Kurznachrichten 2002/3

Hohes Lob bei Eröffnung der  heurigen Kulinarischen Herbst-Aktion im Chiemgau: Aschau (hö) 29.09.02 -  Hohes Lob aufgrund letztjähriger Erfahrungen und als Vorschuß-Lorbeeren erhielten die zehn Mitglieder des heurigen „Kulinarischen Herbstes“ im Chiemgau. Bei der einfallsreichen Präsentation des Speisenkarten-Programmes bis 20. Oktober ernteten die Köche und Wirte aus Aschau, Bernau, Frasdorf, Neubeuern und Rohrdorf in der voll besetzten und schön hergerichteten Festhalle von Hohenaschau viel Zustimmung. Bürgermeister Kaspar Öttl und Landtagsabgeordneter Adolf Dinglreiter sprachen von einer Privat-Initiative, die den Gästen, der Gesellschaft und den Herausforderungen der Zeit gleichermaßen schmeckt. Nähere Informationen zum nunmehr gestarteten „Kulinarischen Herbst im Chiemgau“ gibt es bei den örtlichen Verkehrsämtern, beim Tourismusverband Chiemsee sowie bei Wirte-Sprecher Willi Mehlhart, Telefon 08051-7377.


Bereits 100 Vermieter spenden für Hochwasser-Opfer: Welle der Hilfsbereitschaft aus Bayern und Tirol erreicht die Diözese Görlitz und den Großraum Dresden Aschau (hö) 15.09.02 -  Immer größere Wellen schlägt die Hochwasser-Hilfsaktion der  Tourismusgemeinschaft „Zwischen Kaiser und König“. Aus 12 bayerischen und tirolerischen Gemeinden haben sich bislang genau 100 Gastgeber gemeldet, um für einige Tage (in der Regel eine Woche) Freiquartiere für Leute zur Verfügung zu stellen, die in den östlichen Bundesländern in arge Hochwasser-Not geraten sind. Von den 100 Quartierspendern stehen nach einer ersten Zusammenstellung von Initiator Wolfgang Bude aus Aschau 99 Ferienwohnungen und 28 Gästezimmer zur Verfügung. Insgesamt können sich 393 Personen an 125 Wochen Urlaub erfreuen. „Neben dem eigentlichen Wert der Solidarität hinaus haben diese Bereitschaften einen Gegenwert von rund 38.000 Euro“, so der Tourist-Info-Leiter, der zusammen mit Pfarrer Josef Winkler aus Aschau bereits enge Kontakte in die Hochwasser-Diözese Görlitz und in den Großraum Dresden aufgenommen hat. Vom dortigen Generalvikar Hubertus Zomach gibt es bereits erste Rückmeldungen an seinen Freund und Aschauer Pfarrer Winkler. „Einfach überwältigend, was wir hier bekommen. Die Freude ist riesengroß, wir werden kommen“ ließ der Generalvikar ausrichten. Über weitere Entwicklungen und zu den Möglichkeiten, sich mit weiteren Spenden an der großen Aktion zu beteiligen, informiert die Tourist-Info Aschau, Telefon 08052-904937.


Renovierung der Totenfahne jetzt vollendet: St. Salvator (hö) 15.09.02 -  „Mit den Spenden, die aufgrund der heurigen Erntesträußerl eingegangen sind, kann die Renovierung der Totenfahne für die Filial- und Wallfahrtskirche von St. Salvator abgeschlossen werden“ sagte Pfarrer Bruno Fink beim heurigen Erntedank-Gottesdienst in der schön geschmückten Kirche. Genau 460 Euro gingen an Spenden ein. Dafür galt vor allem den aktiven Dirndl und den Röckefrauen des Atzinger Trachtenvereins ein herzliches „Vergelt´s Gott“. Schließlich sorgten sie in fleißiger und gekonnter Arbeit für das Binden der Erntekrone sowie für das Herstellen der Erntesträußerl. In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Fink an die tiefe Bedeutung des Erntedankes. „Heuer haben wir mit dem Hochwassser verspürt, was es heißt, wenn die Ernte nicht selbstverständlich eingefahren werden kann. Sagen wir in diesen Tagen nunmehr Dank für all jene Ernteerzeugnisse, die wir trotz der Wetterkapriolen von den Feldern bekamen und noch erwarten dürfen“, so der Pfarrer, der zum Erntedank auch den bald kommenden Viehabtrieb von den heimischen Almen erwähnte. Nach dem Kirchgang fanden sich die Trachtler noch im Gasthaus Stocker zum gemütlichen Frühschoppen ein.


Niederaschauer Trachtler plattelten um Zehntelpunkte: Niederaschau (hö) 15.09.02 -  Zehntelpunktegenau ging es her als sich die Dirndl und Buam des Trachtenvereins „Edelweiß“ Niederaschau anlässlich ihres heurigen Vereinspreisplattelns mit Dirndldrahn im Gasthaus „Chalet“ trafen. Teilweise musste bei Punktgleichheit noch „gerittert“ werden, um den endgültigen Sieger zu bekommen. „Insgesamt ein sehr zufriedenstellendes Leistungs- und Vereinsergebnis“ so Trachtenvorstand Heinz Scheck abschließend.

Zu Beginn hieß Vorstand Scheck ganz besonders Zweiten Bürgermeister Karl Haberstock, Zweiten Gauvorstand Christoph Bauer und die vereinseigenen Musikanten willkommen. Alsdann übergab er das Zepter an die entscheidenden Preisrichter. Es waren dies Lenz Mühlberger aus Reit im Winkl, Sepp Stangl aus Hohenaschau, Christian Parigger aus Sachrang und Christoph Kaufmann aus Hittenkirchen. Deren Bewertungen und die Berechnungen des Auswertungsbüros ergaben folgende Ergebnisse:

Buam I: Seppi Reiter vor Peter Thaurer. Buam II: Toni Schmid vor Alois Heinrich. Buam III: Seppi Schmid vor Andreas Habl. Buam IV: Andi Scheck vor Seppi Thaurer. Dirndl I:  Regina Thaurer vor Christine Kräh. Dirndl II: Maria Anner vor Alexandra Schmid. Dirndl III: Theresa Thaurer vor Veronika Schmid. Dirndl IV: Elisabeth Schmid vor Angelika Stein. Aktive Buam: Peter Reiter vor Franz Reiter. Aktive Dirndl: Kathrin Kramer vor Christina Ranftl. Passive Buam: Heinz Scheck vor Peter Thaurer. Beim Gruppenplatteln siegten Pauli Kink, Peter Reiter, Andreas Thaurer und Heinz Scheck vor Stefan Thaurer, Franz Reiter, Klaus Aiblinger und Wolfgang Wörand. Für alle Teilnehmer gab es zur Erinnerung schöne Holzkrügerl, Taler, Trachtenschmuck oder Hemden als Preise. Dank großzügiger Gönner fiel die Preisverteilung recht großzügig aus. Als beste Aktive erhielten Peter Reiter und Katrin Kramer den Wanderpokal. Ehe das Preisplatteln noch zünftig ausklang gab Trachtenvorstand Heinz Scheck noch bekannt, dass sich die Niederaschauer Trachtler am Samstag, 12. Oktober am gemeinsamen Saisonschluß-Heimatabend zusammen mit den Trachtenfreunden von Hohenaschau und Sachrang beteiligen werden.


50 Wirte fördern „Regionale Schmankerlwoche“ im Landkreis Rosenheim: Rosenheim (hö) 12.09.02 -  Gleich ganze 50 und durchwegs gute Wirte aus dem Landkreis Rosenheim sind mit dabei, wenn sich heuer vom 27. September bis 6. Oktober eine „Regionale Schmankerlwoche“ präsentiert. In enger und gekonnter Zusammenarbeit zwischen dem Hotel- und Gaststättenverband Rosenheim Stadt und Land, dem Bayerischen Bauernverband und der Metzger-Innung des Landkreises Rosenheim haben sich die Wirtschaften bestens gerüstet. Produkte aus heimischen Erzeugerbetrieben sollen zur Förderung der Landwirtschaft, aber auch zur Gaumenfreude von Gästen zum Einsatz kommen. „Qualität, Frische und Heimatverbundenheit führen wir zu einem gemeinsamen Anspruch zusammen, so dass die Aktion einige wohlschmeckende Überraschungen parat haben wird“, so Franz Bergmüller als Vorsitzender des Hotel- und Gaststätten-Kreisverbandes Rosenheim. Nähere Informationen für die „Regionale Schmankerlwoche“ in den 50 Wirtschaften des Landkreises gibt es bei Franz Bergmüller unter 08063-295.


Grenzenlose Hochwasser-Hilfe für Sachsen hat bereits Freiaufenthalte für 279 Personen: Aschau (hö) 04.09.02 -  Riesenecho auf den Aufruf der Tourismusgemeinschaft „Grenzenlos zwischen Kaiser und König“ zur Hilfe für Hochwasseropfer in Sachsen. Bislang gingen aus 11 der 14 Orte der bayerisch-tirolerischen Region zahlreiche Vermieter-Bereitschaften ein, damit geschädigte Hochwasseropfer aus Sachsen sieben kostenfreie Urlaubstage verbringen können. Wie Wolfgang Bude von der Tourist-Info Aschau als Initiator und Koordinator mitteilte, konnte mit dem Ordinariat der Diözese Görlitz und mit dem dortigen Generalvikar Hubertus Zomach schon viel Grundsätzliches vereinbart werden. Die Diözese Görlitz stellt ihrerseits die Verbindung zur Diözese Dresden her, da diese am stärksten vom Hochwasser betroffen ist. Sage und schreibe 68 Gastgeber aus Tirol und Bayern haben für 67 Ferienwohnungen und für 24 Gästezimmer insgesamt für 279 Personen einen Freiaufenthalt mit einer Gesamtdauer von 92 Wochen spendiert. „Bei anhaltender Bereitschaft haben wir bald zwei volle Jahre als kostenlose Ferienzeit beieinander“, so Wolfgang Bude, der aufgrund der großen Hilfsbereitschaft viel zu tun hat. „Aus Sachsen kommen unsere Gäste, die wir seit der Maueröffnung gerne beherbergen und nach Sachsen geht jetzt unsere Hilfe zurück“, so Wolfgang Bude. In der Regel haben die Vermieter die Quartiere für eine Woche zur Verfügung gestellt und mitgeteilt, zu welchem Herbst-, Winter- oder Frühjahrszeitraum eine Buchung möglich ist. Nähere Informationen zu der grenzenlosen Hochwasser-Hilfsbereitschaft gibt es bei der Tourist-Info in Aschau, Telefon 08052-904937.


Priener Wirte Elf startet Hilfsprogramm für Hochwasser-Geschädigte mit „Preaner-Teller-Aktion“: Prien (hö) 28.08.02 - Zur Linderung der Hochwasser-Not im eigenen Land und in außerbayerischen Bundesländern haben sich die Mitglieder der Priener Wirte Elf eine besondere Aktion einfallen lassen. Der "Preaner Teller", das schmackhafte Aushängeschild und Markenzeichen der ganzjährig aktiven Wirte-Gemeinschaft wird seitens der Gastgeber „angezapft“. Insgesamt erhoffen sich die ideenreichen und großzügigen Priener Wirte allein von dieser Maßnahme einen ansprechenden Betrag.  

Derzeit bereiten sich die Mitglieder der Wirte Elf für die Spendenaktion vor. Einen guten Ansatz sehen sie dabei mit dem seit mehr als einem Jahr recht erfolgreichen „Preaner Teller“. Das heißt, jeder Gast der einen „Preaner Teller“ genießt leistet damit einen Solidaritäts-Beitrag, weil jeder Wirt vom verkauften Teller einen Euro in die Spendenkasse abführt. Und wie beim jüngsten Wirtestammtisch weiter vorgeschlagen wurde, will man mit Anreise,  Quatier, Verpflegung und Freizeitprogramm, einem Kreis von ausgesuchten Familien aus Sachsen und Sachsen Anhalt, Freude und Hoffnung zukommen lassen. In guter Abstimmung mit der Priener Tourismusgesellschaft, mit dem Priener Wirtschaftsforum und mit der Gemeinde soll diese Aktion eine noch größere Tragweite erhalten. „Je mehr wir zusammenbringen, desto mehr können wir helfen“, nach diesem Grundsatz  will Helmut Estermann als Sprecher der Wirte-Gemeinschaft ein Zeichen setzen. „Schließlich bewerben wir die Gäste als zahlendes Publikum. Jetzt, wo sie in große unverschuldete, kaum vorstellbare Not geraten sind, wollen wir Ihnen auch zeigen, dass wir zusammenpassen“, so der Gastronom, der für weitere Abstimmungen unter Tel.-Nr. 08051-6030 gerne zur Verfügung steht  

Momentan gehen die Wirte von Freiaufenthalten für 20 Personen plus X aus. „Das hängt vom Verlauf der Aktion und von der Unterstützung unserer Gäste und Partner ab“ so die einhellige Meinung aller Wirte, die mit großer Spendenbereitschaft und Elan an diese Aktion herangehen. Mit dem September „Preaner Teller“ beginnt der Start.Über den Verlauf  der Aktion und von Maßnahmen, die damit ermöglicht werden, wird die Priener Wirte Elf ihre Gäste und die Öffentlichkeit informieren.


Überraschungs-Hilfe von 40 Leuten bei Aufräumarbeiten im Priental: Aschau (hö) 27.08.02 -  Eine außergewöhnliche Hilfsgeschichte hat die Gemeinde Aschau i. Chiemgau im Zuge der Hochwasser-Aufräumarbeiten erfahren. Rudolf Hunger, Gärtnerei-Besitzer aus Kiefersfelden sah sich unmittelbar nach der Unwetter-Katastrophe im Rahmen einer Radl-Exkursion bei den geschädigten Gemeinden um. Dabei fiel ihm Aschau besonders auf.

Als einige Tage später noch viel schlimmere Meldungen aus dem Land Sachsen kamen, wollte der Kiefersfeldener mit einer ganzen Gruppe Gleichgesinnter dorthin fahren. Doch es war telefonisch nicht möglich, einen Einsatzplan ein sächsisches Katastrophengebiet zu vereinbaren. Und als einige Tage später bayerische Feuerwehrleute trotz Bedarf wieder heimgeschickt wurden, da entschied Hunger, sich an die Gemeinde Aschau zu wenden. Bei einem ersten Gespräch mit Bürgermeister Kaspar Öttl nahm dieser das Angebot an, dass man mit 15 Leuten zum Aufräumen kommen will. Vereinbarungsgemäß traf man sich am letzten Samstag in der Früh um 8 Uhr am Bahnhof. Aber nicht 15, sondern 40 Männer konnten von Zweiten Bürgermeister Karl Haberstock begrüßt werden. Schnell wurden Einsatzarbeiten in den am schlimmsten betroffenen Gemeindeteilen in Grünwald und in Sachrang ausgemacht. „Vor allem Handarbeiten, die ohne Maschinen zu machen sind, wie das Entfernen von Steinen und Unrat entlang der Böschungen und auf den Wiesen haben wir uns vorgenommen“, so Rudolf Hunger. Einen ganzen Tag lang war die große Helferschar im fleißigen und unermüdlichen Einsatz. Holz und Steine kamen haufenweise zusammen, die Wiesen und Felder wurden wieder sauber. „Sie haben hervorragende Arbeit geleistet. Ihr spontaner und unerwarteter Einsatz hat unseren Grundstücksbesitzern viel geholfen“, so Bürgermeister Haberstock, der noch eine zweite Überraschung erlebte. Als er zu Brotzeit und Bier einlud hieß es kategorisch: „Die Brotzeit haben wir uns selber mitgebracht und Alkohol trinken wir überhaupt keinen“. Dabei verrieten die Helfer aus dem Inntal, dass sie mit Freunden einer mormonen-zugehörigen Religionsgemeinschaft gekommen sind. Die Leute kamen auch aus dem Münchner und Augsburger Raum. Einige Gäste aus Amerika halfen ebenfalls mit. In einigen Gesprächen mit den Helfern stellte Karl Haberstock fest, dass der unbedingte Wille zum Helfen bei dieser Gruppe stark ausgeprägt war. „Ein Segen, wie Sie gearbeitet haben, Sie hatte der Himmel geschickt“, so ein betroffener Bauer aus Sachrang, dem mit Hilfe der großen Truppe eine Riesen-Arbeit abgenommen worden ist.

Nähere Infos: 2. Bürgermeister Karl Haberstock, Telefon 08052-904913


Tanzfreuden am Bartholomäus-Tag in Hittenkirchen ein voller Erfolg: Hittenkirchen (hö) 25.08.02 -  Welch starke Anziehungskraft das Trachtenheim von Hittenkirchen für Blasmusik- und Volkstanzfreunde hat, das  zeigte sich wieder einmal beim traditionellen Kirtatanz anlässlich des „Bartholomäus-Tages“. Vom Berchtesgadener bis zum Werdenfelser Land kamen treue Besucher, um gemeinsam mit den Hittenkirchener und Chiemgauer Leuten einen schönen Abend zu verbringen. Hauptgaranten für den Erfolg der Veranstaltung waren die „Buachawaidla Musikanten“ aus Unterwössen und Umgebung. Zwischen deren Aufspielen zum Tanz zeigten die jungen Dirndl und Buam vom Trachtenverein Hittenkirchen einen flotten Marschplattler und das Mühlradl. Erster Vorstand Christoph Kaufmann freute sich in seiner Begrüßung, dass die Jugend auch unter den Tanzfreudigen recht stark vertreten waren. Zweiter Vorstand Jakob Irrgang verstand es auf seine fachliche und freundliche Art, einige Volkstanzformen näher zu erläutern. Verständlich, dass die Musikanten an diesem Abend noch lange zu tun hatten, um der allgemeinen Tanzfreude gerecht zu werden. Die nächsten Ereignisse im Trachtenheim von Hittenkirchen sind am Freitag, 13. September das Herbsttanzl mit den „Jungen Riederinger Musikanten“ und am Freitag, 11. Oktober der bekannte Sänger- und Musikanten-Hoagart (hierzu gibt es einen Kartenvorverkauf unter den Telefon-Nummern 08051-4683 und 08051-1833)


Bayerische Trachtler starten landesweite Spendenaktion für Flut-Opfer in Deutschland: Bayern (hö) 26.08.02 -  Fassungslosigkeit vor dem Fernseher mit den schlimmen Hochwasserbildern aus vielen Teilen der Bundesrepublik sind den Verantwortlichen des Bayerischen Trachtenverbandes zu wenig an Reaktion. Nach einem Beschluß der Vorstandschaft will man richtig helfen. Aus diesem Grunde wurden für die Geschädigten und Opfer zwei Konten eingerichtet unter dem Stichwort „Flutkatastrophe 2002“ (Kreissparkasse Vagen, Nr. 198333, BLZ 71151240 und Raiffeisenbank Mangfalltal, Nr. 234567, BLZ 71165150). Landesvorsitzender Otto Dufter aus Unterwössen sieht in der Solidaritäts-Aktion eine Maßnahme, die über die Landes- und Brauchtumsgrenzen hinweg verbinden soll. Und Verbandskassier Max Reitner aus der Gemeinde Feldkirchen-Westerham erhofft sich aufgrund sonstiger spürbarer Solidarität auch ein Zusammenhalten in dieser Krisensituation mit zahlreichen Schicksalen unschuldiger Opfer der Naturkatastrophe. „Wir haben 23 Gaue und Bezirke im Bayerischen Trachtenverband mit etwa 1.000 Trachten- und Heimatvereinen, mit 200.000 erwachsenen sowie rund 100.000 jugendlichen Mitgliedern. Da könnten wir doch etwas bewegen“, so Landesvorsitzender Otto Dufter, der zu dieser Aktion gerne auch unter der Telefon-Nummer 08641-8779 nähere Auskünfte erteilt.


Urlaub „Grenzenlos“ nach dem Hochwasser: Aschau i. Chiemgau (hö) 22.08.02 - Betroffen von den Auswirkungen des Jahrhunderthochwassers auf Menschen und deren Existenz wollen auch die in der Werbegemeinschaft „Urlaub Grenzenlos zwischen König & Kaiser“ zusammengeschlossenen Gemeinden und Tourismusverbände ihren Beitrag zur Linderung der Schäden leisten. Die 14 Tiroler und bayerischen Urlaubsorte, in denen durchschnittlich 500.000 Gäste pro Jahr ihre Ferienzeit verbringen, möchten den Hochwassergeschädigten aus den traditionellen Herkunftsgebieten Sachsen und Sachsen-Anhalt das anbieten, was sie haben: Urlaubsunterkünfte – und zwar kostenlos! In den Orten werden dieser Tage alle Gastgeber angeschrieben und gebeten, sich an der Aktion zu beteiligen. Die Tourismus - Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass viele Vermieter ihre Ferienwohnungen und Quartiere für eine Woche und mehr kostenlos zur Verfügung stellen. Gedacht ist an die Zeit von Mitte Oktober bis Ende April (ausgenommen 25.12.-6.1.). Die Geschädigten sollen nach einer gewissen Zeit Gelegenheit erhalten, wenigstens einmal eine Woche aus ihren vier Wänden raus zu kommen, ohne dafür viel Geld aufwenden zu müssen. „Sicher kann das auch nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein sein, aber wenn dadurch einigen hundert Familien wenigstens eine kleine Freude, eine willkommene Abwechslung erfahren, dann wäre das eine feine Sache“, so Wolfgang Bude als Initiator und Koordinator und als Leiter der Tourist-Info Aschau i. Chiemgau, Telefon 08052-904937 in seiner Vermeldung zum Start dieser Aktion.


Abgestürzter Gleitschirm am Hochriesgipfel: Hochries (hö) 21.08.02 - Einen abgestürzten Gleitschirmflieger musste die Bergwacht Rosenheim am späten Dienstagnachmittag  auf dem Hochries Gipfel aus einem ca. 15 Metern hohen Baum bergen. Über Telefon wurde der Bereitschaftsleiter der Rosenheimer Bergwacht um ca. 17.10 Uhr von einer Fluglehrerin am Samerberg informiert, dass an der Westrampe ein Gleitschirmflieger abgestürzt ist und er aus eigener Kraft nicht vom Baum herunter kommt. Daraufhin wurde über die Rettungsleitstelle der Einsatzleiter und die Piepsmannschaft  alarmiert, und parallel dazu die Baumbergestange der „Bergwacht ARGE Priental“ in Aschau abgeholt. Auf der Anfahrt zur Hochriesbahn, wurde mit der Flugschule über Funk abgeklärt wie die Situation des Gleitschirmfliegers im Baum ist, da unmittelbar nach dem Absturz ein am Hochriesgipfel anwesender Fluglehrer dem Unfallopfer zu Hilfe eilte. Mittlerweile klagte der Patient über Schmerzen im Rückenbereich. Daraufhin wurde der Rettungshubschrauber aus Traunstein angefordert, der zu diesem Zeitpunkt gerade am Klinikum Rosenheim war. Nach einem Überflug und der Sichtung des Unfallortes durch die Mannschaft der Bergwacht wurde kurz mit der Besatzung des Hubschraubers über den weiteren Ablauf  der Bergung gesprochen. Erstmals musste der Gleitschirmpilot durch die Bodenmannschaft mittels der Baumbergestange gesichert werden. Anschließend begann der Christoph 14 mit einem Bergwachtler am Bergetau den Piloten aus dem Baum zu retten. Diese Rettungsmethode ist auf die Gefahr einer eventuellen Verletzung des Rückens die Schonendste für den Patienten. Am Zwischenlandeplatz wurde der Patient von der Notärztin versorgt und anschließend ins Klinikum Rosenheim geflogen. Die Bergwacht Mannschaft hatte nun noch mit dem Fluglehrer und dem inzwischen am Unfallort eingetroffen Sohn des Patienten die Aufgabe den Gleitschirm aus dem Baum zu bergen. Die Bergung des ziemlich neuwertigen Schirmes gestaltete sich äußerst schwierig durch die vielen Äste und der Lage des Schirmes. Der Einsatz war gegen 20.30 Uhr zu Ende.


Sommertermine der Atzinger Trachtler: Atzing (hö) 28.07.02 -  Allerhand Termine gibt es in diesen Tagen und Wochen für die Mitglieder des Atzinger Trachtenvereins. Nach vielen Probenarbeiten im Trachtenstadel und dem Vereinspreisplatteln mit Dirndldrahn in den Räumen der Ballfabrik Obermaier wird am Dienstag, 23. Juli das wegen Schlechtwetter ausgefallene Waldfest im Buchenwald von Munzing nachgeholt. Beginn ist um 19 Uhr mit Blasmusik und Trachtendarbietungen. Ein weiteres Waldfest ist am Sonntag, 28. Juli, dann mit der Blaskapelle Wildenwart. Am selben Tag beteiligen sich die Kinder und alle Mitglieder des Trachtenvereins „Daxenwinkler“ beim Gautrachtenfest in Schleching. Gemeinsame Abfahrt mit dem Bus ist um 8.30 Uhr beim Trachtenstadel. Eine Woche später findet in Schleching das Gaupreisplatteln mit Atzinger Beteiligung statt. Gleichzeitig nimmt der Trachtenverein mit Fahnenabordnung, Nachwuchs und Mitgliedern am Sonntag, 4. August am Gründungsfest des Trachtenvereins in Hirnsberg teil. Die Abfahrt mit Privatautos bei Mitfahrgelegenheiten erfolgt am Trachtenstadel um 9 Uhr. Der Gottesdienst ist um 10 Uhr und der Festumzug in Hirnsberg beginnt um 14 Uhr. Nach diesen Sommer-Terminen haben die Trachtler von Atzing am Sonntag, 15. September den Erntedank-Gottesdienst in St. Salvator, am Sonntag, 13. Oktober den Jahrtag in Wildenwart und am 27. Oktober die Jahresversammlung im Gasthaus Stocker angesetzt.


Großes Interesse zum Auftakt des 12. Ferienprogrammes in Aschau: Aschau (hö) 20.07.02 -  45 Tage lang mit insgesamt 676 zur Verfügung stehenden Plätzen wird es in der Gemeinde Aschau wieder ein Sommer-Ferien-Programm geben. Der Ansturm am ersten Anmeldetag war vielversprechend. Trotz der Morgenstunden fanden sich überaus viele Eltern ein, um für ihre Sprösslinge die Ferien-Buchungen vorzunehmen. Dabei fiel die Wahl nicht immer leicht. Schließlich hat die Gemeinde mit den Ferienprogramm-Verantwortlichen wieder eine Fülle an Ideen in ein umfassendes Programm umgesetzt. Insgesamt 39 Aktivitäten sind im heurigen Programmheft enthalten.

Die vielfältig gemachten Erfahrungen bei den inzwischen elf abgeschlossenen Ferien-Programmen in Aschau kommen heuer sicherlich den Kindern erneut zugute. „Wenn wir jetzt das Dutzend voll machen, dann wieder mit Spaß und Freude“, so die Organisatoren im Aschauer Rathaus. Dies gilt auch für die Frauen Getto (Telefon 08052-9049-22) und König (Telefon 08052-9049-23), die sich als Mitarbeiterinnen im Ferienbüro um den ordnungsgemäßen Organisations-Ablauf bemähen. Das Ferienbüro im Rathaus hat im übrigen montags, dienstags, mittwochs, donnerstags und freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Weitere Öffnungszeiten sind am Montag und am Dienstag von 14 Uhr bis 16.30 Uhr. Einmal in der Woche und zwar am Donnerstag ist von 14 Uhr bis 18 Uhr offen. Bürgermeister Kaspar Öttl als verantwortlicher Herausgeber des Programmheftes bedankte sich beim Start der Veranstaltungsreihe vor allem bei seiner Mitarbeiterschaft, bei Privatpersonen und bei den Aschauer Vereinen. Ein Extra-Dank galt der örtlichen Sparkasse, die zur Mit-Finanzierung des Heftes beitrug. Das gesamte Ferienprogramm wurde in enger und bewährter Abstimmung mit dem Kreisjugendamt Rosenheim erstellt.

Von Ausflugsfahrten bis zum Ziegen-Melken

Den Auftakt der Ferien-Ereignisse für die im Urlaub daheim bleibenden Kinder bildet am Freitag, 2. August ein Besuch beim Bergbauernladen in Aschau. Das Melken der Milchziegen und das Treiben der Tiere auf die Weide soll informativ und spassig gleichermaßen sein. Natürlich gibt es dazu eine passende Brotzeit aus dem Bergbauernladen mit frischem Ziegenkäse und mit Ziegenmilch. Alsdann wird die Milch zu Käse verarbeitet. Treffpunkt ist schon um 7.30 Uhr in der Früh. Am Montag, 5. August wird gemalert und gegärtnert und einen Tag später wird getöpfert. Weitere Themen in den folgenden Tagen und Wochen sind der „Drachenbau für windige Gesellen“, ein Schnupper-Tennis, die Seidenmalerei, Inline-Skaten, Luftgewehr- und Pistolenschiessen, der Umgang mit Pferden, das Kennenlernen eines Rettungshubschraubers, ein Tanzkurs oder das Kräuterbuschbinden zum Feiertag „Maria Himmelfahrt“. Der Besuch der Spielstadt „Mini Rosenheim“ ist ebenso vorgesehen wie abenteuerliches Canyonning und Rafting oder eine Fahrt mit der Chiemgau-Bahn zum Minigolfspielen nach Prien. Eine Werksbesichtigung bei BMW in München und ein risikofreier Blick hinter die Gefängnismauern von Bernau folgen. Märchen-Erlebnispark, Bergwacht-Tag, Jagd-Erlebnisse in den Wäldern des Barons von Cramer-Klett und ein Aktionstag in der Aschauer Kinderklinik folgen. Auch der neue Klettergarten steht auf dem Programm, das am Freitag, 13. September mit dem Bau einer Bruchsteinmauer endet. Bis zu diesem Abschlusstag können die Dirndl und Buam von Aschau noch wählen zwischen dem Besuch bei den Gebirgsjägern in Bad Reichenhall, dem Aufsuchen eines Lehrbienenstandes vom Imkerverein Törwang am Samerberg oder einer Fahrt mit dem Polizeiboot auf dem Chiemsee. Dies und noch einiges andere mehr ist im Programmheft enthalten, das ab sofort bei der Gemeinde und bei der Tourist-Info Aschau, Telefon 08052-904937 kostenlos erhältlich ist.


Weiterbildungsseminar in der Simssee Klinik: Bad Endorf 18.07.02 - Von 10. bis 14. Juli fand in der Simssee Klinik ein Weiterbildungsseminar für rund 100 Sportmediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Bereits zum dritten Mal wurde der Workshop Sportmedizin in dem Fachkrankenhaus für Orthopädie in Bad Endorf abgehalten - erneut mit großem Erfolg. "Wir sind rundherum zufrieden", resümieren die Organisatoren Dr. Dietolf Hämel, Ärztlicher Direktor und Chef-arzt der Simssee Klinik, Prof. Dr. Bernd Rosemeyer, Klinik Josephinum München, sowie Dr. Michael Krüger-Franke und Dr. Andreas Kugler von der orthopädisch-chirurgischen Gemeinschaftspraxis am Nordbad in München. "Wenn die Teilnehmer schon am Ende des Seminars wissen möchten, wann das nächste stattfindet, dann ist das wohl ein gutes Zeichen."

Thema des diesjährigen Weiterbildungsseminars, das unter der Schirmherrschaft der GOTS (Gesellschaft für orthopädische Traumatologie) und der Sektion Sportorthopädie der DGOOC (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Traumatologie) stand, waren Gelenk- und Weichteilverletzungen im Sport. In zahlreichen Fachvorträgen wurden die unterschiedlichsten Verletzungsarten und deren Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten dargestellt, analysiert und diskutiert. Die Bandbreite reichte dabei von der Leistungsdiagnostik im Leistungssport, so wie sie in den ambulanten Rehazentren der Simssee Klinik an computer-gestützten Messgeräten erfolgreich durchgeführt wird, über die 3-D-Vermessung der Wirbelsäule (eine Spezialität der Simssee Klinik) bis hin zu "exotischen" Behandlungsformen wie Magnetfeldtherapie oder Akupunktur. Sogar ein Rhetorik-Schnellkurs für erfolgreiche Arzt-Patienten-Gespräche stand auf der Tagesordnung.

Größter Beliebtheit erfreute sich auch diesmal das vielseitige sportliche Begleitprogramm. Gemeinsam mit bekannten Spitzensportlern wie zum Beispiel
Wolfgang Kummer, Eishockey-Nationalspieler bei den Bietigheim Steelers, konnten die Sportmediziner zeigen, ob sie auch in der sportlichen Praxis
erfolgreich sind. Angeboten wurden Biathlon, Beachvolleyball, Badminton, Bogenschießen, Golf, Tennis, Mountainbiking, Schwimmen, Fußball, Tai-Bo,
Klettern, Kanu, Inline Skating, Inline Hockey und Ultimate Frisbee. Durch das Sporttraining sollen die Sportmediziner am eigenen Leib ein Gefühl und
Verständnis für verschiedene Sportarten und deren Verletzungsrisiken bekommen.

"Wir bedanken uns herzlich bei allen, die uns auch dieses Jahr wieder tatkräftig bei der Durchführung des fünftägigen Weiterbildungsseminars unterstützt haben", so Dr. Dietolf Hämel. "Ein ganz besonderer Dank gebührt dabei der benachbarten Sportschule Süd des Bundesgrenzschutzes." Das bundesweit bekannte Zentrum zur Förderung des Leistungssports, in dem schon sportliche Größen wie Uschi Disl, Martina Erdl und Claudia Pechstein herangezogen wurden, hat auch in diesem Jahr wieder mit der Bereitstellung von Referenten, Trainern und Sportausübungsplätzen einen wichtigen Beitrag zum Kongress der Sportmediziner in Bad Endorf geleistet.


"Jetzt red i" in Bad Endorf: Bayerisches Fernsehen zeichnet am 22. August Sendung im Kursaal auf: Bad Endorf, 16.07.2002. "Jetzt red i" ist mit 30 Jahren Laufzeit die älteste Bürgersendung des Bayerischen Fernsehens. Am Donnerstag, 22. August, wird nun eine weitere Folge im Kursaal von Bad Endorf aufgezeichnet. Moderator ist Dietmar Gaiser.

Das Prinzip von "Jetzt red i" ist so einfach wie erfolgreich: Der große Übertragungswagen fährt in eine Gemeinde, um dort einen Veranstaltungssaal zum Fernsehstudio umzubauen. Etwa zwei Stunden lang kann sich dann jeder, der will, zu Wort melden und sein Problem vortragen. Eine Auswahl dieser Wortmeldungen wird etwa drei Wochen später im Münchner Studio den Verantwortlichen vorgelegt. Sie sollen versuchen, die Probleme zu lösen oder
zu erklären, warum sie unlösbar sind.

Am 8. August werden in der Raiffeisenbank und Sparkasse in Bad Endorf Kästen aufgestellt, in die jeder, der am 22. August reden will, sein Thema einwirft, um dann einen Tag vor der Aufzeichnung sicher eine Eintrittskarte für die Aufzeichnung im Kursaal zu bekommen. Die restlichen Karten werden am
Abend vor der Aufzeichnung öffentlich vergeben. Falls mehr Interessenten als Sitzplätze vorhanden sind, werden sie verlost. Dieses System garantiert,
dass jeder die gleiche Chance hat.

Einlass für "Jetzt red i" im Kursaal ist um 18.30 Uhr, Aufzeichnungsbeginn ist um 19.00 Uhr. Bad Endorf darf sich schon jetzt auf einen interessanten Diskussionsabend freuen.


Gemeinderatsfleiß in Aschau: Aschau (hö) 10.07.02 -  Beratungsfleiß zeigte der Aschauer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung im Lesesaal. Das Hauptinteresse der Erörterungen galt dabei der Haushalts- und Finanz-Entwicklung der Gemeinde. Nur mit großer Vorsicht wollen Bürgermeiser Kaspar Öttl, die Verwaltung und auch die Gesamtheit der Gemeinderäte neue Investitionen tätigen. Aus diesem Anlass wurde Gemeindekämmerer Siegfried Loer gebeten, einen Halbjahrsbericht vorzulegen, der den weiteren Beschlüssen zugrunde liegen soll.

Das Gewerbesteueraufkommen in Aschau ist mit rund 500.000 Euro im Jahr noch besser als im Vergleich mit anderen Gemeinden. Damit und mit dem von Bürgermeister Öttl als verlässlichen Partner bezeichneten Freistaat Bayern, der gerade in jüngster Vergangenheit bei verschiedenen Groß-Baumaßnahmen in Aschau als Zuschussgeber fungierte, kann beruhigt in die Zukunft marschiert werden. „Zum 30. Juni zeigt sich eine erfreulich gute Haushalts-Entwicklung, so dass wir wieder einige Aufträge vergeben können“, so der Bürgermeister mit dem Hinweis, dass diese Aufträge vor allem dem Straßenbau und der Wasserversorgung dienen werden. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, so wird im Herbst eine weitere Vergabe-Aktion stattfinden. Aus diesem Grund vereinbarte man, dass sich der Gemeinderat im Herbst mit den Haushalts-Zahlen zum 30. September erneut beschäftigen wird. Sowohl die Ansätze und Zwischenstände zum Vermögens- und Verwaltungs-Haushalt gaben Anlass zur Zufriedenheit. Die geplante Neuverschuldung von 466.000 Euro machte bislang noch keine Extra-Kreditaufnahme erforderlich. Zum Thema Zahlungsmoral gab es ein Lob für den Freistaat, aber auch ein Manko mit Blick auf die Aschauer Bürgerschaft. „Von 87.000 Euro, die am Jahresanfang noch als überfällige Beträge gegenüber der Gemeinde noch offen waren, wurden im ersten Halbjahr lediglich 10.000 Euro von den Bürgern bezahlt“, so Bürgermeister Öttl.

Viele weitere Themen beschäftigten die Räte in dieser Sitzung noch. So zum Beispiel die etwas rückläufigen Belegzahlen des Seniorenheimes Priental bei gleichzeitig guter Wirtschafts- und Personalbilanz. Im übrigen wurde dabei den Mitgliedern des Gemeinderates eine neue Broschüre zu Leistungen und Preisen des Seniorenheimes ausgehändigt. Zahlen zu Übernachtungen und Gästen für den Monat Juni werden nach der Umstellung auf eine neue Anlage von der Tourist-Info nachgereicht. In jedem Fall geht man davon aus, dass in Aschau die Tourismus-Bilanzen rückläufig sind, da einige Häuser nicht mehr verfügbar sind. Erfreulich waren die Berichte aus der Personalabteilung. Während Carina Scherr die Verwaltungsprüfung I mit Erfolg abgelegt hat schaffte Herbert Reiter von der Tourist-Info die Prüfung zum Touristikfachwirt. Eine weitere Personalangelegenheit war die Bekanntgabe der Personalratswahlen. Afra Krom, ihre Stellvertreterin Carina Scherr sowie Wolfgang Grill (als Vertreter der Angestellten) und Günther Habl und Christoph Bauer als Arbeitervertreter erklärten sich nach der Wahl bereit, für ihre Kollegen ehrenamtlich tätig zu sein.

Grundsätzliche Zustimmung fand die Einladung der Firma MediaKom an den Gemeinderat. Wie Bürgermeister Kaspar Öttl sagte, sollte man sich dem heimischen Betrieb mit 20 Arbeitsplätzen und mit acht Millionen Post-Aussendungen im Jahr schon allein wegen seines Wirtschaftsfaktors und seiner Werbeeffekte nicht verschließen. Ein Besuchs-Termin wird demnächst vereinbart. Erinnert wurde in diesem Zusammenhang noch an die kommenden Orts-Besichtigungsfahrten des Gemeinderates am Dienstag, 16. Juli und am Dienstag, 23. Juli. Festhalten wollen die Gemeinderäte  am Jahresschlussessen. „Wir sind traditionell veranlagt und wir würden uns freuen, auch zum heurigen Jahresende, eventuell am Montag, 30. Dezember den Gemeinderat in einer der guten Aschauer Wirtschaften begrüßen zu dürfen“, so Kaspar Öttl.

Einigkeit herrschte auch bei der anstehenden Erneuerung des Sollinger-Steges, einem beschränkt-öffentlichen Fuß- und Radweg, der als „Ledererstegweg“ von der Cramer-Klett-Straße bis zur Kampenwandstraße führt. Der Sanierungsbeschluss grundsätzlicher Art erfolgte einstimmig. Aber ehe die Arbeiten richtig los gehen, soll aufgrund einiger Vorschläge aus den Reihen des Gemeinderates eine differenzierte Ausschreibung erfolgen. Für Maler-, Holz- und Stahlarbeiten werden nunmehr vor Ort die Angebote eingeholt. Auch wird geprüft, ob man anstatt des eigenen Bauhof-Einsatzes nicht eine ortsansässige Handwerker-Firma beauftragen könnte. Insgesamt werden die Brücken-Sanierungskosten um die 13.000 Euro betragen. Im Zuge dieser Maßnahme kam es zu verschiedenen Anregungen für Verbesserungen zu Aschauer Brückenwerken. Die Anregungen werden allesamt geprüft werden. Ebenso wie zwei Vorschläge in der freien Aussprache. Einmal regte Werner Weyerer an, den Schilderwald nach der Chiemgau-Bahn von Umrathshausen nach Aschau-Schafelbach zu entzerren. Die frei werdenden Geschwindigkeits-Begrenzungs-Schilder könnten eventuell auf der Strecke zwischen Aschau und Sachrang eine neue Verwendung finden. Dort gibt es immer wieder Tempo- und Straßen-Überquerungsprobleme laut Gemeinderat Dr. Alfons Knapp. Aufklärung gab es noch zum abgerissenen Schornstein innerhalb des Hohenaschauer Brauereigeländes. Der im Rahmen der Umbauarbeiten als denkmalschutzbedürftige Kamin als örtliches Wahrzeichen wurde der Baufälligkeit zugeordnet und deswegen ist der  kurzfristig vollzogene Abbruch gerechtfertigt.


Aschauer Markt findet Unterstützung durch Gemeinderat: Aschau (hö) 09.07.02 -  Der Aschauer Markt ist für die Gemeinde Aschau nicht nur eine ehrenhafte, jahrhundertealte Veranstaltungs-Einrichtung, sondern auch ein unterstützungswürdiges Kulturereignis. Dies war dem einstimmigen Wohlwollen der zum vierten Male in vollzähliger Form erschienenen 20 Mitglieder des Gemeinderates zu entnehmen. Zusätzlich zur vorgesehenen Tagesordnung wurde der Aschauer Markt aus Termingründen noch behandelt. Heuer beginnt dieser am Donnerstag, 29. August mit dem Bieranstich und mit einigen Einlagen. Am Freitag, 30. August ist ein Musikfestival mit der Kapelle W@nted vorgesehen. Am Samstag, 31. August gibt es mit einem tagsüber angebotenen Preisschafkopfen und mit einer Abendveranstaltung mit Bayerns Innenminister Günter Beckstein als Festredner gleich zwei Ereignisse. Dem Marktsonntag, 1. September folgt am Montag, 2. September das abschließende und schon traditionelle Kesselfleischessen. Einem vorliegenden Antrag des Festzelt-Veranstalters kam man soweit möglich entgegen, um der Aschauer Markttradition und um der zufriedenen Durchführung durch Werner Heinrichsberger von der Firma LVG-Landprodukte in den letzten zehn Jahren gerecht zu werden. So wird am Freitagabend bei der Jugendmusik-Veranstaltung die Sperrzeit auf 1 Uhr früh verkürzt. Ohne Musik ist in dieser Nacht der Barbetrieb bis 2 Uhr erlaubt. Bei den Wasser- und Abwasserkosten soll dem Zeltbetreiber wie in den letzten Jahren eine Sonderkondition eingeräumt werden. Einem zusätzlichen Antrag zufolge, dass sich die Gemeinde an der Hälfte der Wiesenpacht-Kosten beteiligt, wollte man nicht zustimmen. „Hier handelt es sich um ein frei-wirtschaftliches Unternehmen und wir wollen Präzedenz-Fälle vermeiden“, so die einvernehmliche Meinung des Gemeinderates.

Zu einer Heiterkeit kam es nach der Verlesung des Antrages als Gemeinderat Dr. Manfred Gerner anstatt dem Wort „Fehlbitte“ den Begriff „Fehltritte“ verstand. Doch schnell ließ sich aufklären, dass Werner Heinrichsberger hoffte, mit diesem Antrag keine Fehlbitte getan zu haben. Dies hatte er auch nicht, obgleich ihm angeraten wurde, die Auflagen insbesondere mit der Sperrzeit genauestens einzuhalten. Im übrigen wird heuer beim Aschauer Markt Zweiter Bürgermeister Karl Haberstock nach dem Rechten schauen, da Kaspar Öttl in dieser Zeit einen Nordsee-Urlaub geplant hat.


Feriendorf-Pläne von Sachrang finden nach Veränderung den Gefallen des Gemeinderates Aschau – nach Musterhaus-Erfahrungen reduzierte Baukörper: Aschau (hö) 09.07.02 -  In Zeiten rückläufiger Betten- und Tourismuszahlen ist die Gemeinde Aschau froh, dass sie im Bereich Sachrang mit dem dortigen Feriendorf einen interessanten Partner mit Erweiterungsmöglichkeiten hat. Dies zeigte die jüngste Sitzung des Gemeinderates als die inzwischen 6. Änderung des Bebauungsplanes „Feriendorf“ Sachrang auf die Tagesordnung kam.

Kernpunkt der Änderungen ist die Absicht der Betreiber und Architekten, die ursprüngliche Absicht zum Bau von 32 kleineren Wohngebäuden in Holzständerbauweise nicht zu verwirklichen und eine reduzierte Form der Erweiterung anzustreben. Eine veränderte Marktlage und Erkenntnisse aus den Erfahrungen mit einem Musterhaus haben die Verantwortlichen umgestimmt.

Ursprünglich waren im gesamten Feriendorf 129 Wohneinheiten genehmigt. Davon sind bislang in drei Hauptgebäuden und mit dem Musterhaus lediglich 41 Wohneinheiten realisiert. Die geplanten und noch möglichen 32 Ferienwohnhäuser sollen nicht mehr in der ursprünglichen Form verwirklicht werden. Statt dessen sind 17 kleinere neue Wohngebäude und drei mittlere Ferienwohnhäuser vorgesehen. Damit verringert sich die Anzahl der Gesamtbaukörper von 36 auf dann 24 Stück. Die bisherige zulässige überbaute Fläche mit 2.079 Quadratmetern bleibt gleich. Mit der Baukörperreduzierung soll es ermöglicht werden, die Vermarktung noch individueller zu gestalten.

Das Vorhaben stieß allgemein auf Zustimmung. Bürgermeister Kaspar Öttl zeigte sich froh, dass in Sachrang mit der Entstehung neuer Gewerbe-Betten dem Rückgang der Gesamtbetten in der Gemeinde entgegnet werden kann. „Die flexiblen Unternehmer-Versuche sind begrüßenswert, denn auch wir sind an einer zeitgemäßen und erfolgreichen Vermarktung interessiert. Immerhin erhoffen wir uns, dass im Feriendorf Sachrang die bislang registrierten 15.000 Jahres-Übernachtungen auf 30.000 ansteigen könnten“, so der Bürgermeister. Benno Pertl, Dritter Bürgermeister und Verkehrsvereinsvorsitzender von Sachrang machte sich ebenfalls für die Befürwortung der neuen Pläne stark als er sagte: „Das Feriendorf hat einen Anteil von 20 Prozent an den gesamten Sachranger Übernachtungen und ist für uns insgesamt eine sehr wichtige Einrichtung“. Letztlich beschloss der Gemeinderat nach eingehender Debatte, die Planzeichnungen der Architekten Martin & Brenner aus Füssen zu billigen. Zugleich wurde die Verwaltung beauftragt, das vereinfachte Veränderungsverfahren durchzuführen. Der Beschluß fiel einstimmig und bedeutet, dass die Betreiber und Architekten der Gemeinde nunmehr entsprechende Bau-Pläne vorlegen werden.