ausführlich erinnerte Pfaffinger in seinem Rückblick auf das abgelaufene Trachtenjahr. Wichtig war es dem Vorstand, dass das gute Miteinander  mit der Gemeinde und mit den in der Gemeinde tätigen Trachtenvereinen Niederaschau und Sachrang einerseits und andererseits das eigene aktive Mitmachen innerhalb der Gemeinschaft des Chiemgau-Alpenverbandes bestehen bleiben. Bürgermeister Öttl würdigte das Engagement der Hohenaschauer Trachtler und bat speziell bei den Heimatabenden, dass man an diesen festhalten wolle und solle. Diese Bitte kam trotz der Erkenntnis von Kassier Herbert Reiter, dass die Heimatabende im heurigen Jahr vom Besucher-Interesse her zwar nicht nachgelassen haben, aber die Ausgaben gestiegen sind. „Lasst uns gemeinsam einen Weg für die Stützung der Heimatabende suchen“, so der Bürgermeister, der grundsätzlich die Brauchtumsarbeit im Priental als vorbildlich bezeichnete. Die Führung der von vielen Ausgaben und Aufgaben „angeknapperten“ Vereinskasse bezeichneten die Revisoren Lenz Ablinger und Karl Sollinger als mustergültig.

Erster Vorplattler Claus Reiter brachte in Erinnerung, dass die aktiven Dirndl und Buam ein internationales Jahr hatten. Neben den herkömmlichen und vielfältigen Chiemgauer Auftritten und Proben gab es von einem Teil der Aktiven eine Teilnahme bei einem großen Völkerveständigungs-Fest in Afrika und sozusagen im Gegenzug gab es einen Besuch von Trachtenfreunden aus Kanada in Hohenaschau. Erfreuliches konnte Jugendleiter Werner Grill berichten. Ihm gehorchen bei den vielen Proben momentan 28 Kinder. Eine viel versprechende Anzahl an Buam und Dirndl wenn man bedenkt, dass die Hohenaschauer Trachtler viele Jahre immense Nachwuchssorgen hatten. Röckefrauenvertreterin Ida Feistl konnte bekannt geben, dass Trachtenwartin Hilde Dufter vom Chiemgau-Alpenverband im Januar zu einem Gedankenaustausch nach Hohenaschau kommen wird.

Ehrungen und Lob

Bereits seit 25 Jahren gehören folgende Trachtenförderer dem Hohenaschauer Verein an: Baronin Peggy von Cramer-Klett, Hermann Gabler, Werner Gunkel, Katharina Heinisch, Anton Osterhammer, Irmi Pfaffinger und Anna Zettl. Für die erwiesene Treue zum Verein bedankten sich die Vorstände Schorsch Pfaffinger und Hartl Pehse mit ehrenden Präsenten. In der freien Aussprache regte Vereinskamerad Siegfried Genzinger an, im kommenden Jahr mit dem Vereinsstadel-Bau zu beginnen. Wolfgang Rucker stellte in seinem Beitrag die Bedeutung der gewachsenen Jugendarbeit innerhalb des Hohenaschauer Trachtenvereins heraus. Mit einem geselligen Beisammensein klang die Trachtlerversammlung in Hohenaschau aus.

Kripperl-Bauen beim Priener Trachtennachwuchs: Prien (hö) 17.11.02 – Ein ganz und gar passendes Thema für die Beschäftigung der Jugendlichen und Kinder nach Ablauf der sommerlichen Veranstaltungssaison haben sich die Verantwortlichen des Priener Trachtenvereins für diesen Herbst einfallen lassen. Unter der Leitung der Jugendleiter Marianne Bartl und Peter Dangl und unter Mithilfe zahlreicher weiterer Ehrenamtlicher wird für über 20 Dirndl und Buam an vier Abenden ein Kripperl-Bauen durchgeführt. Die Räumlichkeiten des Priener Trachtenheimes sind hierzu bestens geeignet, um die Holz-, Ausgestaltungs-Arbeiten zu ermöglichen. Während die Größeren sich der Herausforderung einer ganzen Krippe stellen beschäftigen sich die Kleineren mit Modellier-Aufgaben. Bis zum Advent-Beginn sollen die gemeinschaftlichen Bastel- und Herstellungsarbeiten abgeschlossen sein.


Generalversammlung billigt Wiederholung der Freilichtspiele vom Samerberg für das Jahr 2004 : Samerberg (hö) 17.11.02 – „Am Samerberg braut sich wieder Etwas zusammen“, mit diesen Interesse weckenden Worten informierte Erster Vorstand Hans Sattlberger vom Grainbacher Trachtenverein Hochries-Samerberg über die Möglichkeit, den im Jahr 2000 dargebotenen und überaus erfolgreichen Freilichtspielen eine Wiederholung zuteil werden zu lassen. Vorab berichtete Vorstand Sattlberger, der bereits bei den Aufführungen als Beitrag zum Millineums-Programmes des Freistaates viele Ideen und Initiativen eingebracht hatte, von einem breiten Interesse an einer Wiederholung.

„Gönner und Sponsoren haben sich ebenso gemeldet wie Einheimische und damalige Besucher“, so Vorstand Sattlberger, der weiter sagte: „Natürlich können wir ein Freilichtspiel von der Güte und von der Anforderung nicht nur alle 1000 Jahre spielen. Aber allzu schnell wollten wir uns dieser Herausforderung nicht gleich wieder stellen“. In seinen weiteren Ausführungen erläuterte er all die Punkte, die für und auch jene, die gegen eine rasche Wiederholung sprechen. Bei den Vorteilen überraschten nicht nur Spenden-Zusagen von begeisterten Freunden des Freilichtspieles, sondern auch die Bereitschaft der arg strapazierten Spieler und Verantwortlichen von den Aufführungen im Jahr 2000. Spielleiter Hansi Bauer will zusammen mit Theaterspielleiter Peter Wiesholzer und mit der zugesagten Mithilfe von Horst Rankl aus Rosenheim das 2000er-Spiel mit einigen Szenen-Ergänzungen aktualisieren. Pfarrer Georg Gilgenrainer, der vor zwei Jahren zusammen mit Pfarrer Dr. Hans Huber eine aktive Sprecherrolle im Freilichtspiel übernahm, sagte spontan zu, wieder mit von der Partie zu sein. Nachdem es für eine Vorbereitung für 2003 zu kurzfristig wäre, schlug Hans Sattlberger das Jahr 2004 vor. „Wir müssen eine gerade Jahreszahl nehmen, um nicht mit den ebenso wichtigen Stadtspielen von Rosenheim zusammenzufallen“, so Hans Sattlberger. Nachdem es im Jahr 2006 zum 110. Vereinsjubiläum der Grainbacher Trachtler kommt und weil es für 2008 doch einige „Abwanderungen“ von aktuellen Bereitschaften geben könnte, war das übernächste Jahr schnell Favorit, um die Freilichtspiele neu aufleben zu lassen. Wirtin Sabine Holzner vom Gasthaus Maurer in Grainbach sagte ihrerseits ebenfalls gleich zu, so dass der bewährte Standort zwischen Kirche und Wirtshaus wohl wieder infrage kommen wird. Hans Sattlberger will nach erfolgter Anfrage auch wieder versuchen, eine passende Holztribüne für die Zuschauer zu errichten. „Tun wir uns das große Kreuz eines zeit- und arbeitsaufwendigen Zieles zugunsten der Vermittlung unserer heimatlichen Geschichte auf, denn wir tun damit wirklich Gutes“ – dieser Appell von Hans Sattlberger zeigte Früchte. Bei der abschließenden Abstimmung waren alle Mitglieder des Trachtenvereins einstimmig dafür, 2004 wieder Freilichtspiele am Samerberg zu zeigen. Damit die Vorbereitungen bereits jetzt beginnen können, einigte man sich zusätzlich darauf, einen für das kommende Jahr vorgesehenen Samerzug nach Südtirol und ein großes Samerfest nicht durchzuführen. 


Maibaum von Grainbach von Föhnsturm umgerissen : Grainbach  (hö) 17.11.02 – Ein Opfer der Föhnstürme vom Wochenende wurde am Samerberg unter anderem auch der Maibaum des Grainbacher Trachtenvereins Hochries-Samerberg. Unmittelbar neben der Vereinsgaststätte „Hamper“ inmitten des  Ortes Grainbach riss es den Baum nieder. Etwas Sachschaden entstand am Dach des Nachbarhauses. „Er ist gut gefallen“, damit meinte Trachtenvorstand Hans Sattlberger im Rahmen der am selben Tag stattgefundenen Mitgliederversammlung das Glück, dass keine Personenschäden zu verzeichnen waren. Der gesamte Baum bzw. seine Reste wurden umgehend von den Trachtlern weggeräumt. „Eigentlich hätten wir ihn noch ein Jahr haben wollen, zumal die jüngste Baum-Untersuchung ein sehr positives Ergebnis zeigte. Aber jetzt brauchen wir einen neuen Baum-Spender“. Spontan meldete sich Hans Stuffer vom Lamprechthof in Kohlgrub. So gibt es im nächsten Jahr am Samerberg die Rarität, dass sowohl in Rossholzen als auch in Grainbach zum 1. Mai ein neuer Maibaum aufgestellt werden wird.


Rosenheimer Bauernhof-Anbieter erkundigen sich im Allgäu : Landkreis Rosenheim (hö) 16.11.02 – Mit gut 60 Bäuerinnen und Bauern aus den Reihen der aktiven Mitglieder von „Urlaub auf dem Bauernhof Wendelstein-Chiemsee“ machte sich deren Geschäftsführer Paul Arnold aus Almertsham auf eine Informationsreise. Ziel war das Allgäu und dort zum Anfang der Fünf-Sterne-Betrieb der Familie Herz im Oberallgäuer Ort Wertach. Die Herz-Familie hat sich mit ihren sieben Ferienwohnungen voll auf Familien mit Kindern und dies mit entsprechenden Einrichtungen spezialisiert. Als zweite Station besuchte man den Gesundheits- und Kneipp-Bauernhof der Familie Amman aus Unterjoch im Allgäu. Dort werden im allergikerfreundlichen Klima viele Gesundheitseinrichtungen wie Sauna, Solarium und Massagen in bäuerlicher Hof-Atmosphäre angeboten. Nach den beiden Führungen durch die erfolgreichen Bauernhöfe ging die Fahrt weiter zur Allgäu-Keramik in Altmannstadt bei Hindelang. Bei Kaffee und Kuchen dankte dort Paul Arnold dem Maschinenring Oberallgäu für die Reisevorbereitungs-Hilfe und für die fachkundige Begleitung. Unter den interessierten Fahrtteilnehmern befand sich auch Marlies Schwaller als Vertreterin vom Amt für Landwirtschaft in Rosenheim.


11. Rosenheimer Arzt-Patienten-Seminar: Frauenherzen schlagen länger: Rosenheim/Prien, 14.11.2002. Schlagen Frauenherzen anders? Mit welcher Ernährung kann ich einem Herzinfarkt vorbeugen? Sind Herzrhythmusstörungen gefährlich? Über 400 Besucher kamen am Dienstag zum 11. Rosenheimer Arzt-Patienten-Seminar ins Ku'Ko, um auf diese und andere Fragen rund ums Herz fachlich fundierte Antworten zu bekommen. Und sie wurden nicht enttäuscht: Drei Herzspezialisten und eine Epidemiologin informierten in Fachvorträgen über aktuelle Erkenntnisse der Herzmedizin und gaben den Seminarteilnehmern viele praktische Tipps, wie sie ihr Herz gesund erhalten können.

"Prävention wird immer wichtiger", stellte Helmut Bernth, Direktor der AOK Bayern in seiner Begrüßungsansprache fest. Angesichts der Krise im
Gesundheitswesen, die durch immense Krankenkosten verursacht werde, müssten die Menschen dringend umdenken und aktiv etwas für ihre Gesunderhaltung tun. Dem stimmte in ihrem Grußwort auch Gabi Bauer zu. Die Oberbürgermeisterin hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft für das 11. Rosenheimer Arzt-Patienten-Seminar übernommen und dankte den Veranstaltern - der Klinik St. Irmingard in Prien, der AOK-Direktion Rosenheim und der Deutschen Herzstiftung - für ihr langjähriges Engagement in Sachen Prävention.

Frauen konnten sich beim Rosenheimer Herzseminar besonders freuen, denn: weibliche Herzen schlagen im Durchschnitt acht Jahre länger als männliche.
Warum das so ist, erklärte Dr. Hannelore Löwel. Sie untersucht am Münchner Institut für Epidemiologie das Herzkreislaufrisiko bei Frauen und Männern im Alter von 25 bis 74 Jahren. Seit 1984 werden dazu bei 400.000 Einwohnern in der Region Augsburg die Häufigkeit und Verteilung der Risikofaktoren für Herzkreislaufkrankheiten statistisch ausgewertet. Das Ergebnis: Frauen(herzen) leben länger (aufgrund der höheren Lebenserwartung) und
erleiden seltener und erst später im Leben einen Herzinfarkt als Männer.

Schlechter sieht es hingegen für die Frauen aus, die übergewichtig sind, an Diabetes mellitus oder Bluthochdruck leiden, hohe Cholesterinwerte haben und
rauchen. Hier erhöht sich das Herzinfarkt-Risiko auch bei Frauen beträchtlich. Weitere interessante Erkenntnisse der Studie: Frauen haben bei einem Herzinfarkt neben dem einsetzenden Brustschmerz häufig andere Begleitsymptome als Männer. Frauen leiden im Akutfall öfter unter Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen im Rücken, während bei Männern verstärkt kalter Schweiß, Atemnot und Todesangst auftreten. Auch die Lebensumstände spielen eine Rolle: Da Frauen bei Eintritt eines Herzinfarktes häufiger allein zu Hause sind als Männer, haben sie seltener jemand, der ärztliche Hilfe für sie rufen kann. Die traurige Folge: Mehr Frauen als Männer sterben infolge eines Herzinfarktes noch vor Erreichen des Krankenhauses.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, haben sowohl Frauen als Männer die Möglichkeit, sich durch eine gesunde Ernährung vor Herzkreislauferkrankungen zu schützen. In den letzten Monaten hat es in den Medien darüber sehr widersprüchliche Meldungen gegeben. Dr. Ulrich Hildebrandt, leitender Oberarzt der Klinik St. Irmingard und Initiator des Rosenheimer Arzt-Patienten-Seminars, zeigte in seinem Vortrag auf, welche
Ernährungsempfehlungen gesichert sind, und wie mit den" 3 O's und dem G" sogar bei einem genussvollen Essen der optimale Schutz für das Herz erreicht
werden kann. Dabei steht das erste O für Omega-3-Fettsäuren (z. B. in Makrele, Lachs und Hering), das zweite O für die stabileren einfachen
ungesättigten Fettsäuren (z. B. in Olivenöl) und das dritte O und das G für den Schutz durch sekundäre Pflanzenstoffe in Obst und Gemüse (z. B. in
Tomaten, grünem Tee, Äpfeln und Knoblauch). Zum Schluss betonte Dr. Hildebrandt noch einmal die Wichtigkeit, eine bewusste Ernährung immer mit
einer regelmäßigen körperlichen Aktivität zu verbinden.

Zwei weitere Vorträge über Herzrhythmusstörungen (Referenten: Dr. Michael Bierner von der Kardiologischen Praxis Rosenheim und Prof. Dr. Wolfgang
Krawietz vom Klinikum Rosenheim) rundeten das 11. Rosenheimer Arzt-Patienten-Seminar ab. Die Teilnehmer nutzten nach den Referaten die
Gelegenheit, den Herzexperten Fragen zu stellen. Sie konnten sich außerdem in der Pause an zahlreichen Ständen über die Quickwertselbst-bestimmung, die Deutsche Herzstiftung, die Gesundheitswelt Chiemgau und über die von der Klinik St. Irmingard durchgeführten Herzwochen auf Frauenchiemsee und Kreta informieren. Auch eine Messung der persönlichen Cholesterin-, Blutzucker- und Blutdruckwerte war möglich.


Überdurchschnittliche und überregionale Schießleistungen bei den Aschauer Gebirgsschützen – Hauptmann heimst beste Ergebnisse ein: Aschau (hö) 11.11.02 – Hauptmann Totila Meissner hatte bei der jüngsten Jahresversammlung der Königlich Bayerischen Gebirgsschützenkompanie von Aschau nicht nur Grund, sich über seine aktiven und treuen Vereinskameraden zu freuen, sondern auch für seine persönlichen Erfolge im Rahmen der vereinsinternen und überörtlichen Schießwettbewerbe. Bei den mit großer Spannung erwarteten Jahresergebnissen schnitt der Hauptmann selbst am besten an. Und zudem gewann er die von Schützenkamerad Ferdinand Erkert zu seinem 70. Geburtstag gestiftete Ehrenscheibe.

In guter Tradition gehört die Bekanntgabe der Schießergebnisse zum Mittelpunkt der Jahresversammlung. Erster Termin war das große Püxenschießen in Bad Reichenhall. Dabei erreichte Totila Meissner bei den Senioren mit 93 Ringen den ersten Platz. Die Mannschaften von Aschau kamen auf die Plätze zehn und zwölf. Beim Gästeschießen in Rosenheim erreichte bei den Marketenderinnen Stefanie Scheck mit 93 Ringen einen glänzenden ersten  Platz. Die Mannschaft Aschau I kam mit Hans Rucker, Totila Meissner, Martin Klampfleitner und Korbinian Mayer auf einen hervorragenden fünften Platz. Von insgesamt 29 Mannschaften kam das zweite Team aus Aschau immerhin auf den darauf folgenden sechsten Platz. Beim Bundesschießen in Kreuth und beim Bataillonsschießen in Oberaudorf kam es zu weiteren guten Platzierungen. In der Kompaniewertung, zu der von vier Terminen insgesamt acht Schießwertungen herangezogen werden, setzte sich im dritten Jahr hintereinander Totila Meissner mit 389 Ringen von 400 möglichen Ringen als Gesamtsieger durch. Mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis gewann er vor Rottmeister Hans Rucker und vor Schütze Martin Klampleitner. Für diese Leistungen innerhalb der Karabinerbewertung gab es die Goldene, Silberne und Grüne Schützenschnur. Beim Wanderpokal mit den Feuerstutzen gewann auch heuer wie schon im letzten Jahr Hans Rucker. Für den 70. Geburtstag von Ferdl Eckert malte Irene Eberle aus Neubeuern eine schöne Scheibe mit Aschauer Motiven. Aufgrund des besten Blattl nach dem Schießen mit dem Feuerstutzen bekam diese Scheibe Hauptmann Totila Meissner. Die Scheibe wird zukünftig gemäß guter Vereinstradition die Vereinsgaststätte Brucker in Hohenaschau zieren.


Müssen sich die Bernauer Trachtler um eine Bleibe für Proben und Veranstaltungen sorgen? Ungewisse Zukunft der Gaststätte Kampenwand bereitet Sorgen: Bernau (hö) 11.11.02  – Kommen schwierige Zeiten auf den Trachtenverein Bernau zu oder kommt schon bald eine neue Pächterlösung für die Gaststätte „Kampenwand“, um weiterhin im dortigen Saal proben und Aufführungen gestalten zu können? Diese Fragen stellten sich bei der Jahresversammlung des Bernauer Trachtenvereins „Staffestoana“ als sich der bisherige und wiedergewählte Trachtenvorstand Matthias Schnaier bei Wirt und Pächter Detlef Both mit einem Ehrenteller für insgesamt 13jährige und sehr gute Zusammenarbeit bedankte. Zum Ende des Monats verlässt Detlef Both seine wirtschaftliche Wirkungsstätte und ein Nachfolger ist derzeit nicht bekannt..

Wie zu erfahren war, war bereits ein Nachfolger in Sicht. Nachdem sich dieser jedoch kurzfristig anders entschied, hoffen die Bernauer, dass der Übergang für sie nicht allzu problematisch sein wird. Schließlich ist der Verein mit seiner Kinder-, Jugend- und Aktivengruppe auf die Probenmöglichkeiten und bei Veranstaltungen auf den Saal angewiesen. Wegen der bestehenden Unsicherheit gab Vorstand Schnaiter die nächsten Termine nur unter entsprechendem Vorbehalt bekannt. Diese sind im noch gesicherten Zeitraum am Samstag, 23. November der Besuch des Jubiläums „50 Jahre Blaskapelle Bernau“, am Samstag, 7. Dezember der traditionelle Vereins-Hoagart, am 25. Januar ein Röckefrauen-Kranzl, am 3. März ein Trachten-Tauschmarkt, am 22. März ein Preisschafkopfen sowie am 21. April der Trachtenjahrtag mit Versammlung und mit abendlichem Tanz der Ortsvereine. Über die Orts- und Saalveranstaltungen hinaus wollen sich die Bernauer Trachtler im nächsten Jahr auch bei den Terminen des Chiemgau-Alpenverbandes, insbesondere beim Gautrachtenfest Ende Juli in Übersee und an der Wallfahrt nach Raiten am Christi-Himmelfahrts-Tag beteiligen.

Spender für neuen Maibaum noch gesucht

 Ein weiterer wichtiger Termin ist am 1. Mai das Aufstellen des Maibaumes. Hierfür hofft die Vorstandschaft noch auf einen Baumspender und nach dem Arbeiten des Baumes wird man in gewohnter Manier nach eventuellen Dieben Ausschau halten. Falls die Saalmöglichkeiten dann noch oder wieder bestehen ist für diesen Tag ein Maitanz geplant. Der erste Heimatabend des nächsten Jahres ist am 8. Juni angesetzt und das Dorffest zusammen mit der Blaskapelle Bernau wäre bei entsprechender Witterung am 9. August. In Planung ist von der Gemeinde Bernau zur Zeit ein größerer Vereinsstadel, der auch den Trachtlern einen Unterschlupf für deren umfangreiches Material bieten soll.

 Für mindestens 30jährige Mitgliedschaft zeichnete die Vorstandschaft folgende Trachtlerinnen und Trachtler mit einer Urkunde aus: 2. Vorstand Wolfgang Weingartner, Elisabeth Stephan, Theresia Bauer, Robert Rupp, Josef Nikolusi, Günter Reuper, MdB Wolfgang Zeitlmann, Georg Philipp, Balthasar Lackerschmid, Trachtenschneider Hermann Huber, Donat Aufschneider, Fritz und Schorsch Winkler, Georg Bauer und Alois Schlosser senior.  Ihnen allen dankte Vorstand Matthias Schnaiter für ihre Vereinstreue und für ihren aktiven Beitrag zum Gelingen der Brauchtumsarbeit in Bernau bei den „Staffestoana“.


Bernauer Trachtenverein geht mit neuer Vorstandschaft in neues Jahr – Versammlung im Gasthaus Kampenwand: Bernau (hö) 11.11.02 – Matthias Schnaiter steht auch in den nächsten Jahren an der Spitze des Bernauer Trachtenvereins „D´Staffestoana“. Ihm zur Seite bleibt weiterhin sein bisheriger Vertreter Wolfgang Weingartner. Neu in der teilweise veränderten Vorstandschaft ist Franz Praßberger junior als Schriftführer. Er löste die langjährige und hoch geschätzte Schriftführerin Anni Weingartner ab. Ihr und dem gesamten Verein galt bei der Jahresversammlung im Saal der Gaststätte „Kampenwand“ ein herzlicher Dank von Bürgermeister Klaus Daiber, der auch als versierter Wahlleiter fungierte.

Ehe sich die Bernauer Trachtler ausgiebig informierten und um eine neue, komplette Mannschaft schauten, hieß Vorstand Schnaiter in besonderer Weise Pfarrer Wilhelm Gröner einen Tag nach dessen 80. Geburtstag, Ehrenvorstand Balthasar Obermaier sowie die beiden Bürgermeister Klaus Daiber und Matthias Vieweger willkommen. Anni Weingartner berichtete von ihren handgeschriebenen Aufzeichnungen aus dem sehenswerten Chronik-Buch vom Auf und Ab des Vereinsgeschehen im letzten Jahr. Zu den wertvollsten Aktivitäten der Trachtler gehörte eine 750-Euro-Spende für die Bernauer Hochwasser-Geschädigten. Anderl Pertl hatte bei jeweils 23.000 Euro an Einnahmen und Ausgaben ein ziemlich ausgeglichenes Kassenkonto. Prüfer Peter Osterhammer würdigte die Umsicht und saubere Arbeit von Pertl, der diese Aufgabe bereits seit 16 Jahren erfüllt. Seinem Wunsche nach Wachablösung konnte bei den Neuwahlen aufgrund mangelnder Bereitschaften nicht entsprochen werden. Lediglich Kamerad Walter Berger stellte in Aussicht, in zwei Jahren die Aufgabe übernehmen zu wollen. Von 17 Dirndl, 10 Buam, 21 Proben und 6 Heimatabenden berichtete Vorplattler Peter Riepertinger in seinem Bericht. Besonders stolz waren die Ergebnisse der aktiven Buam beim heurigen Gaupreisplatteln in Schleching. Jugendleiterin Maria Winkler dankte den Eltern von insgesamt 55 Kindern und Jugendlichen, die sie zusammen mit Christian Deingruber und den Probenmusikanten Seppi Lackerschmid und Martin Riepertinger betreute. Auch sie hatte mit 40 Proben viel zu tun, um sich für die verschiedenen Auftritte und Preisplatteln vorzubereiten. Bevor Bürgermeister Klaus Daiber zu den Neuwahlen kam, dankte er mit den Worten: „Ihr Bernauer Trachtler habt Großes im ganzen Jahr geleistet. Mit Euch können wir uns immer und überall sehen lassen“.

Heimatabende sollten beibehalten bleiben

 Zu den Heimatabenden, deren Besuche zu wünschen übrig ließen, regte er an, diese mit einer Art Almtanz zu verbinden. Die Gemeinde wird auch 2003 zu den Ausgleichszahlungen stehen, da für die Kinder- und Jugend diese Heimatabende ganz wichtig sind. Besonders schön war der gemeinsame Heimatabend mit Gästen aus der Pfalz, die im kommenden Jahr von den Bernauer Trachtlern besucht werden sollen. Die Wahlen erbrachten dann folgende Ergebnisse: 1. Vorstand Matthias Schnaiter, 2. Vorstand Wolfgang Weingartner, 1. Kassier Anderl Pertl, Jugendleiterin Maria Winkler, neuer Stellvertreter Sepp Lackerschmid junior (ihnen wurde weitere Unterstützung ohne Wahlauftrag durch Angelika und Franz Weingartner zugesagt, da die Bernauer so viele Nachwuchskräfte haben), Vorplattler Peter Riepertinger und Donat Fischer, Dirndlvertreterin Marianne Fischer, Fahnenabordnung Andreas Winkler, Christian Deingruber und Andreas Rummelsberger, Röckefrauenvertreterin Anni Berger (sie löste nach langjähriger, guter Arbeit Rosi Hirmer ab), Kassenprüfer Peter Osterhammer sowie als Beisitzer Georg Bauer, Christian Lackerschmid und Michi Heitzmann. Einer der ersten Gratulanten war Pfarrer Gröner, der den Trachtlern für ihr Mitgestalten und Mitfeiern anlässlich seines dreifachen Jubiläumsjahres besonders dankte. Nachdem im Vorjahr Gretl Fischer und Eberhard Schuhmann an der Jahresversammlung nicht teilnehmen konnten, erhielten Sie heuer die Auszeichnung für 30jährige Vereinstreue in Verbindung mit der Ernennung zu Ehrenmitgliedern. (Über weitere Ehrungen und Termine 2003 berichten wir noch).


Zusammenhalt, Hochwasser und viele Aktivitäten prägten Jahresversammlung der Priener Trachtler – Ehrungen bei der Jahresversammlung im Trachtenheim : Prien (hö) 10.11.02 – Kameradschaftlicher Zusammenhalt über die Brauchtumspflege hinaus war heuer für die derzeit 372 Mitglieder des 107 Jahre alten Priener Trachtenvereins gefragt. Wie Vorstand Josef Messerer den insgesamt 94 Ehrenmitgliedern und Mitgliedern bei der Jahresversammlung im eigenen Trachtenheim mitteilte, war das abgelaufene Jahr von vielen Aktivitäten, aber auch vom Hochwasser geprägt. Erfolgreich war der Verein auch in der Kinder-, Jugend- und Aktivenarbeit wie die verschiedenen Rechenschaftsberichte weiter zeigten.

Eingangs der Versammlung erinnerte Vorstand Messerer in einem Totengedenken vor allem an die im abgelaufenen Vereinsjahr verstorbenen Kameraden. Zu ihnen gehörten mit Georg Fischer und Gerhard Schraml zwei außerordentlich verdienstvolle Trachtler. Besonders ausführlich informierte Schriftführerin Marianne Fische über das Geschehen der letzten zwölf Monate. Sie dokumentierte alle Termine und brachte auf angenehme Weise die Vielfalt der Trachtlereinsätze in Erinnerung. Eine nicht so gute Jahresbilanz musste Kassier Peter Thaurer vorlegen. Aufgrund der Absage des Marktfestes an den Augusttagen des Hochwassers spülte dieses auch einen Teil der Rücklagen aus der Kasse. Dank der finanziellen Unterstützung der örtlichen Volksbank beim Preisplatteln war das Defizit allerdings nicht mehr ganz so groß. Lob für die Arbeit des Kassiers kam von Erwin Mrotzek, der zusammen mit Ernst Mayer die Prüfung der Trachtenfinanzen vornahm.

Viele Aktivitäten bei Röckefrauen, Aktiven und Jugend

Überaus aktiv waren im abgelaufenen Jahr nach den Ausführungen von Röckefrauenvertreterin Christine Wallner die Frauen im Verein. Sie beteiligten sich unter anderem mit einem Herreninsel-Ausflug und mit dem Kräuterbuschenbinden am Ferienprogramm der Marktgemeinde. Fleißig und nützlich waren sie bei der Tombola für die Hochwassergeschädigten am Marktplatz und beim Kuchenverkauf anlässlich des ersten Priener Bauernmarktes zum gleichen Zweck. In diesem Zusammenhang konnte Vorstand Sepp Messerer mitteilen, dass der Priener Trachtenverein insgesamt 2.200 Euro für hochwassergeschädigte Priener Familien an Bürgermeister Christian Fichtl bei einem gemeinsamen Besuch im Priener Heimatmuseum überreichen konnte. Von 20 Gesamt- und 12 Gruppenproben berichtete auch im Namen von Ersten Vorplattler Georg Fischer junior sein Stellvertreter Lenzi Stockinger. Erfreuliche Ergebnisse gab es heuer bei den verschiedenen Preisplatteln, wobei der Trachtenverein Prien Gastgeber des Sechs-Vereine-Preisplattelns war. Zum Dank für ihre stete Mithilfe überreichte Stockinger an Dirndlvertreterin Annemarie Thaurer einen Blumenstrauß. Marianne Bartl als Jugendvertreterin hatte mit ihren etwa 30 Dirndl und Buam insgesamt 30 Proben im Trachtenheim abgehalten. „Wir wollen das ganze Jahr über mit unserem Nachwuchs in aktiver Verbindung bleiben“, so die Jugendwartin mit dem Hinweis, dass die Kinder und Jugendlichen gerne an einem Kurs für Serviettentechnik, an einem Kochkurs oder beim Kripperlbauen mitmachen.

Schwankende Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen

Bei all den gut funktionierenden Abteilungen des Vereins hatte Trachtenvorstand Sepp Messerer vielfachen Grund zum „Vergelt´s Gott – Sagen“. Sein besonderer Dank galt den Mitgliedern, die sich alljährlich an der Wallfahrt nach Raiten in großer Zahl beteiligen. Etwas mehr Besucherzuspruch hätte sich Vorstand Messerer gerne beim Sänger- und Musikanten-Hoagart sowie beim Faschingskranzl gewünscht. Zu den Heimat- bzw. Brauchtumsabenden in Prien sagte er: „Hier müssen wir uns Gedanken machen, sonst gibt es diese bald nicht mehr“. Christine Wallner meinte hierzu in der freien Aussprache, dass die Heimatabende neue Ideen und mehr Unterstützung brauchen und forderte alle Trachtlerinnen und Trachtler auf, ihre Vorschläge in eine Art Ideenbörse einzubringen. Mit Stolz verkündete Sepp Messerer noch, dass der Priener Trachtenverein den zweiten Platz beim heurigen Marktschießen erzielen konnte. Dritte Bürgermeisterin Renate Hof würdigte die vielfältigen Aktivitäten des Priener Trachtenvereins mit einem Grußwort. „Ihr seid immer da, wann und wozu immer wir Euch in der Gemeinde oder in der Kirche brauchen“, so die Bürgermeisterin, die zugleich zum aktiven Mitmachen beim Marktpatrozinium am 25. November einlud. Des Weiteren bat sie, für einen geplanten Hoagart für Senioren Überlegungen anzustellen und im Falle eines Zustandekommens wieder bereitwillig mitzumachen.

30 und 40 Jahre beim Trachtenverein dabei

Treue zum Priener Trachtenverein wird bei Jubeljahren in schöner Tradition mit einer Ehrenurkunde und mit einem eigenen Vereinsabzeichen gewürdigt. Heuer konnte Vorstand Sepp Messerer folgende Frauen und Männer für 30jährige Mitgliedschaft ehren: Helmut Wegewitz, Brigitte Rothmeier, Maria Lechner, Thomas Lechner, Georg Blank, Werner Langzauner, Sepp Mayer und Hans Stockinger. Messerer selbst durfte für 40 Jahre Zugehörigkeit zum Trachtenverein die Ehrung von seinem Stellvertreter Georg Fischer senior entgegennehmen. Ebenfalls 40 Jahre beim Priener Trachtenverein sind Josef Obermüller und Siegfried Stocker dabei. Mit dabei bei der Jahresversammlung als Ehrengäste waren Vorsitzender Günter Krumrey vom Obst- und Gartenbauverein Prien und Umgebung, Richard Fricke vom Ski-Club Prien, Brigitte und Ludwig Strohmayer als Ortsbäuerin und als Obmann des Bauernverbandes, Ernst Mayer als Zweiter Vorstand der Veteranen und Marlene Guggenbichler als Frauenbund-Vorsitzende.


Bayrisch Tirolerischer Tanzabend mit Jubiläum: Hittenkirchen (hö) 10.11.02 – Seit genau 20 Jahren finden sich die die Musikanten der „Unterlandler“ aus Tirol beim Chiemgauer Trachtenverein „Almenrausch“ in Hittenkirchen zu einem Gastspiel ein. Heuer gab es natürlich aufgrund des Jubiläums einen besonderen Willkommensgruß von Trachtenvorstand Christoph Kaufmann für die Tiroler Gäste unter der Leitung von Hans Zimmermann. Wie sehr beide Brauchtumsfreunde diesseits und jenseits der Grenze zusammenpassen, zeigte die Begeisterung im randvollen Trachtenheim von Hittenkirchen. Bereits am Auftanz mit 70 Paaren waren nicht nur die Gastgeber beteiligt. Salzburger, Oberlandler und Niederbayern ließen sich von den Tirolern gerne zum Tanz aufspielen. „Die gute Nachbarschaft wollen wir auch nach 20 Jahren richtig und praktisch pflegen“, sagte Trachtenvorstand Kaufmann mit dem Hinweis, dass im Frühjahr 2003 in Hittenkirchen ein Tanzabend mit der Musik „Ebbser Kaiserklang“ aus Tirol sein wird. Ehe es aber soweit sein wird, gilt es noch für die Hittenkirchener Trachtenvereinsmitglieder am Samstag, 16. November die Jahresversammlung vorzunehmen. Ab 8. Januar stehen dann die Tanzkurse für Jugendliche aus dem gesamten Chiemgau auf dem Programm. Der Abschluss dieser Kurse wird am Rosenmontag mit den „Haberspitz-Musikanten“ erfolgen.


Immenses Interesse der Bauern bei Familien-, Erb- und Steuerrechts-Angelegenheiten: Säle von Westerndorf St. Peter und Hittenkirchen bei Raiffeisen- und Volksbank-Veranstaltungen übervoll. Rosenheim/Hittenkirchen (hö) 05.11.02 -  „Familien-, Erb- und Steuerrecht in der Landwirtschaft“ sind beileibe keine trockenen Themen oder gar nebensächliche Angelegenheiten. Davon konnte man sich ein Bild machen als der Münchner Rechtsanwalt Walter Labbé von der Kanzlei Labbé und Partner zu zwei Vorträgen in den Landkreis Rosenheim kam. Auf Initiative und Einladung der Raiffeisenbanken und Volksbanken in Stadt und Landkreis Rosenheim fand man im Saal des Gasthofes Höhensteiger in Westerndorf St. Peter sowie im Trachtenheim von Hittenkirchen zusammen.

 In Rosenheim hieß Kreisdirektor Helmut Heiß die Landwirte willkommen und in Hittenkirchen freute sich Gerhard Ruf als Vorsitzender des Chiemsee-Vorstandes, dass auch dort die Räumlichkeiten für das Besucher-Interesse kaum ausreichten. Wie prekär die Vortrags-Themen sein können, zeigte der Referent anhand praktischer Beispiele, die er als Spezialist für landwirtschaftliche Rechtsfragen persönlich kennen gelernt hat. Im ersten Teil seiner Ausführungen ging Walter Labbé auf die möglichen Folgen einer Scheidung ein. Unabhängig von einem gesetzlichen Güterstand oder den immer mehr zurückgehenden Gütergemeinschafts-Vereinbarungen empfiehlt der Fachmann, dass Grund und Boden von der Bewertung des Vermögens herausgelassen werden. „Gemeinsam Erarbeitetes soll bei der Scheidung korrekt geteilt werden, aber der Hof soll erhalten bleiben“, nach diesem Grundsatz warnte der Referent davor, dass Ehekrieg oftmals einen Krieg der Sachverständigen und Gutachter nach sich zieht und die Kosten und Ergebnisse derselben letztlich zur Hof-Zerrüttung führen. „Dankbarkeit macht frei“ – nach diesem Grundsatz –so die weitere Empfehlung, sollte ein offener Weg in eine neu zu gestaltende Zukunft im Falle einer Scheidung gesucht werden. Ein frühzeitig beurkundeter Ehevertrag kann den Fortbestand eines Hofes sichern.

Vorsorge hilft Sorgen sparen

Beim Erbvertrag zur Sicherung der Hofnachfolge empfiehlt der Fachmann, dass man sich rechtzeitig vorsorgt. Im Falle des Todes eines Ehepartners soll die Befugnis der Hofnachfolge treuhänderisch an den noch lebenden Partner übergehen, weil dieser am besten zum Wohl der gemeinsamen Kinder entscheiden kann. Dadurch kann eine Erbengemeinschaft mit der Gefahr einer Zwangsversteigerung vermieden werden. Eine weitere Empfehlung war eine so genannte Vorsorge-Vollmacht für den Fall, dass man selbst nicht mehr handlungs- oder geschäftsfähig ist. Oftmals müssen in solchen Fällen wirtschaftliche Entscheidungen durch das Amtsgericht oder die bestellten Pfleger gefällt werden und die Familie kann diese Entscheidungen gar nicht mehr beeinflussen. „Übergeben - nicht mehr leben“ – dieser alte Spruch geistert auch heute noch durch manche Landwirtschafts-Familien. „Mit der Hof-Übergabe ist ein Rollen- und Kommando-Wechsel verbunden. Nutzen Sie diesen zu ihrem eigenen Vorteil“, so Walter Labbé.

Ehrlich reden und Herr der Lage bleiben

Unabhängig von gesetzlichen Vorschriften und Rahmenbedingungen fügte er immer wieder Beispiele aus dem Alltag sowie unkomplizierte Lösungsansätze ein. So zum Beispiel als er sagte: „Suchen Sie im Gespräch mit den betroffenen Familienmitgliedern ehrlich nach Lösungen“. Ganz nach dem Prinzip, dass in der Landwirtschaft mit hohen Werten und mit geringen wirtschaftlichen Erträgen derzeit ein immenser Wandel vorherrscht, der wiederum eine aktive Wachsamkeit braucht. „Und dazu kann Ehrlichkeit und Offenheit untereinander mit zeitgemäßer Vorsorge nur die beste Antwort sein“, so der Referent. Zahlreiche Bäuerinnen und Bauern verschiedener Generationen und überaus viele Ehrengäste aus dem Agrar-Bereich beteiligten sich bei den beiden Informationsveranstaltungen der Raiffeisenbanken und Volksbanken in Westerndorf St. Peter und Hittenkirchen. Auf die momentane Situation der Bauern machte Vorstandssprecher Gerhard Ruf bei der Abschlussveranstaltung in Hittenkirchen aufmerksam. „Die rückläufige Einkommens-Situation mit Milchpreis-Einbrüchen und die aktuellen Zahlen von rund 10 Prozent Minus bei den Fremdenverkehrszahlen von Prien und Umgebung werden noch ergänzt von den schlechten politischen Rahmenbedingungen. Wenn schon in der Politik viel geredet und kaum etwas entschieden wird, so sollten die Bauern wenigstens bei der Regelung ihrer Angelegenheiten im Familien-, Erb- und Steuerrecht Herr der Lage sein und bleiben“, so Gerhard Ruf.


Jugendlichen-Volkstanzkurse beginnen heuer später: Hittenkirchen (hö) 04.11.02 – Der traditionelle Volkstanzkurs für Jugendliche aus Chiemgauer Trachtenvereinen und Schulen mit Jakob Irrgang aus Hittenkirchen beginnt für die kommende Wintersaison erst am 7. Januar. In Kursabenden der Folgewochen werden verschiedenen Tanzformen im Trachtenheim von Hittenkirchen gelernt. Den Abschluss bildet am Rosenmontag ein Volkstanzabend mit der Haberspitz-Musi. Nähere Informationen und Anmeldungen nimmt Jakob Irrgang, Telefon 08051-1833 entgegen.


Soziale Gesprächsrunde im Aschauer Rathaus: Aschau (hö) 04.11.02 -  Auch im nächsten Jahr soll es für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde Aschau i. Chiemgau einen gemeinsamen Seniorennachmittag geben. Diese Entscheidung fiel einstimmig, als sich auf Einladung von Bürgermeister Kaspar Öttl die Mitglieder des Sozialplanes für die Bereiche der Alten- und Behindertenhilfe im Aschauer Rathaus zu ihrer Herbst-Sitzung trafen. Der Termin für den Seniorentag wird nach der grundsätzlichen Entscheidung in Abstimmung mit dem Aschauer Terminkalender für das Jahr 2003 in nächster Zeit fallen und alsdann bekannt gegeben.

Einen regen Gedankenaustausch führten bei dieser Besprechung die Vertreter von Gemeinde und karitativen Einrichtungen mit Ria Böhmert von der Orthopädischen Kinderklinik in Aschau. Gerade den behinderten Kindern gilt es nach gemeinsamen Anschauungen, eine Integration in das Ortsgeschehen zu ermöglichen. So soll im Jahr 2003, dem offiziellen Jahr der Behinderten ein Behindertentag für die Klinikkinder veranstaltet werden. Hierzu will man auch die Jugendlichen aus allen Aschauer Vereinen ansprechen und zur Mitgestaltung gewinnen. Zustimmung gab es dafür, dass Klinikkinder den ehemaligen Jugendraum am Bahnhof sowie den neuen Jugendraum in der Sporthalle entsprechend der gültigen Auflagen nutzen können. Informationen zum „Aktiv-Veranstaltungskalender“ der gesamten Region gab Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock in seiner Eigenschaft als Senioren- und Behinderten-Beauftragter. Des weiteren sprach Haberstock den Wechsel an der Spitze des Seniorenclubs an. Christine Penners wird wohl die Leitung dieser Gruppierung übernehmen. Voraussetzung wird allerdings sein, dass für die regelmäßigen Seniorennachmittage die zehn Helferinnen eine Arbeitsentlastung für Frau Penners bedeuten. Fürsprecherinnen des gemeindlichen Seniorenheimes Priental baten darum, die Dekoration des Hauses fröhlicher und jahreszeitlich entsprechenden Themen anzupassen. Außerdem würde man sich im Seniorenheim freuen, wenn einmal die Aschauer Musikkapelle ein Gastkonzert geben würde. Barbara Blaurock von der Evangelischen Kirche bot an, sich mit ihren Helferinnen am alljährlichen Grillfest des Katholischen Frauenbundes im Seniorenheim zu beteiligen. Dies wurde natürlich dankbar angenommen. Diakon Johann Weber informierte, dass im Frühjahr wieder ein öffentlicher Seniorennachmittag geplant ist. Ria Böhmert von der Orthopädischen Kinderklinik lud Bürgermeister Kaspar Öttl abschließend noch zur Eröffnung des ehemaligen Würzburger Heimes ein. Eröffnungstermin ist Freitag, 13. Dezember vormittags. Im März 2003 wollen sich die Mitglieder  vom Sozialplan für die Bereiche der Alten- und Behindertenhilfe zu weiteren Beratungen im neuen Rathausanbau von Aschau treffen.


Erfolgreiches Vereinsjahr für die Hufeisenfreunde von Kaltenbach: Atzing (hö) 29.10.02 -  Peter Freund aus Siggenham bleibt auch die nächsten Jahre an der Spitze des Vereins  der Hufeisenfreunde von Kaltenbach in der Gemeinde Prien. In der mit fast 50 Mitgliedern überaus gut besuchten Jahresversammlung im Wirtssaal des Gasthauses Stocker in Atzing kam es bei den turnusmäßigen Neuwahlen nur zu kleinen Veränderungen. Der Verein mit derzeit 135 Frauen und Männern als Mitglieder kann sich eines großen Zuspruches und Zusammenhaltes erfreuen.

Neben Vorstand Freund blieben auch sein Stellvertreter Heinz Geisler, Platzwart Johann Steindlmüller, Beisitzerin Marion Huber, Kassier Rudi Fellner und Kassenprüfer Georg Hötzelsperger in ihren Ämtern. Neu gewählt wurde Ernst Kramer als Schriftführer für die sechs Jahre im Amt tätige Edith Panhans und Sportleiter Sepp Pichl, der diese Aufgabe von Stefan Freund übernahm. Als Kassenprüfer für Ernst Wöhrer wird zukünftig Ernst Krischke aktiv sein. Allen Leuten, die unter der Wahlleitung von Günter Freund und Günter Adlwart neu oder wieder gewählt worden sind, dankte Vorstand Peter Freund für ihren ehrenamtlichen Einsatz. In den Berichten des Vorstandes, der Schriftführerin und des Kassiers zeigte sich ein recht geordnetes, aber auch lebhaftes Vereinsleben. So wurde an sieben Turnieren von Kössen bis Langenpfunzen mit einigen Siegen erinnert. „Gerade sportlich und mit einer eigenen Damen-Mannschaft haben wir uns in den zehn Jahren des organisierten Vereinslebens positiv entwickelt“, so Peter Freund zum Abschluss des Jubiläums-Jahres. Ein „Extra-Vergelt´s-Gott“ sagte der Vorstand allen spontanen Hilfskräften aufgrund des August-Hochwassers. „Hier haben wir vorbildlich zusammengeholfen, unser neues Vereinshaus war in kürzester Zeit wieder in gereinigtem Zustand. Das hat mich ganz besonders gefreut und stolz gemacht“, sagte der Hufeisen-Vorstand. Abschließend gab er noch folgende Termine bekannt.

Termine zum Jahresschluß

Die zweimal in der Woche durchgeführten Trainingstage werden in der Winterzeit etwas eingeschränkt und geselliger. So trifft man sich jeden Dienstag ab 17 Uhr in der Vereinshütte für Abstimmungen und zum geselligen Beisammensein. Samstags ist je nach Witterung ab 15 Uhr Training und anschließend gemütliche Einkehr. Am Sonntag, 10. November ist ab 10 Uhr ein musikalischer Frühschoppen im Vereinshaus in Kaltenbach vorgesehen. Und am Freitag, 20. Dezember ist beim Stocker-Wirt in Atzing die vorweihnachtliche Feier mit Abendessen und zünftige Versteigerung für die Vereinsmitglieder.


Rainer Schütz seit 20 Jahren Kirchenmusiker in der Pfarrei „Maria Himmelfahrt“ in Prien – Ehrung am Kirchweihsonntag und zum Ende der Kirchenmusiktage: Prien (hö) 21.10.02 – Ehrlicher und dankbarer Beifall kam gleich mehrfach in der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ von Prien auf, als am Kirchweihsonntag nach dem Festgottesdienst mit der Krönungsmesse von W.A. Mozart Pfarrer Bruno Fink eine außergewöhnliche Ehrung vornahm. Kirchenmusiker Rainer Schütz ist seit nunmehr 20 Jahren in den Diensten der Priener Pfarrgemeinde. Dies ist nach den Worten von Pfarrer und Dekan Bruno Fink eine besondere Leistung im Dienst an Gott. Im voll besetzten Gotteshaus dankte Kirchenpfleger Sepp Stöttner dem Jubilar noch mit einem Bild-Geschenk und mit folgenden Worten: „Sie haben bislang alle Schwierigkeiten und Herausforderungen gemeistert und viele Gläubige begeistert. Zu Ihren Höhepunkten gehören der internationale Preisgewinn in Italien bei einem Festival für sakrale Kirchenmusik mit dem Capella Vocale und die Anschaffung einer neuen Orgel für unsere Pfarrkirche“. Rainer Schütz seinerseits dankte dem Kirchenpfleger und allen kirchlichen Gremien, die seine Arbeit unterstützten und im Besonderen sagte er „Vergelt´s Gott“ bei Sebastian Weyerer und bei den Chor- und Orchestermitgliedern, die ihn die zwei Jahrzehnte seiner Kirchenmusikarbeit begleitet haben. Rainer Schütz war vor 20 Jahren als Nachfolger von Sebastian Weyerer senior in Abstimmung mit dem damaligen Pfarrer Konrad Huber als Regensburger Chordirektor nach Prien gekommen. Seither hat er in vielen kirchenmusikalischen Bereichen Akzente gesetzt. Zuletzt mit den am Kirchweihsonntag zu Ende gegangenen Kirchenmusiktagen von Prien.


Vorbereitungen für 5. Achenmühler Weihnachtsmarkt angelaufen – Markt am 30. November und 1. Dezember für soziale Zwecke: Achenmühle (hö) 19.10.02 -  Der vor gut zehn Jahren gegründete Weihnachtsmarkt Achenmühle e.V. wird heuer zum fünften Male durchgeführt werden. Wie bisher stehen enorme Vorbereitungs-Anstrengungen sowie festliche Markttage in Verbindung mit großer sozialer Hilfe im Mittelpunkt aller Überlegungen. Heuer gibt es folgende Termine und Veranstaltungen auf dem Platz in Achenmühle: Die Eröffnung ist am Samstag, 30. November um 13 Uhr durch Bürgermeister Fritz Tischner von der Gemeinde Rohrdorf und von Höhenmooser Bläsern. Am selben Tag sind noch um 16.30 Uhr ein Hirtenspiel der Höhenmooser Kinder unter der Leitung von Luise Stangl und um 18.15 Uhr ein adventliches Singen und Musizieren mit Hans Stuffer und seinen Freunden. Am Sonntag, 1. Dezember lassen sich um 11 Uhr die Höhenmooser Bläser und der Kirchenchor Höhenmoos hören. Um 13 Uhr gibt es Darbietungen des Kindergartens „Zwergerlmühle“ und ab 13.30 Uhr ist ein Advents-Hoagart in der „Guten Stube“ des Marktes. Dieser wird auch heuer durchwegs selbst Gebasteltes und Hergestelltes anbieten, so zum Beispiel Kränze, Gestecke, Krippen, Kunsthandwerk, Leckeres aus Küche und Backstube, Handarbeiten und Strickwaren sowie praktische Geschenke rund um den Advent und passend zu Weihnachten. Mit einem Streichelgehege, mit Schafen, Spinnvorführungen und musikalischen Zwischendarbietungen kommt für Groß und Klein keine Langeweile auf. Nähere Informationen zum 5. Achenmühler Weihnachtsmarkt und zu eventuellen aktiven Teilnahme-Möglichkeiten im Dienste der guten Sache gibt es bei Kathi Schmid in Osterkam, Telefon 08032-5578. Alle für den Verkauf bestimmten Sachen müssen bis spätestens Dienstag, 19. November im Haus der Vereine in Höhenmoos oder bei Kathi Schmid abgegeben sein. Der Termin für die Anlieferung von Weihnachtsplätzchen ist Montag, 25. November. Kuchen und Schmalzgebäck wird unmittelbar zu den Markttagen frisch gebracht. Der Weihnachtsmarkt hat am Samstag von 13 Uhr bis 19.30 Uhr und am Sonntag von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Die gesamten Erlöse gehen wieder an hilfsbedürftige Menschen und an soziale Einrichtungen. Bei den bisherigen vier Weihnachtsmärkten konnten schon 170.000 Mark Spenden an direkt Hilfsbedürftige weitergegeben werden. Nach genauesten Buchführungen gelangten davon 72 Prozent zur Hilfe im Inland und 28 Prozent gingen unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ an Projekte in Bolivien und in der Ukraine. „Helfen können Spender und Käufer gleichermaßen“, so Kathi Schmid zu der besonders umfangreichen Aktion.


Salzburg-Besuch soll sich für Rosenheimer Bauern noch vorteilhaft auswirken: Rosenheim (hö) 15.10.02 -  Erstmalig machten sich die höchsten Verantwortlichen des Bauernstandes vom Landkreis Rosenheim auf zu einer Informationsfahrt in das benachbarte Salzburger Land (wir berichteten). Der „Salzburger Bauernherbst“ mit seinen Wirten, Einrichtungen und Veranstaltungen sowie mit seinen gemachten Erfahrungen ist nach Ansicht von Landesbäuerin Annemarie Biechl und von BBV-Kreisvorsitzendem Josef Ranner (MdL) eine interessante Sache zum Anschauen und zum Nach-Empfinden. Die Direktvermarktung bäuerlicher Produkte in Verbindung mit saisonverlängernden Veranstaltungen sollte gerade im fremdenverkehrsintensiven Landkreis Rosenheim zu einer aktiveren Umsetzungsbereitschaft führen – so nach der Informationsfahrt bei einem Informationsgespräch im Happinger Hof bei Rosenheim „Ziel ist es, dass Einheimische im allgemeinen, Bauern im Besonderen, Gäste sowieso, Handwerker, Metzger, Wirte, Brauchtumsanbieter und die Vereine von der Kooperation zwischen Erzeugern und Verbrauchern in ländlichen Gebieten profitieren“, so der Abgeordnete Ranner. Auch die Landesbäuerin Annemarie Biechl freute sich, dass nach der Informationsfahrt die Praxis kommen wird: „Ob der Tag der Regionen, ob Schmankerltage und Schmankerlstraße, ob Schul-Präsentationen zum Thema Direktvermarktung oder Angebote unter dem Motto Regional-Regal oder Regional-Markt – immer sind wir vom Grundsatz des Wollens einer aktiven Direktvermarktung und einer Lösung nach einer praktischen Umsetzung auf dem Weg nach mehr Zustimmung gefordert“, in diesem Sinne freute sich Frau Biechl, dass die Salzburger nicht nur offen und informativ, sondern vielleicht sogar Wegbereiter für neue Chancen im Rosenheimer Land geworden sind. Außerdem haben die Salzburger signalisiert, auch einmal in den Landkreis Rosenheim kommen zu wollen. Sozusagen im Gedanken-Austausch, weil Salzburg und Bayern auf dem Gebiet der Direktvermarktung ganz nahe und grenzenlos beieinander liegen. Wie richtig die bäuerlichen Vertreter diesseits und jenseits der virtuellen Grenze liegen zeigt, dass sowohl bei der Erkundungsfahrt vom Rosenheimer in das Salzburger Land Franz Bergmüller als Kreis-Vorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes als auch Frau Keferstein vom Tourismusverband Chiemsee mit dabei waren. „Grenzüberschreitung ist genauso wichtig wie die Überwindung von Kirchturmdenken zwischen Bauern, Wirten, Metzgern und anderen, die am Produktions- und Verkaufsleben teilhaben“ so Franz Bergmüller in der Hoffnung, das im Landkreis Rosenheim fortan die Erzeuger und Abnehmer noch näher zusammenrücken.


Doppelkonzert der Musikkapellen Bernau und Aschau am Samstag, 19. Oktober in der Festhalle Aschau: Aschau (hö) 15.10.02 -  Ein großes Blasmusik-Ereignis steht den Aschauern und ihren Gästen bevor. Am Samstag, 19. Oktober kommt es zu einem Doppelkonzert der heimischen Musikkapelle Aschau mit den Freunden und Kollegen von der Musikkapelle Bernau. Ab 20 Uhr werden sich die beide Blasmusikkapellen im Rahmen eines Wunschkonzertes den Zuhörern präsentieren. Zudem wird der Musikbund Ober- und Niederbayern einige Ehrungen vornehmen.


Internationale Milchschaf-Fachtagung vom 25.-27. Oktober in Aschau i. Chiemgau  - Landwirtschafts-Minister Josef Miller als Schirmherr: Aschau (hö) 15.10.02 -  Die Prientalgemeinde Aschau i. Chiemgau ist heuer Gastgeber für die Internationale Milchschaftagung 2002. Die inzwischen 9. Zusammenkunft der Mitglieder von der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände, von der Bayerischen Herdbuchgesellschaft für Schafzucht und  von der Vereinigung Bayerischer Milchschafhalter findet vom Freitag, 25. Oktober bis Sonntag, 27. Oktober in der Festhalle von Hohenaschau statt. Zur Eröffnung wird der Bayerische Minister Josef Miller vom Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten am Freitag um 15.30 Uhr eine Ansprache halten. Auftakt ist um 12.30 Uhr. Es folgen einige Vorträge. So um 13.15 Uhr „Tiergesundheit aus ganzheitlicher Sicht“ von Dr. Jürgen Spranger vom schweizerischen Forschungsinstitut Frick, um 14 Uhr „Ganzheitstherapie bei Lämmern und Schafen“ von Dr. Wilhelm Höfer in Überlingen, um 15.45 Uhr „Anforderungen an die artgerechte Milchschafhaltung“ von Prof. Dr. Dr. Hans-Hinrich Sambraus aus Weihenstephan, um 16.30 Uhr „Schafmilchkonsum ein therapeutisches Konzept? – oder irreales Wunschdenken?“ von Dr. med. Mainrad Lindschinger vom österreichischen Institut für Ernährung und Stoffwechselerkrankungen Laßnitzhöhe, um 17.15 Uhr „Milchproduktion und Milchqualität bei Schafen in der EU“ von Dr. Gerold Rabmann aus Westerau. Am Samstag, 26. Oktober werden folgende Vorträge angeboten: um 8.45 Uhr „Umsetzung der EU-ÖKO-Verordnung im Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung“ von Johannes Enzler von der Technikerschule für Agrarwirtschaft in Landshut, um 9.30 Uhr „Konsequenzen aus der Harnstoffuntersuchung für die Fütterung von Milchschafen“ von Prof. Dr. Gerhard Bellof von der FH Weihenstephan, um 10.45 Uhr „Verbesserung der Zucht durch die Milchleistungsprüfung“ von Frau Dr. Birgit Zumbach von der Humboldt Universität Berlin und um 11.30 Uhr „Tier- und Euterbeurteilung am lebenden Tier“ von Dr. Christian Mendel vom LwA Pfaffenhofen, von Georg Palme vom LwA Altötting und von Anton Huber aus Obertaufkirchen. Am Nachmittag sind Betriebsbesichtigungen bei Johann Huber (Anderlbauer) in Frasdorf und bei Konrad Huber in Prien-Bachham vorgesehen. Der Abend wird mit einem Festbüffet mit Milchschafprodukten sowie mit einem brauchtumsbezogenen Unterhaltungsprogramm ausgestaltet. Der Sonntag steht dann für den Kirchgang, für eine Schifffahrt auf dem Chiemsee oder für eine Gondelfahrt auf die Kampenwand zur Verfügung. Nähere Informationen zu der Internationalen Milchschaf-Fachtagung gibt es beim Rosenheimer Vorsitzenden Günther Fischer, Telefon 08031-88434 oder bei der Tourist-Info in Aschau, Telefon 08052-904937.


Kinder-Olympiade des Skiverbandes Inngau am Samstag, 19. Oktober am Samerberg: Samerberg (hö) 15.10.02 -  Olympischer Geist zieht auf den Samerberg, wenn sich am Kirchweihsamstag, 19. Oktober ab 13 Uhr einige Hundert Jugendliche zur Kinder-Olympiade des Skiverbandes Inngau treffen. Der Wintersportverein Samerberg und die Wintersportgemeinschaft Raubling als ausrichtende Vereine haben bereits umfangreiche Vorbereitungen mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren getroffen. Der Wettbewerb beginnt um 13 Uhr an der Grundschule Samerberg zwischen Törwang und Grainbach. Als Strecke gilt es einen Hindernisparcours mit abwechslungsreichen Aktivitäten wie zum Beispiel Seilbahn-Übung oder Schlauchbootfahren ohne Zeitnahme zu absolvieren. Verständlich, dass hierzu neben dem sportlichen und geselligen Charakter auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommen wird. Teilnahmeberechtigt sind alle Kinder zwischen 6 und 11 Jahren unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit. Anmeldungen nehmen Georg Wagner am Samerberg, Telefon 08032-8846 und Stephan Alraun in Raubling, Telefon 08035-8739420. Für die ersten 200 Kinder, die sich anmelden, gibt es ein Kinder-Olympiaden-T-Shirt. Aber auch für die weiteren Kinder, die sich am Veranstaltungstag noch bis 12.30 Uhr am Start nachmelden können, gibt es vielfachen Grund zum Kommen. Bis zur Siegerehrung um 16 Uhr werden viele Eltern und ehrenamtliche Helfer für das leibliche Wohl sorgen. Dank der Sponsorenschaft von Adelholzener, Danone, ORO in Rohrdorf, von der Raiffeisenbank Samerberg und von Steigenberger Aschau wird es zu einem frohen, olympischen Fest zur Förderung des Wintersport-Nachwuchses am Samerberg kommen.


Lob für Prientaler Brauchtumsarbeit bei Abschluß-Heimatabend mit drei Trachtenvereinen aus Aschau und Sachrang: Aschau (hö) 14.10.02 -  Über einen guten Zuschauerzuspruch konnten sich die drei Trachtenvereine der Gemeinde Aschau bei ihrem gemeinsamen Heimatabend in der Festhalle zum Abschluss der Brauchtums-Saison freuen. Bürgermeister Kaspar Öttl, der mit seinem Stellvertreter Karl Haberstock und weiteren Mitgliedern des Gemeinderates zusammen mit einer Delegation von Landwirtschafts-Studenten aus Russland zugegen war, würdigte die Trachtenvereine von Nieder- und Hohenaschau sowie von Sachrang als Pfeiler der wichtigen Brauchtumspflege im Priental. Von der Vielfalt, wie in Aschau und Sachrang musiziert, gesungen und von den Trachtlern aufgetreten wird, konnte man sich bei diesem Abend besonders überzeugen. Mitwirkende waren die Musikkapelle Aschau unter der Leitung von Franz Vordermayer, die Aschauer Goaßlschnalzer, die Geschwister Bauer aus Sachrang mit ihrem Gesang, das „Hölzerne G´lachter“ aus Niederaschau, die Kindergruppe des Hohenaschauer Trachtenvereins „D´Griabinga“, die Stubenmusik aus den Reihen des Aschauer Männerchores und als versierter Ansager Hartl Peehse von Hohenaschau. Ein immer wieder schönes Bild auf der Bühne in der festlichen Halle waren der Kronentanz  (Niederaschau), der Zwoasteyerer (Sachrang) und der Sterntanz (Hohenaschau) und natürlich die schneidigen Schuhplattler, die bei diesem besonderen Heimatabend in großer Zahl und von allen Plattlern der drei Trachtenvereine gemeinsam gezeigt wurden.


Offene Jugendarbeit hat hohen Stellenwert bei Aschauer Gemeinderat – Kostenbeteiligung in Prien wird fortgesetzt und neue Skater-Anlage für Aschau wird geprüft: Aschau (hö) 11.10.02 -  Die offene Jugendarbeit hat im Aschauer Gemeinderat einen hohen Stellenwert. Einerseits will man sich auch zukünftig am Gemeinschafts-Konzept „Streetwork Prien“ an den Personalkosten beteiligen. Zum anderen will man Aufgrund guter Erfahrungen in Aschau die vereinsfreie Jugendarbeit noch weiter fördern. Im besten Falle kommt es sogar zu einer etwa 15.000 Euro teuren Anschaffung einer Skater-Anlage.

Breiten Raum widmete der Gemeinderat den verschiedenen Jugendthemen in seiner Sitzung. Zuerst informierte Bürgermeister Öttl zur Situation der Jugendarbeit in Prien. Dort können die Angebote im neuen Haus am Bahnhof, im Atrium am Sportplatz und im Rahmen eines Jugend-Mobils auch von Aschauer Kindern und Jugendlichen, die nach Prien zur Schule gehen, genutzt werden. Seit 1994 beteiligt sich die Gemeinde Aschau an den Kosten von Prien. Derzeit sind drei Fachkräfte mit der Betreuung der Jugendlichen beschäftigt. Nachdem es aufgrund von vermehrt notwendigem Personal und wegen der Zunahme der Bevölkerungszahlen zu immer höheren Anteilskosten für Aschau kam, wollte die Verwaltung mit dem Gemeinderat eine aktuelle Beratung führen. Im Vorjahr zahlte Aschau gut 10.000 Mark für die Jugendarbeit, die in Prien überörtlich geleistet wird. In verschiedenen Beiträgen würdigten die Aschauer Gemeinderäte die wichtige und auch gute Jugendarbeit. Aus der Solidargemeinschaft mit den Nachbargemeinden will man nicht aussteigen. Allerdings deckelte der Gemeinderat bis auf weiteres die Aschauer Beteiligungskosten mit maximal 6.000 Euro im Jahr unter der Voraussetzung, dass alle übrigen Partner des Finanzierungsmodells weiterhin mitmachen. Die Priener Jugendarbeit wird zu einem Drittel vom Landkreis Rosenheim, zu einem Drittel vom Markt Prien und zu einem weiteren Drittel von den Mitgliedsgemeinden des Schulverbandes einschließlich der Gemeinde Bad Endorf finanziert.

Professionelle Jugendarbeit wird in Aschau ehrenamtlich geleistet

Offene Türen fand Gemeinderätin Andrea Max als sie ihren Situationsbericht für Aschau als Betreuerin des Jugendraumes abgab. Seit Oktober 2000 hat Frau Max nach guter Vorarbeit von Gemeinderatskollegin Hildegard Linke-Pöpperl diese Aufgabe übernommen. Nach dem Umzug vom Aschauer Bahnhof in die neuen Räumlichkeiten der Kombinierten Sporthalle kann sie dort freitags von 17 bis 20 Uhr und zum Teil auch  noch samstags durchschnittlich 20 Jugendliche von 12 bis 17 Jahren begrüßen. Gemeinsam gibt es ein freies Beschäftigungs-Interesse mit bestimmten Regeln. Erfreulich nach den Ausführungen von Frau Max ist unter anderem, dass auch die Aschauer Bürgerschaft dieser Art von Jugendbetreuung immer mehr Zustimmung gewährt. So wurden erst vor kurzem zwei Tischtennisplatten gespendet. Als kleine Wünsche bat Frau Max, den Jugendraum noch mit einem Computer ausstatten zu können und einmal einen Flohmarkt abhalten zu können, um ein paar Mark Einnahmen zu erzielen. Ein weitaus größerer Wunsch galt der Errichtung einer Skater-Anlage. Dieser Wunsch wurde als gesonderter Beratungspunkt in die Gemeinderatssitzung aufgenommen. Bei einem Platzbedarf von etwa 400 Quadratmetern und bei zu erwartenden Kosten von 15.000 Euro wagte sich der Gemeinderat zu einem einstimmigen Grundsatz-Beschluss. Demzufolge soll die Verwaltung Örtlichkeiten und Anschaffungskosten ausloten, um im Rahmen der kommenden Haushaltsberatungen dieses Thema erneut aufgreifen zu können. Insgesamt wurde die derzeitige Aschauer Jugendarbeit unter der Betreuung von Andrea Max als hochprofessionell trotz ehrenamtlicher Basis bezeichnet, so dass die Jugendlichen gute Chancen haben, ihren Wunsch verwirklicht zu bekommen. Bereits 25 Dirndl und Buam haben sich als aktive und interessierte Skater für eine entsprechende Anlage gemeldet.


Zahlenvielfalt im Aschauer Gemeinderat – Planungen für Hotelneubau kommen in Gang: Aschau (hö) 11.10.02 -  Viel Zahlenmaterial gab es für die Mitglieder des Aschauer Gemeinderates bei ihrer jüngsten Sitzung im Lesesaal. Während die Haushaltszahlen als durchwegs positiv für den Verlauf des Jahres betrachtet werden konnten, gab es bei den Fremdenverkehrszahlen weniger gute Nachrichten. So sind für den Herbstmonat September im Vergleich zum Vorjahr 3,9 Prozent weniger Gäste und bei den Übernachtungen 7,6 Prozent Minus festzustellen.

 Damit hat sich das Jahres-Minus bislang bei den Gästen auf 14,6 Prozent und bei den Übernachtungen auf 12,4 Prozent eingestellt. „Wenn wir bedenken, dass die Übernachtungszahlen für den Gemeindebereich Sachrang recht gut sind und wenn wir fünf Prozent vom Rückgang dem geschlossenen Pater-Rupert-Mayer-Heim zurechnen, dann liegen wir etwa im Durchschnitt der oberbayerischen Rückgänge“, bilanzierte Bürgermeister Kaspar Öttl die als nicht sonderlich rosig bezeichnete Situation.

Erste Erörterungstermine für Hotelneubau in Hohenaschau

Die Tourismuseinbrüche machen die Notwendigkeit neuer, qualifizierter Hotelbetten für das Priental deutlich. In diesem Zusammenhang informierte Bürgermeister Öttl, dass dieser Tage für den Neubau eines Hotels in Hohenaschau ein erster Besprechungstermin mit den Trägern öffentlicher Belange stattfand, die auch am Aufstellungsverfahren des Bebauungsplanes beteiligt sind. Dabei zeigten die Gemeinde und Prof. Ulrich Pietrusky als Gutachter und Berater die Gründe auf, welche für die dringend notwendige Errichtung von gewerblichen Gästebetten sprechen. Die Initiatoren erläuterten ihrerseits erste Planungen. Bereits in diesen Tagen wird aufgrund der ersten Informationen ein weiteres Abstimmungsgespräch mit dem gleichen Personenkreis vereinbart, um am 22. Oktober einen Termin zur Prüfung der Umweltverträglichkeit anberaumen zu können. Ende Oktober oder Anfang November wird dann eine Besprechung mit dem Gemeinderat sein, um alle offenen Fragen in Zusammenhang mit der Hotelplanung erörtern zu können. Noch im November könnte dann mit dem Billigungsbeschluß der zweite Schritt im Bebauungsplanverfahren getätigt werden.

In weiteren Bekanntgaben entgegnete Bürgermeister Öttl einer Behauptung von Gemeinderatsmitglied Walter Fink in der letzten Sitzung auf eine ungewöhnliche Zunahme von Zweitwohnsitzen im Neubaugebiet am Hammerbach. „Von 40 dort gemeldeten Personen sind 32 mit Hauptwohnsitz gemeldet“, so die korrigierte Aussage von Bürgermeister Öttl.

Hochwasserspenden und Haushaltskontrolle

Erfreulich war eine weitere Zahl: 4.919.52 Euro sammelte Herr Donner von Grommoff für eine gezielte Hochwasser-Hilfe in Schlottwitz. Für die vorbildlich durchgeführte Sammelaktion und für den Spendeneifer der Aschauer Bürger dankte der Bürgermeister noch ganz besonders. Um keine zahlenmäßigen Überraschungen zu erleben und nichts dem Jahresabschluß-Zufall zu überlassen gab der Bürgermeister einen detaillierten Zwischenbericht zum 30. September für den gemeindlichen Verwaltungs- und Vermögenshaushalt. Dabei zeigte sich, dass sich im Gewerbesteuerbereich kein Einbruch für Aschau auftun wird. Von den Aussenständen, auf die man noch wartet, wurde besonders der noch offene Staats-Zuschuss in Höhe von 55.000 Euro für das im letzten Jahr fertig gestellte Müllner-Peter-Museum in Sachrang erwähnt. Auf Anfrage von Gemeinderat Dr. Gerner machte der Bürgermeister deutlich, dass die Erhöhung der Kreisumlage für die Gemeinde Aschau einen zusätzlichen Betrag von 75.000 Euro bewirken wird. „Eine Gemeinde-Finanz-Reform ist bei allem Verständnis für die Zwänge des Landkreises und des Bezirkes unumgänglich“, so die Forderung von Kaspar Öttl. Insgesamt können alle haushaltsmäßig vorgesehenen Maßnahmen und auch die durch das Unwetter verursachten Zusatzkosten so bewerkstelligt werden, dass eine eventuelle Darlehensaufnahme erst zum Jahresschluß erforderlich sein wird.

Auch die Zahlen zum Wirtschaftsplan 2002 für das gemeindliche Seniorenheim Priental sind im Lot. Den in der Planung erhofften Überschuss von 71.000 Euro wird man zwar nicht erreichen. Derzeit wird ein Plus von 8.600 Euro zum Jahresende prognostiziert. „Beim alten Altenheim hatte die Gemeinde jährlich ein Defizit von 250-300 Tausend Mark zu tragen, das dürfen wir nicht vergessen“, erinnerte Öttl. Derzeit hat das Seniorenheim bei 64 Plätzen eine Belegung von 61 Plätzen.

Für alle Hausbesitzer, die nicht an das gemeindliche Kanalnetz angeschlossen sind, gibt es in Aschau eine Abwasserabgabe. Diese wurde entsprechend der Euro-Einführung ohne Erhöhung neu formuliert und einstimmig angeschlossen. Für die so genannten Kleineinleiter beträgt die Abgabe 17,895 Euro pro gemeldeter Person und Jahr. In der freien Aussprache dankte Bürgermeister Öttl noch extra Gemeinderat Werner Weyerer und seinen vielen Helfern und Spendern für die Initiative zur Wiederherstellung des Dr.-Hayler-Steges in Niederaschau nach der Hochwasserzerstörung. Dritter Bürgermeister Benno Pertl regte für den Kindergarten in Sachrang eine verbesserte Beschilderung an. In Absprache mit der Kirche als Träger und mit dem heimischen Maler Franz Feistl soll nach einer gefälligen und günstigen Lösung gesucht werden.


Gemeinsame Brauchtums-Betrachtung im Priental findet überaus großes Interesse: Aschau (hö) 10.10.02 -  Aschauer Brauchtum von Kirta bis Ostern – so lautete ein Titel einer Podiumsdiskussion im Pfarrsaal der Katholischen Pfarrei Aschau. Dem Interesse des Themas folgend wäre der Saal fast aus allen Nähten geplatzt. Rund 120 Teilnehmer fanden sich auf Einladung und Initiative des Heimat- und Geschichtsvereins Aschau, der Katholischen Pfarrei und der Katholischen Erwachsenenbildung im Bildungswerk Rosenheim ein.

Profunde und erfahrungsreiche Vertreter des Themas versammelten sich auf dem Podiumstisch. Unter der Gesprächsleitung von Georg Antretter kam es zu interessanten Berichten und Stellungnahmen. So erinnerte Korbinian Gabriel an seine Mesnerzeit von 1945 bis 1955 in der Katholischen Kirche. Das tägliche Aufziehen der Kirchenuhren, die Wahrnehmung von Gottesdiensten am frühen Morgen und zu Weihnachten an Mitternacht sowie zu bestimmten Festtagen gleich mehrmals sowie der damit verbundene Fußmarsch zur Kirche blieben Gabriel genauso in Erinnerung wie das mühevolle Herrichten des Heiligen Grabes zu Ostern. „Früher gab es für jede Kirche ein eigenes Weihefest, nicht so wie heute, dass Kirchweih allerorten am gleichen Tag gefeiert wird“, so der ehemalige Mesner. Ihm beipflichtend erinnerte sich Hans Rucker als Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins an seine Entdeckungen als Ministrant der Nachkriegsjahre. Dabei fehlten natürlich auch nicht Erlebnisse von Streichen, die sich von den „Lausbuben Gottes“ immer wieder ergaben. Interessant war es vom ehemaligen Religionslehrer Josef Kink zu erfahren, dass das Klöpfel-Gehen von früher zugunsten von damals raren Lebensmitteln seit rund 20 Jahren für die indischen Schwestern der Kinderklinik umfunktioniert wird. Damit erhielt das Klöpfelgehen wieder einen tiefen Wert. Bis heute konnten auf diese Weise in Aschau und für die Missionsaufgaben in Indien gut 50.000 Euro gesammelt werden. Pfarrer Josef Winkler  von der Katholischen Kirche erläuterte aus seiner Sicht den Sinngehalt verschiedener Feste. Evangelischer Pfarrer Johannes Sinn sprach vom Unsinn der Halloween-Parties in der Nacht vom Reformationstag auf den Allerheiligentag. Sonja Öttl als Mitglied des Pfarrgemeinderates und Vertreterin der Jugend wusste von der Entstehung und Verkommerzialisierung der aus Amerika vermittelten (Un-)Bräuche zu berichten. „Die Jugend vom Priental braucht solche Bräuche nicht, um glücklich oder inn zu sein“, so ihr Resümee auf die Geschäftemacherei mit Bräuchen. Auf richtige Bräuche bzw. wertvolle Veranstaltungen wiesen abschließend noch Rupert Wörndl als Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Frasdorf mit den dort stattfindenden Kulturtagen vom 19. Oktober bis 1. November sowie Heidi Sandner als Vorsitzende des Müllner-Peter-Museumsvereins von Sachrang mit adventlichen Angeboten hin. Recht zufrieden zeigte sich Moderator Georg Antretter nach dieser ersten Form der gemeinsamen Traditions-Betrachtung. Als Mitglied der Vorstandschaft vom Heimat- und Kulturverein und als Volkskundler könnte sich Antretter wieder einmal eine Brauchtums-Diskussion im Priental vorstellen. Für die passende volksmusikalische Gestaltung sorgten die Groaßer-Buam aus Hohenaschau und die vier Rohrdorfer Mitglieder der Geigenmusik Stocker.


Flachsanbau-Informationen am Kirchweihsamstag am Samerberg: Samerberg (hö) 08.10.02 -  Ergebnisse und Inhalte von Anbau und Verarbeitung des Flachses stellt der Trachtenverein „Almenrausch“ von Rossholzen am Samerberg am Kirchweihsamstag, 19. Oktober der interessierten Öffentlichkeit vor. Das so genannte „Hoarbrechfest“ mit Informationen, Ausstellungsstücken und mit Musik findet im Freien  von 13 Uhr bis 17 Uhr am Dingler-Hof von Christoph Auer in Schweibern statt. Für Kaffee, Kirtanudeln und weitere Brotzeiten und Getränke wird gesorgt sein. Für Kinder wird der Tradition gemäß eine Kirta-Hutsche aufgebaut sein. Nähere Informationen bei Trachtenvorstand Engelbert Mayer, Telefon 08032-98089.


Bauern um gutes Miteinander mit Gemeinden bemüht – Kreisversammlung macht Sorgen und Chancen deutlich: Rosenheim (hö) 08.10.02 - Die Berührungspunkte zwischen Bauern und Kommunen sind vielfältiger Art. Aus diesem Anlass lud der Bayerische Bauernverband zu einer erweiterten Kreisversammlung in den Gasthof Höhensteiger nach Westerndorf St. Peter ein. Das überaus starke Besucher-Interesse machte deutlich, dass es den Bauern sehr wichtig ist, mit den Gemeinden den Dialog zu führen. Hauptreferent war Bürgermeister Fritz Tischner aus Rohrdorf, der seine langjährigen Erfahrungen als Vorsitzender des Gemeindetages Rosenheim einbrachte.

Bauernverbands-Obmann und Landtagsabgeordneter Sepp Ranner machte in seinen einführenden Worten deutlich, dass die Bauern nicht nur als Grundbesitzer, sondern gerade in Zeiten veränderter Gesellschaften und Gesetzeslagen immer wieder mit den Gemeinden in Berührung kommen. „Gemeinsam reagieren und miteinander kooperieren“, diesen Grundsatz gilt es nach den Ausführungen von Ranner und von Bürgermeister Tischner regelmäßig zu beachten. Themenbereiche der Zusammenarbeit sind das Wegenetz mit seinen unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten, der Gewässer-Unterhalt mit der Renaturierung der Gewässer, die Ausweisung von Bauland für Einheimische, das Anlegen von Ausgleichsflächen oder die gemeinsame Sorge um vorhandenen Hundemist, der oftmals Ursache für bakteriologische Grundwasserbeeinträchtigungen ist. Ein besonderes Thema für Bürgermeister Tischner war die Ausweisung von Gewerbegrund in Verbindung zur Sicherung von wichtigen Arbeitsplätzen. „Noch nie gab es von den Bauern so viele Grundstücksangebote wie jetzt“, sagte das seit 24 Jahren in Rohrdorf tätige Gemeindeoberhaupt. Gründe für diese Vielzahl an Angeboten sind wohl allgemeine Schwierigkeiten, denen sich die Landwirtschaft ausgesetzt sieht.

Chancen der Kooperation sind nach den Ausführungen von Ranner und Tischner ebenfalls gegeben. So zum Beispiel auf dem großen Feld der Direktvermarktung oder in guter Abstimmung mit dem Maschinenring, der bei zahlreichen Arbeitsleistungen sowohl Partner der Bauern als auch der Gemeinden sein kann. Auch das Bauen mit heimischen Holz ist eine Chance für die Bauern. In diesem Zusammenhang kritisierte Ranner die Holzstadt Rosenheim. „In Rosenheim gibt es keinen einzigen repräsentativen Holzbau. Der einzig bekannte war der Glückshafen und der ist eingefallen“, so der Abgeordnete in seinem Seitenhieb auf die Holzstadt. Holz ist erwiesenermaßen der gesündeste Baustoff und sollte deshalb vermehrt zum Einsatz bei heimischen Bauten kommen, so eine der Forderungen. In der freien Aussprache kam es mehrmals zu Forderungen der Bauern an die Bürgermeister und an den Abgeordneten, dass man die Wasserversorgung nicht in die Hände von Konzernen geben dürfe. Die Diskussion unter der Leitung von Bauernverbands-Geschäftsführer Stefan Kürschner zeigte, dass es den Bauern in vielen Fragen ihrer Arbeit um ein starkes Bündnis mit der Gemeinde gehe. Landes-, Bezirks- und Kreisbäuerin Annemarie Biechl bat die Bauern, auch zukünftig trotz steigender Anforderungen praxisbezogen um notwendige Entscheidungen mit den Gemeinden und Kommunen bemüht zu bleiben. Zu weiteren Ehrengästen der Versammlung gehörten die stellvertretende Kreisbäuerin Anneliese Riepertinger, zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis Rosenheim sowie Vertreter der Maschinenringe, der Banken, der Schafhaltervereinigung sowie des Ehemaligen-Vereins Rosenheim.


Prien heißt neuen Kaplan willkommen: Prien (hö) 07.10.02 -  Die Pfarrgemeinde „Maria Himmelfahrt“ hat wieder einen Kaplan zur Unterstützung der vielfältig anstehenden Aufgaben im kirchlichen Bereich. Christoph Zirkelbach trat dieser Tage den Dienst als Nachfolger von Pater Georg Lindl an. Im Rahmen eines Gottesdienstes und eines Begegnungs-Frühschoppens im Kolping-Raum des Pfarrheimes stellte sich der neue Seelsorger den Gläubigen im Beisein von Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Nicolas Koschorz und zahlreicher Ehrenamtlicher  vor.

„Meine ersten Eindrücke von Prien sind von einer freundlichen Atmosphäre und von einer lebendigen Pfarrgemeinde geprägt“, so der neue Kaplan, dem in den ersten Tagen der starke Besuch der Gottesdienste besonders angenehm aufgefallen ist. Der Spätberufene und 38-jährige hat sich viel vorgenommen für die Aufgabe in Prien: „In der Hauptschule habe ich zwei 5. Klassen, die Jugendarbeit in Prien (nicht in den Filialen!) und die Firmvorbereitungen im Besonderen sind neben der allgemeinen Pastoral meine besonderen Aufgabengebiete“, blickte er nach vorne. Ganz fremd sind ihm Prien und der Chiemsee nicht. Als in Baldham (Gemeinde Vaterstetten) bei München aufgewachsener Schüler mit Eltern, die dem unterfränkischen Rhöngebiet entstammen,  sind ihm bayerische Lebenselemente wohl bekannt. Recht ungewöhnlich ist sein beruflicher Werdegang vor der endgültigen Entscheidung für Gott und für den Dienst in der Kirche. Nach Abitur und Bundeswehr meisterte Kaplan Zirkelbach nach dem Studium der Chemie und Biochemie die Diplomarbeit am Max-Planck-Institut in Martinsried bei München. Nach einem 9-monatigen Arbeiten mit einem eigenem Labor stellte sich der frisch gebackene Diplom-Chemiker einer Selbst-Überprüfung. Dieser entstammte ein viermonatiges Missions-Praktikum im afrikanischen Ruanda mit einem ganz nahen Dienst am Nächsten, Kranken und Schwachen. „Aids, Psychiatrische Fälle und Armut in unbeschreiblicher Form haben mich beeindruckt“, so Christoph Zirkelbach, der nach seinem Afrika-Aufenthalt ein Seminar besuchte und danach für zwei Jahre nach Namur in Belgien zum Studium von Philosophie und Spiritualität reiste. Es kam dann in München am Priesterseminar und an der Universität zu den Studien der Theologie und alsdann zum Abschluss des Theologie-Diploms im Jahr 1999. Einem zweijährigen Pastoralkurs folgten die Diakonen-Weihe in Unterhaching und die Priesterweihe in Freising. Die Primiz in der Heimatpfarrei „Maria Königin“ in Baldham war für ihn ein bleibendes Ereignis. „Primizprediger war Professor Gerhard Ludwig Müller, der jüngst neu ernannte Bischof von Regensburg“, freut sich der neue Kaplan von Prien. Seine ersten Erfahrungen als Kaplan sammelte er im vergangenen Jahr im Pfarrverband Holzkirchen. Die nächsten beiden Jahre sind für Prien sowie für die zughörigen Kirchen von Hittenkirchen, Greimharting und Wildenwart vorgesehen. Nach den ersten Begegnungen freut sich Zirkelbach auf seine Aufgabe in Prien. Gut sichtbar war diese Freude beim Frühschoppen im Pfarrheim. Seit fünf Jahren gibt es dieses Angebot an jedem ersten Sonntag im Monat. Dabei können sich Angestammte und Neubürger gleichermaßen kennen lernen. Diesmal war es für den Kaplan eine gute Gelegenheit, sich selbst vorzustellen. Bürgermeister Christian Fichtl von der Marktgemeinde Prien freute sich in seinen Willkommensgrüßen, dass wieder ein Kaplan in Prien ist. „Wir sind froh über ihren Dienstbeginn und weiterhin darum bemüht, mit Ihnen ein herzliches Verhältnis zwischen Kirche und Rathaus zu pflegen“, so der junge Bürgermeister zum neuen Kaplan. 


Leonhardi-Versammlung vor Leonhardiritt: Rossholzen/Samerberg (hö) 05.10.02 -  Seine heurige Jahresversammlung hält der Leonhardiverein von Rossholzen am Samerberg am Freitag, 11. Oktober ab 20 Uhr beim Huberwirt in Esbaum ab. Die Tagesordnung sieht neben dem Bericht von Vorsitzendem Bartholomäus Mayer vor allem die Vorbesprechung des Leonhardirittes vor. Dieser findet am Samstag, 9. November ab 10 Uhr in Rossholzen statt. Die Zusammenkunft steht allen Mitgliedern sowie auch jenen Leuten zum Besuch offen, die sich für das Leonhardi-Vereinsleben interessieren.