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Der Chiemgauer

Friedrich Wilhelm

Trinkgeld – Steuer kummt weg...
Und was kummt danach weg?

(fw) 19.05.02 - Zeit i´s wor´n, dass endlich die bläde Trinkgeldsteuer abschaff´n. Aber des hät ich der Politik schon lang g´sogt da die Steuer überhaupt nichts bringt sondern eher nur Ärger schafft.

Zwar hat der Staat einige wenige Millionen mehr g´macht, aber wie viele Millionen für den Aufwand dafür auf´bracht werd´n muss davon wird nicht g´red. I sog amoi, des hat mehr kost, als bracht hat. Außerdem, wenn wir für die Dienste am Kunden belohnt wird´n, dann hat man sicher keine Lust an den Staat etwas abzugeb´n. Schließlich hab´n wir dafür unser Bestes geb´n.

Endlich ein Schritt, wenn auch ein Kleiner ab dringend notwendiger, nach vorn´, denn des i´s doch Allen klar, dass das Trinkgeld meistens sofort in D´Wirtschaft wieder einfließt. Wenn wir heu´t Bares in der Tasch´n hab´n, dann können wir es auch sofort in die kleine Dinge des Lebens wieder investieren. Ob´s die täglichen Zigaretten sind, ein Bierchen im Biergarten, eine kleine Anschaffung wie CD´s oder DVD´s, wieder einmal in´s Kino geh´n, in´s Theater oder zur Seebühne, kleine Geschenke oder größere Anschaffungen bis hin zum Auto. Na wenn das nicht der Wirtschaft gut tät.

Profitieren tun in erste Linie die örtlichen Geschäfte und die hab´ns dringend notwendig. Eigentlich könnt´ man das Trinkgeld dann umbenennen, in „Notgroschen“, aber als Notgroschen für die Unternehmer.

Der erste Schritt ist getan was kommt als nächstes. Vielleicht das 630 Mark-Gesetz? Wär´ doch auch dringend notwendig. Wer will noch nebenbei Arbeiten wenn´s sich nicht Lohnt. Außerdem wär´ das wirklich viel Schmu-Geld zum Ausgeb´n. Für einen netten Urlaub mit Familie oder einen neuen Fernseher. Eine neue Einrichtung ist bestimmt auch schon wieder fällig, und, und, und...

Über sonstige Steuern die nicht unbedingt notwendig wär´n oder über Steuervereinfachung die längst fällig wär´, braucht man ja noch gar nicht red´n, da ja die Wahl erst bevor steht. Aber eins muss man schon noch anmerken. Warum die Trinkgeld-Abschaffung erst 2003 und nicht schon im nächsten Monat. Wenn´s um Diätenerhöhung geht, dann geht´s ja auch viel schneller.

Na hoffentlich hat die Regierung endlich begriff´n, dass mehr Geld in unserer Hos´ntasch´n mehr Aufschwung bedeutet. Und den hab´n wir alle ganz dringend notwendig. Sogar der Staat.

Euer Chiemgauer

 

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Stand: 23. November 2009