derChiemgauer.de

Wasserburg
Cityguide - Veranstaltungen - Sehenswertes - Schlagzeilen - Gewerbe 

83512 Wasserburg am Inn, 419 m, 11000 Ew.

Wasserburger Stadttor mit InnbrückeDas »Einfallstor zum Chiemgau« liegt auf einer Halbinsel, die fast völlig von einer Innschleife umflossen wird. Die Verbindung zum Land ist nur 300 m breit. Die Stadt wurde 1137 von den Hallgrafen gegründet, die diesen Platz aus Sicherheitsgründen der flussaufwärts gelegenen Limburg vorzogen. Die strategisch günstige Lage ihrer »Wasserburg« verhinderte aber nicht, dass der Ort, der bereits 1201 Marktrecht erhielt und 1220 durch den Bau einer Stadtmauer geschützt wurde, nach langer Belagerung an Herzog Otto II. von Bayern fiel. Der Flussübergang und die Innschifffahrt sicherte der Siedlung durch Vorspanndienste, Lagerung und Zölle (»Scheibenpfennig« = Salzzoll) ihren Wohlstand und verhalf rasch zum Stadtrecht (erste Hälfte 14. Jh.). Die Konkurrenz der Eisenbahn und damit der Rückgang der Innschifffahrt zu Beginn des 19. Jh. führte zur Stagnation. Auf diese Weise blieb das mittelalterliche Stadtbild des 14. bis 16. Jh. weitgehend unverändert. Wasserburg ist eine der besterhaltenen alten Innstädte. Die enggedrängte Bauweise der Bürgerhäuser mit Laubengängen, hohen Blendfassaden mit Treppengiebeln und Grabendächern ist hier besonders gut zu sehen.

Wasserburger FassadeSehenswert: Ehemaliges Benediktinerkloster Attel, Gründung ca. 1137 durch Hallgraf Engelbert, Klostergebäude.a 17/18Jh.. 1803 säkularisiert, im 20. Jh. umgestaltet.— Kirche St. Michael, Neubau 1713—25 als Wandpfeilerkirche mit Tonnengewölbe, schwerer Stuck, Stiftergrab von Wolfgang Leb (1509), im Friedhof spätgotischer Karner.— Stadtpfarrkirche St. Jakobus d. A., Neubau nach Abbruch eines spätromanischen Vorgängerbaus 1431—78, durch Stetthaimer und Krumenauer im 19. Jh. regotisiert, bei der Renovierung ab 1979 Wiederaufstellung der neugotischen Altäre; Zürn-Kanzel.— Kirche »Zu unserer lieben Frau«, gotischer Bau, 1324 erstmals erwähnt, 1755 im Rokokostil umgestaltet; 65 m hoher Kirchturm als städtischer Wachtturm dienend.— Heilig-Geist-Spital-Kirche Fassade (1341), Stiftung des Spitals, bis 1970 bestehend; Schnitzaltar.— St. Michaels- und Gruftkirche, säkularisierte Doppelkirche von W. Wiser.— Burgkapelle St. Agidius, (15. Jh.), Ausstattung barock mit zum Teil älteren Einzelfiguren.— Leprosenhauskirche St. Achatz, spätgotischer Bau von W. Wiser, Gedenkstätte für Bauernaufstand von 1705.— Max-Emanuel-KapelIe, Neubau des 19. Jh anstelle eines Vorgängerbaus zur Erinnerung an die Rückkehr Max Emanuels aus den Türkenkriegen.— Rathaus, spätgotische Doppelgiebelanlage von J. Tünzl (1457—59) mit ehemaligem Schrannengewölbe (Eingangshalle); Brothaus (jetzt Caf6), Ratsstube mit Ausstattung von 1564 und 1666 (Versammlungsraum) und Tanzsaal (Großer Rathaussaal), 1902—04 neugestaltet, Freskobemalung der Fassade.— Burg, Umbau der mittelalterlichen Burganlage durch Herzog Wilhelm IV ab 1526, Hochschloss, Zehentkasten, Rentmeisterhaus, Dechantei Zwerchmauern beiderseits des Burgbergs, Veränderungen im 19. Jh durch Abbruch und Auffüllung der Wehranlagen.— Stadtbefestigung Brucktor, seit 1374 nachgewiesen, erneuerte Wandmalerei von 1568, Roter Turm und sogenannter Hungerturm sowie Reste der Stadtmauer. Pulverturm.— Kernhaus, eine der schönsten Rokokofassaden Süddeutschlands, 1738 von Johann Baptist Zimmermann geschaffen.— Gotische Bürgerhäuser mit Freskobemalung, Innenhöfen und Brunnen.— Burgställe St. Achatz und Limburg, Stammsitz der Hallgrafer von Wasserburg.— Museum der Stadt Wasserburg, Stadt- und Familiengeschichte, Handwerk, sakrale Kunst, bäuerliche Möbel.— Imaginäres Museum, Repliken bedeutender Kunstwerke, Sammlung G. Dietz.— Wegmacher-Museum, Werkzeuge, Maschinen und Dokumente de~ Straßenbaus und der Straßenpflege.— Feuerwehrmuseum, Geräte aus dem 17. Jh. bis zur Gegenwart.

Wasserburger FassadeFreizeiteinrichtung: Sport-, Freizeit- und Badezentrum BADRIA.

In der Umgebung: Ehemalige Benediktinerabteikirche Rott am Inn gegründet zwischen 1081 und 1085 von Pfalzgraf  Kuno, Stifterhochgrab 1485, romanische Turmuntergeschosse (13. Jh.), spätgotisches Fresko am Südturm. Neubau 1759/1763 durch J. M. Fischer, Ausstattung vor Ignaz Günther (Altäre), J. Götsch (Beichtstühle), M. Günther (Fresken und J. Rauch (Stuck).

Auskunft: Verkehrsbüro, 83512 Wasserburg am Inn, Tel. (0 80 71) 1 05 -0; Fax 4 06 01.


Hier ist Platz für Sie!

 

 

 

 

 

derChiemgauerreport     kleinanzeigenreport      werberingreport 
copyright by friedrich wilhelm   83209 prien am chiemsee    dickertsmühlstrasse 24    Tel.: 08051/63344

Stand: 26. September 2002